Generic filters
FS Logoi

CargoCap zu Gast bei den Vereinten Nationen

Die sogenannte 5. Transportalternative zu Straße, Schiene, Wasser und Luft, transportiert Güter durch unterirdische Fahrrohrleitungen. Jetzt wurde das Konzept für große Ballungsräume bei den Vereinten Nationen in Genf vorgestellt.

von | 01.04.15

CargoCap Messesstand im Gebäude der Vereinten Nationen in Genf (v.l.n.r.): Dr.-Ing. Robert Stein, Eva Molnar (Director of the Transport Division), Prof. Dr.-Ing. Dietrich SteinFoto: CargoCap GmbH

Ein Anruf von George G. Georgiadis, dem Sekretär des „Inland Transport Committee’s“ (ITC) der United Nations Economic Commission for Europe (UNECE), bei der CargoCap GmbH war das Startsignal für eine, vielleicht historische Präsentation des CargoCap-Systems, das nach Auffassung einer hochkarätigen Jury unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Theodor W. Hänsch, dem Nobelpreisträger für Physik im Jahre 2005, zu den „100 Produkten der Zukunft zählt, die unser Leben verändern werden“.
CargoCap ist die 5. Transportalternative zu Straße, Schiene, Wasser und Luft, um Güter in Ballungsräumen durch unterirdische Fahrrohrleitungen schnell, zuverlässig, zeitgenau, umweltfreundlich und wirtschaftlich mit individuell angetriebenen, intelligenten Fahrzeugen, den sogenannten Caps, unabhängig von oberirdischen Verkehrsstaus und Witterungsverhältnissen zu transportieren.
Dieses innovative Konzept wurde in den Jahren 1998 bis 2002 im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsverbundes an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) mit Unterstützung des „Ministeriums für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen“ konzipiert und aus technischer, ökonomischer, ökologischer und juristischer Sicht bewertet. Seitdem erfolgte die technische Weiterentwicklung durch die CargoCap GmbH den Lehrstuhl für Maschinenelemente und Fördertechnik der RUB sowie die S & P Consult GmbH bis zur inzwischen erreichten Einsatzreife.
Die Einladung der UNECE zur Präsentation galt für die 77. Sitzung des Inland Transport Committees vom 23. bis 26. Februar in Genf. Das ITC ist das höchste Entscheidungsorgan der UNECE im Transportsektor. Dieses Gremium hat im Laufe der letzten 60 Jahre gemeinsam mit seinen Nebenorganen ein paneuropäisches, zwischenstaatliches Forum geschaffen, in dem 56 Mitgliedstaaten zusammenkommen, um Instrumente für die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu entwickeln, zu verhandeln und internationale Rechtsinstrumente für den Binnenverkehr zu beschließen.
Da nach Aussagen vieler internationaler Teilnehmer, die Verkehrsprobleme in den Ballungsräumen sowie in Groß- und Megastädten durch Optimierung der vorhandenen Infrastrukturen allein nicht zu lösen sind, wird seitens der Kommissionsleitung nach neuen Lösungen gesucht. In diesem Zusammenhang wurde man auf das CargoCap-System aufmerksam und der Sekretär des ITC lud die Projektpartner ein, um im Rahmen der 77. Sitzung sowohl eine Präsentation des CargoCap-Systems im Plenum als auch eine Standausstellung im Palais der Nationen in Genf, im unmittelbaren Einzugsbereich des Sitzungssaales, zu realisieren.
Die CargoCap GmbH wurde in Genf durch den Geschäftsführer der CargoCap GmbH, Prof. Dr.-Ing. Dietrich Stein, sowie durch Dr.-Ing. Robert Stein vertreten.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Korrosionsgeschütztes Kanalrohr gewinnt Wärme aus Abwasser
Korrosionsgeschütztes Kanalrohr gewinnt Wärme aus Abwasser

Die Bernhard Müller Betonsteinwerk GmbH hat ein korrosionsgeschütztes Kanalrohr mit integriertem Wärmetauscher auf den Markt gebracht. Das Rohr gewinnt Wärme direkt aus dem durchfließenden Abwasser, ohne den Kanalbetrieb einzuschränken. Städte und Gemeinden erhalten damit eine zusätzliche Option für die kommunale Wärmeplanung.

mehr lesen
Rheinwassertransportleitung erhält Verteilbauwerk am Rhein
Rheinwassertransportleitung erhält Verteilbauwerk am Rhein

Die RWE Power AG hat am 6. Juli mit dem Bau eines Verteilbauwerk für eine Rheinwassertransportleitung in Grevenbroich-Allrath gestartet. Ab 2030 soll das Bauwerk eine Bündelungsleitung vom Rhein mit zwei Trassen zu den künftigen Tagebauseen Hambach und Garzweiler verbinden. So soll Rheinwasser in die beiden Tagebauseen geleitet werden und damit die geplante Flutung der Restlöcher ermöglichen.

mehr lesen
Spatenstich für erste Wasserstoffpipeline im Nordwesten
Spatenstich für erste Wasserstoffpipeline im Nordwesten

Mit dem symbolischen Spatenstich für „H₂Coastlink 1“ startet EWE NETZ den Bau einer 24 Kilometer langen Wasserstoffleitung zwischen Emden und Leer. Sie verbindet künftig den Elektrolyseur in Emden mit dem Wasserstoff-Kernnetz. An die Leitung sollen weitere Leitungen des Wasserstoff-Kernnetzes angeschlossen werden.

mehr lesen
INES-Gas-Szenarien: Marktbedingungen gefährden Wiederbefüllung der Gasspeicher
INES-Gas-Szenarien: Marktbedingungen gefährden Wiederbefüllung der Gasspeicher

Die Initiative Energien Speichern e.V. (INES) hat am 7. Juli ihr aktuelles Juli-Update der Gas-Szenarien veröffentlicht. Die Modellanalysen zeigen: Technisch ist eine Befüllung der deutschen Gasspeicher bis zum 1. November 2026 auf den gebuchten Stand* von 76 % weiterhin möglich. Ob dieses Niveau tatsächlich erreicht wird, hängt jedoch entscheidend von den Marktbedingungen ab. Die derzeitigen Preisentwicklungen setzen kaum Anreize zur Einspeicherung von Gas und gefährden damit die Versorgungssicherheit für den kommenden Winter.

mehr lesen
OOWV: Rekordinvestitionen stärken Infrastruktur im Nordwesten
OOWV: Rekordinvestitionen stärken Infrastruktur im Nordwesten

Erneut kräftig investiert hat der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband im vergangenen Jahr in seine Infrastruktur: 107 Mio. Euro für die Wasserversorgung und 58 Mio. Euro im Bereich der Abwasserbeseitigung. Die Zahlen gehen aus dem Jahresabschluss hervor, den die Verbandsversammlung am 30. Juni beschlossen hat. Gegenüber 2024 entspricht dies nochmals einer leichten Steigerung.

mehr lesen

Publikationen zum Thema