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Fernkälte-Netzausbau der Stadtwerke München

Gebäude mit Fernkälte zu kühlen, ist viel ökologischer als mit Klimaanlagen, weil die natürliche Kälte von Grundwasser oder Bächen genutzt werden kann.

von | 04.10.17

Die Stumpfschweißmaschine Typ GF 500 verbindet einzelne PE-Rohrkomponenten zu einer neuen Fernkälteleitung für die Münchner Innenstadt. Foto: Georg Fischer

Da auch die Nachfrage nach ökologischer Klimatisierung kontinuierlich steigt, bauen die Stadtwerke München (SWM) von März bis September 2017 das Fernkältenetz in der Münchner Innenstadt weiter aus und schaffen neue Standorte für Kälteerzeugungsanlagen. Die für die neuen Fernkälteleitungen benötigten Rohrleitungskomponenten stammen von Georg Fischer.
Qualitätsprodukte für den Tiefbau
Den Auftrag zum Einbau der PE-100-Fernkälteleitungen im Projektabschnitt Schwanthalerhöhe und Laim erhielt die Firma Pro Bau Ingenieur- und Rohrleitungsbau aus Passau. Während der Montage kamen ELGEF Plus-Elektroschweißmuffen und Anschlusssättel sowie Elektro- und Stumpfschweißmaschinen vom Typ GF 500 und GF 630 von Georg Fischer zum Einsatz. Mit den aufeinander abgestimmten Produkten, Werkzeugen und Plänen lieferte das Unternehmen für das Projekt die Fügetechnik aus einer Hand. „Bei GF sind Produkte, Geräte und Werkzeuge sehr gut aufeinander abgestimmt. So konnten wir ausgezeichnet damit arbeiten und die Leitungen schnell und sicher verlegen“, kommentiert Andreas Weber, Bauleiter bei Pro Bau Ingenieur- und Rohrleitungsbau, den Ablauf des Einbaus.
Höhere Energieeffizienz
Mit einer neuen Fernkälteinsel im Stadtgebiet schaffen die Stadtwerke München eine komfortable und klimafreundliche Lösung zur Versorgung der Innenstadt. Die Kältezentrale befindet sich im Stachusbauwerk und als Quelle dient der „westliche Stadtgrabenbereich“, der unterirdisch am Stachus vorbeifließt. Durch die Nutzung des natürlichen Kaltwassers wird ein erheblicher Anteil des herkömmlichen Primärenergieaufwandes bei der Kälteerzeugung eingespart. In der Münchner Innenstadt lassen sich so jährlich rund 1.000 t CO2 einsparen. Die Erzeugungsanlage am Stachus hat mittlerweile eine Leistung von mehr als 12 MW. Über Rohrleitungen werden Büros, Läden und Haushalte mit zentralem gekühltem Wasser versorgt, das im Anschluss ständig in einem Kreislauf zirkuliert. „Das ist deutlich effizienter als eine Hausklimaanlage. Außerdem bietet der Kreislauf in der Handhabung deutliche Erleichterungen, da es statt umfangreicher Anlagentechnik lediglich eine Übergabestation im Keller gibt“, erklärt Wolfgang Kustermann vom technischen Vertrieb für Versorgungssysteme bei Georg Fischer. Auf seinem Weg verändert sich nur die Temperatur des Wassers, die Flüssigkeit bleibt die Gleiche. So wird die Wasserökologie des Baches nicht angetastet, wenn das unveränderte Medium wieder zurück in das Flussbett fließt. Die SWM sehen den Klimaschutz und die reduzierte Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen als eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben an und bauen daher die regenerative Energieversorgung sowohl im Strom- als auch im Wärmesektor konsequent weiter aus. Vorrang haben für die SWM Projekte in München und der Region. Ein weiterer regionaler Baustein ihres Klimaengagements ist M-Fernkälte. Dank der Ökokälte von Grundwasser und Stadtbächen sinkt der Energieverbrauch für die Kälteerzeugung um rund 70 %.
Kontakt: Georg Fischer GmbH, Albershausen, info.de.ps@georgfischer.com, www.gfps.com

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