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100. Kanalroboter-Anlage übergeben

Das Sanierungsunternehmen KATEC aus der Vulkaneifel setzt erstmals auf elektrisch betriebene Multifunktionsanlagen zum Fräsen, Spachteln und Verpressen von Pipetronics. Zum 1. Januar 2016 ist mit der Pipetronics GmbH & Co. KG ein neues Unternehmen auf dem Markt für Kanalroboter angetreten. Der aus einer Fusion hervorgegangene Systemanbieter hatte als Ziel ausgegeben, mit intelligenten Kanalrobotern die Möglichkeiten […]

von | 25.03.21

Das Sanierungsunternehmen KATEC aus der Vulkaneifel setzt erstmals auf elektrisch betriebene Multifunktionsanlagen zum Fräsen, Spachteln und Verpressen von Pipetronics.

Zum 1. Januar 2016 ist mit der Pipetronics GmbH & Co. KG ein neues Unternehmen auf dem Markt für Kanalroboter angetreten. Der aus einer Fusion hervorgegangene Systemanbieter hatte als Ziel ausgegeben, mit intelligenten Kanalrobotern die Möglichkeiten der Digitalisierung und Automatisierung für die Kanalsanierungsrobotik nutzbar zu machen. Jetzt konnte das Unternehmen mit neuem Sitz in Stutensee bei Karlsruhe und vier Niederlassungen sowie Service‐Stützpunkten in Deutschland und der Schweiz mit ihren mittlerweile fast 100 Mitarbeitern ein besonderes Ereignis feiern: Im Januar 2021 wurden die Kanalroboter‐Anlagen mit den Baunummern 99 und 100 an die Firma KATEC‐Kanaltechnik Müller & Wahl GmbH übergeben. KATEC, mit Hauptsitz in Jünkerath in der Eifel und einer Niederlassung in Breithenthal im Hunsrück, gehört zu den führenden Unternehmen der Branche in Deutschland. Erstmals investierte der Sanierungsspezialist mit bisher 16 Kanalrobotern jetzt in die beiden elektrischen Multifunktionsanlagen von Pipetronics, mittlerweile sind dies die siebte und achte Roboteranlagen dieses Anbieters. Im Endmontagewerk in Röthenbach an der Pegnitz konnten Geschäftsführer Christian Noll und das Pipetronics‐Team die ersten beiden elektrisch betriebenen eMULTI‐Anlagen an die KATECGeschäftsführer Gerd Müller und Armin Heydt sowie dem Fuhrparkleiter Gerhard Bach übergeben.
„Wir sind sehr stolz darauf, dass wir in unserer noch relativ kurzen Unternehmensgeschichte bereits die 100. Roboteranlage ausliefern konnten und danken der Firma KATEC ganz herzlich für das große Vertrauen“, sagte Christian Noll bei der Übergabe, „bekamen wir doch im Januar 2016 unseren allerersten Roboterauftrag ebenfalls von der Firma KATEC“. Die beiden neuen eMULTI‐Anlagen von KATEC verfügen jeweils über den elektrischen Fräsroboter eCUTTER und das PI.TRON‐Spachtel‐ und Verpress‐System für den Einsatz in Durchmessern DN 150 ‐ DN 800 (auch Eiprofile).

Elektrischer Antrieb – leise, schnell und wirtschaftlich

Der im Betrieb besonders leise elektrisch betriebene Fräsroboter „eCUTTER“ war die erste Innovation in der noch jungen Unternehmensgeschichte von Pipetronics. Leistungsmaßstab bei der Entwicklung waren die bewährten leistungsstarken hydraulischen Systeme. Seit 2017 werden elektrisch betriebene Multifunktionsanlagen kurz „eMULTI“ ausgeliefert, den eCUTTER in einer Anlage mit dem bewährten PI.TRON Spachtel‐ und Verpress‐Verfahren.
Neben der Multifunktionalität der eMULTI‐Anlagen ergibt sich ein wesentlicher Vorteil aus dem elektrischen Antrieb aller Techniken, der auf einem sicheren 48 Volt Bordnetz basiert. Die Anlagen werden in der Regel mit einem Akku betrieben, der das Arbeiten über einen ganzen Tag ohne weitere externe Stromversorgung ermöglicht. „Die Anlagen sind deutlich leiser und wirtschaftlicher als herkömmlich mit Luft oder Öl betriebene Fräsroboteranlagen. Die Energiebilanz zeigt dies klar auf,“ erklärt Pipetronics-Geschäftsführer Christian Noll. Die leisen elektrisch betriebenen Fräsarbeiten könnten gerne auch abends bzw. nachts stattfinden, da die Beeinträchtigungen von Anwohnern in Bezug auf eine zu laute Geräuschkulisse auf ein Minimum reduziert sind. Inzwischen werden die Roboteranlagen bei Pipetronics zu über 90 % als elektrische eCUTTER bzw. eMULTI‐Anlagen bestellt und ausgeliefert. Das Konzept überzeugt.

Multifunktionalen Roboteranlagen zur grabenlosen Rohrsanierung gehört die Zukunft

Sogenannte eMULTI‐Anlagen der Pipetronics, die elektrisch und multifunktional einsetzbar sind, gewinnen bei Kanalsanierungsunternehmen immer größeres Interesse. Können sie doch damit auf der Baustelle mehrere notwendige Arbeiten mit einer Anlage und einer Crew durchführen. Diese Multifunktionalität, die Pipetronics anbietet, ist weltweit einzigartig. Das Anlagendesign basiert auf einer Roboteranlage, die mit einem eCUTTER und dem PI.TRON Spachtel‐ und Verpress‐Verfahren ausgestattet ist. An die verwendeten Spachtelroboter lassen sich modular die weiteren Techniken per Bajonett-Verschluss einfach anbringen. Die Bedienung aller Techniken erfolgt nur noch über einen Steuerstand. Jeder Kunde kann seine Anlage individuell zusammenstellen, um diese ggf. später mit weiteren Techniken unkompliziert nachzurüsten. Damit bietet die eMULTI vielfältigste Einsatzmöglichkeiten.

Neben dem Fräsen und dem bewährten PI.TRON Spachtel‐ und Verpress‐System kam jetzt mit „HATSet“ als weitere Anwendung eine moderne Hutprofiltechnik dazu. Der innovative WaterStop zur Vorabdichtung von Rohrleitungen vor Schlauchliner‐Einbau befindet sich derzeit in der Baustellentestphase. Wenn beim Einbau von Schlauchlinern Wasserinfiltrationen auf ein Minimum vermindert werden können, lassen sich Qualitätsprobleme durch Wasserkontakt und damit Emulsionsbildung weitestgehend vermeiden. Die aktuellen eCUTTER können optional mit einer vierten Achse ausgestattet werden, die ein stufenloses Schwenken des Fräskopfes bis zum Frontalfräsen ermöglicht. Auch ein Aufnahmegerät für Höchstdruck‐Wasserstrahlfräsen „HYDROJet‐Kit“ lässt sich auf dem Basis‐Roboter per Bajonett‐Verschluss einfach und schnell montieren.
Mit neu entwickelten Eiprofil‐Fahrwerken lassen sich die eMULTI‐Techniken auch in diesen Rohrprofilen einsetzen. Sie verfügen einzigartig über ein ferngesteuertes elektrisch stufenlos verstellbares Fahrwerk zum Einsatz, sowohl der Fräs‐ als auch der anderen  Techniken in Eiprofilen.
Die eMULTI‐Robotertechniken werden zunehmend mit neusten Sensoren ausgestattet, um Gerätefunktionen zu überwachen. Dem Operateur werden wichtige Informationen über den Gerätezustand bzw. auch Warnungen vor z.B. eindringender Feuchtigkeit in sensible Komponenten angezeigt. Die Anlagen der neuesten Generation sind komplett mit moderner CAN‐Bus‐Technik ausgestattet. Dies ermöglicht, die Anlagen mit diversen Sensoren sowie neuen Funktionen und Assistenzsystemen zu erweitern. Bei Bedarf können sich Techniker von Pipetronics per Fernwartung auf die Anlagen aufschalten und so die Operateure vor Ort unterstützen.
Pipetronics fertigt den gesamten Fahrzeugausbau im Werk Rheda‐Wiedenbrück selbst. Die Anlagen werden komplett für den Einsatz auf der Baustelle konfiguriert, individuelle Kundenwünsche lassen sich so schnell realisieren. Vielfach werden die Anlagen auf Kundenwunsch zusätzlich mit einer Spüleinheit zur Reinigung im Vorfeld der Sanierung oder auch mit modernster Kameratechnik zur TV‐Inspektion ausgeliefert. Die Anlagen werden im Sprinter mit Anhänger, als Einbau in einen LKW‐Koffer oder als mobile Anlage gefertigt. Neben Service und Wartungsleistungen entwickelt und baut Pipetronics im Werk Rheda‐Wiedenbrück auch eigene Strom‐Generatoren unter dem Markennamen „QUICKLAND“. Diese sind speziell für den Einsatz in Fahrzeugen entwickelt worden: leiser und leichter als herkömmliche Aggregate. Hierzu beraten die Spezialisten von Pipetronics die Kunden im Vorfeld bei der Zusammenstellung der Fahrzeuge, um alles optimal für den Baustelleneinsatz unterzubringen. Spezielle Harze, automatische Dosiereinrichtungen und auf die Roboter abgestimmte Fräswerkzeuge ergänzen das Portfolio.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

V.l.n.r.: Matthias Kast (Pipetronics‐Niederlassungsleiter Röthenbach), Gerd Müller (Inhaber und Geschäftsführer KATEC), Armin Heydt (Geschäftsführer KATEC), Christian Noll (Geschäftsführer Pipetronics), Steffen Roll (Vertriebsleiter Pipetronics)

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