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3R-Ausgabe 10-11-2025 ist erschienen!

Ein außergewöhnliches Jahr – die Stimme der Praxis bleibt unverzichtbar

(Editorial von Martina Buschmann Hauptgeschäftsführerin Rohrleitungsbauverband e. V. (rbv)

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

aus Sicht des Rohrleitungsbauverbandes neigt sich ein außergewöhnliches Jahr dem Ende zu. Im Mai haben wir gemeinsam mit zahlreichen Gästen das 75-jährige Bestehen unseres rbv gefeiert. Die Jubiläumstagung in Bonn war ein Moment des Innehaltens, geprägt von Dankbarkeit gegenüber den Wegbereiterinnen und Wegbereitern, die unseren Verband über Jahrzehnte hinweg gestärkt haben. Zugleich war sie ein Aufbruchssignal: Der Transformationsdruck auf die Versorgungsnetze in Deutschland ist so hoch wie nie zuvor. Wir sehen einen historischen Investitionsbedarf – sowohl im Neubau als auch in der Sanierung und Instandhaltung der unterirdischen Infrastruktur.

Auch für mich persönlich ist 2025 ein besonderes Jahr: Seit Sommer bin ich Hauptgeschäftsführerin des rbv. In einer Phase des Umbruchs die Verantwortung zu übernehmen, ist Herausforderung und Freude zugleich. Mein Dank gilt meinem Vorgänger, der über viele Jahre hinweg die Geschicke des Verbandes geprägt hat. Ebenso danke ich unseren Mitgliedern, dem Vorstand und dem Team in der Geschäftsstelle für das Vertrauen. Der Rückhalt gibt mir den Mut, gemeinsam den nächsten Abschnitt unserer Verbandsarbeit zu gestalten.

Strategie „rbv 2030“: Veränderung ist nie abgeschlossen

Mit unserer Strategie „rbv 2030“ haben wir ein stabiles Fundament geschaffen. Wichtige Meilensteine unserer Zukunftsagenda sind erreicht: Wir haben Strukturen überprüft und angepasst, Schlüsselpositionen neu besetzt, Schwerpunkte geschärft und neue Arbeitsfelder erschlossen. Damit haben wir die Weichen gestellt, um die Rolle des rbv als verlässlichen Dienstleister seiner Mitgliedsunternehmen und als starke Stimme des Leitungsbaus dauerhaft zu sichern. Doch dieser Prozess ist nicht abgeschlossen. Die Dynamik der gesellschaftlichen, politischen, technischen
und wirtschaftlichen Transformation erfordert, dass wir kontinuierlich nachjustieren. Unser Anspruch ist es, die Strategie weiter mit Leben zu füllen und Schritt für Schritt die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass der rbv auch 2030 und darüber hinaus kraftvoll, sichtbar und wirksam bleibt.

Energiepolitik: Pragmatismus statt Ideologie?

Mit Blick nach Berlin ist das Jahr 2025 weitgehend enttäuschend verlaufen. Die neue Bundesregierung glänzt bisher vor allem mit Absichtserklärungen. Immerhin wollen der Kanzler und seine Wirtschaftsministerin die Energiewende stärker technologieoffen ausrichten. Weniger Ideologie und mehr Pragmatismus sind dringend erforderlich. Ob, wie und wann den Worten konkrete Maßnahmen folgen, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch: Der Erfolg der Energie-, Wärme- und Mobilitätswende entscheidet sich nicht in Sondervermögen und Konzeptpapieren, sondern im praktischen Ausbau und in der zuverlässigen Erneuerung der Netze. Hier kommt der Leitungsbau ins Spiel: als Umsetzer im Untergrund und als Garant für Versorgungssicherheit. Als Stimme der Praxis bleibt der rbv unverzichtbar: für fachlich fundierte Positionierungen im politischen Diskurs, für die kontinuierliche Qualifizierung von Fachkräften und für die Unterstützung unserer Mitgliedsunternehmen bei den wachsenden Anforderungen im Markt. Wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten.

PROZESSWÄRME 1/2021

Schwerpunkt Gasversorgung

"Umstellung einer Erdgasfernleitung auf Wasserstofftransport"

Fachbericht von Dr. Robert Fussik (GASCADE Gastransport GmbH, Kassel)

"Current Magnetometry Inspection: Neuer Ansatz für den Korrosionsschutz bewährt sich in der Praxis"

Fachbericht von Dr. Jakob Stumme und Mark Glinka (EMPIT GmbH, Berlin)

„Wasserstoff ist der logische nächste Schritt“

Interview mit Gunar Schmidt (ONTRAS Gastransport GmbH)

"Mehrschicht-Kunststoffrohre für die Gasversorgung"

Fachbericht von Dr. rer. nat. Mirko Wenzel (SKZ - KFE gGmbH, Würzburg), Andreas Bilsing (DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH, Leipzig) und Werner Weßing (Office for Green Gas, Borken)

"Planungen für ein deutsches CO2-Transportnetz als Baustein einer CCUS-Infrastruktur"

Fachbericht von Martin Frings, Dr. Robin Beckmüller und Dr. Jens Erfurth (alle Open Grid Europe GmH, Essen)

"H₂-Transformation − Umstellung der Gasverteilnetze auf Wasserstoff"

Fachbericht von Jens Hüttenrauch und Jonas Sperlich (beide DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH, Leipzig)

"CO2-Transport in Pipelines – über die Bedeutung des Transportzustands"

Fachbericht von Bettina Rüngeler, Joanna Simon und Carles Giro (ILF Beratende Ingenieure GmbH, München)

Schwerpunkt Wärmeversorgung

"Smart City trifft Wärmewende: Wie digitale Zwillinge die Wärmeplanung erleichtern können"

Fachbericht von Lisa Dreier und Robert Riechel (Deutsches Institut für Urbanistik, Berlin)

"Wärmewende: Leitungen effizient und sicher ins Gebäude führen"

Fachbericht von Erika Sitka und Markus Wykydal (Hauff-Technik GmbH & Co. KG, Hermaringen)

"Helikopter-Installation für neue klimafreundliche Heizung der Clinique Valmont"

Praxisbericht der BRUGG Rohrsystem AG, Böttstein, Schweiz

Schwerpunkt Leitungsbau

"Pilotprojekt einer emissionsarmen Baustelle mit Elektro- und Wasserstofftechnik umgesetzt"

Fachbericht von Rica Achterberg und Matthias Kapahnke (beide FRIEDRICH VORWERK SE & Co. KG, Tostedt)

"Erdkabelvorrang: Beschleunigung statt Blockade"

Statement von Dr. Johannes Lis (Kunststoffrohrverband e.V., Hamm)

"Stromtrasse A-Nord: Qualitätsgesicherter Flüssigboden für die Energiewende"

Praxisbericht der Bundesqualitätsgemeinschaft Flüssigböden e.V., Berlin

Schwerpunkt Abwasserentsorgung

"Nachhaltige Abwasserinfrastruktur für neues Stadtquartier Köln-Rondorf Nord-West"

Praxisbericht der Euro Sweillem GmbH, Brüggen

"Grabenlose Rohrsanierung reduziert Fremdwasser – Klimaschutz beginnt unter der Erde"

Praxisbericht der Swietelsky Faber GmbH, Schlierschied