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3R-01-02/2026 erschienen!

Das Spardiktat

Oder: Wie verhindere ich Investionen?

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie soll es gelingen, Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit unter einen Hut zu bekommen? Die Antwort ist nicht trivial und es ist verständlich, dass sich die Bundesregierung zunächst bemüht, die zu hohen Kosten der Energiewende – der vergangene Fokus lag zu sehr auf dem Aspekt Klimaschutz – zurückzufahren. Der Monitoringbericht hat im vergangenen Herbst eine gute und klare Basis für eine Neuausrichtung der Energiewende gelegt und auf Gesetzesebene gab es ebenfalls positive Entscheidungen: Ende letzten Jahres hat auch der Bundesrat der Novelle des Kohlendioxid-Speicherungs- und Transportgesetzes (KSpTG) zugestimmt. Die Gesetzesänderung ebnet den Weg für Technologien zur CO2-Abscheidung, -Weiternutzung oder zur geologischen Speicherung – ein Meilenstein für den Aufbau einer CO2-Infrastruktur.

Und dann kam die Novellierung des NEST-Prozesses. Mit ihr scheint die BNetzA und somit die Politik den Schwerpunkt einseitig auf Kostenreduktion zu setzen. Die Auswirkungen auf die Netzbetreiber sind massiv und die für den Aus- und Umbau so dringend benötigten Anreize für Investitionen – auch und gerade für ausländische Kapitalgeber – werden nicht ausreichend gewürdigt. Mit dem Satz „So wird das nichts mit der Transformation“ bringt es Barbara Fischer, Geschäftsführerin von FNB Gas, auf den Punkt (lesen Sie das Interview ab Seite 26). Auch die zu geringe Beachtung der Gasverteilnetze für den zukünftigen Wärmemarkt zeigt, dass die Politik den komplexen Ansatz einer kosteneffizienten Energieinfrastruktur unter Einbeziehung bereits existierender Assets nicht versteht.

Wo es Herausforderungen (Probleme) gibt, suchen wir Lösungen. Dieses Leitmotiv gehört zur DNA eines jeden Technikers und Ingenieurs der Energie- und Wasserwirtschaft. Je größer und komplexer die Herausforderungen, desto wichtiger ist dabei der fachliche Austausch – und dies auch über den eigenen fachlichen Tellerrand hinaus. Genau das verbindet die 3R mit dem wohl wichtigsten Branchenevent des Jahres: dem Oldenburger Rohrleitungsforum. Am 5. und 6. Februar 2026 trifft sich die Branche zum 38. Mal; diesmal unter dem Motto „Alt und Neu – Strategien für Netze von morgen“. In der aktuellen 3R-Ausgabe mit den Schwerpunkten „Leitungsbau, Gasversorgung und Abwasserentsorgung“ finden Sie passend dazu fachlichen Input für Ihren beruflichen Alltag und viele technische Lösungsansätze.

Der Dreiklang ist entscheidend: Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit im ausgewogenen Gleichgewicht – das ist das Ziel. Das Jahr 2026 wird das „Schicksalsjahr“ für die Energie- und Wasserwende. Die Politik ist am Zug, den richtigen Rahmen zu setzen: ausreichend Investitionsanreize und Investitionssicherheit –  denn ohne Finanzierung wird es nicht gehen. Und dann gab es da doch noch das Infrastrukturpaket …

Nico Hülsdau, Chefredakteur 3R

 

PROZESSWÄRME 1/2021

Schwerpunkt Leitungsbau

"Neue Stahlrohre von heute – der Bestand von morgen"

Fachbericht von Dr. Holger Brauer (Mannesmann Line Pipe GmbH, Hamm), Dr. Christoph Weil (Mannesmann Line Pipe GmbH, Siegen) und Marcel Jost (Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter)

"Ortung und Zustandsbewertung einer Rohrleitung im Bodensee mittels CMI"

Fachbericht von Dr. Jakob Stumme (EMPIT GmbH, Hamburg), Mark Glinka (EMPIT GmbH, Berlin) und Daniel Bieger (Ganeos AG, Zürich, Schweiz)

Schwerpunkt Gasversorgung

„So wird das nichts mit der Transformation“

Interview mit Barbara Fischer, Geschäftsführerin von FNB Gas

"Einhaltung der KKS-Qualitätsstandards – Pipelinebau unter Berücksichtigung von Beeinflussungsfaktoren"

Fachbericht von Thomas Blendermann (Gastransport Nord GmbH, Oldenburg)

"Pionierprojekt unter Denkmalschutz: Erste Gasleitungssanierung auf dem Südfriedhof in Leipzig"

Praxisbericht der Rädlinger primus line GmbH, Cham

"Nachweis des KKS an hochspannungsbeeinflussten Rohrleitungen"

Fachbericht von Jens Wagner (Steffel KKS GmbH, Lachendorf)

"Abstände zwischen Gashochdruckleitungen und Windenergieanlagen"

Fachbericht von Dr. Christian Mayer (TÜV Rheinland Industrie Service GmbH, Köln) und Dr. Jochen Stratmann (Open Grid Europe GmbH, Essen)

"Isolierflanschverbindungen – mehr als Komponenten im KKS"

Fachbericht von Steffen Rathmann (ISOflanges GmbH, Winsen)

Schwerpunkt Abwasserentsorgung

"Ein Weg zur Ertüchtigung von Abwasserdruckfördersystemen"

Fachbericht von Dieter Weismann (awa.consult GmbH, Chemnitz) und Thomas Nolte (Eigenbetrieb Abwasser, Sömmerda)

"Intelligentes Kanalmanagement: Wie KI-basierte Methoden Inspektionsdaten strategisch nutzbar machen"

Fachbericht von Dorian Hunger und Dr. Henrik Kopitzki-Knecht (beide IBAK Helmut Hunger GmbH & Co. KG, Kiel)

"Nachhaltigkeit im Kanalbau: THG-Bilanzierung und Klimaschutzplan"

Fachbericht von Kimmo Palmu (HAMBURG WASSER, Hamburg) und Dr. Christian Remy (Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH, Berlin)

"Schlauch-Liner im Druckbereich von Eisenbahnverkehrslasten"

Fachbericht von Adina Landsmann (Selle Consult GmbH, Leipzig), Mathias Kessenich (Applus+ IMA, Dresden), Christian Pfaff (RelineEurope GmbH, Rohrbach) und Andreas Schreiber (Deutsche Bahn AG, DB Immobilien, Berlin)

"Zuleitungskanalüberwachung in Kassel: Von der Untersuchung bis zum Entwässerungspass"

Fachbericht von Mücahit Özgür und Tino Pingel (beide KASSELWASSER, Kassel)

"Herausforderung Nachhaltigkeit Transparente Kriterien zur Bewertung von Produkten und Vergabeverfahren für Leitungsprojekte"

Fachbericht von Michelle Peeck (Obfrau des AK 14; Siebert + Knipschild GmbH, Oststeinbek) und Michael Clostermann (Mitglied des AK 14; SAERTEX multiCom GmbH, Saerbeck)