Nach aktueller Planung starten die Bauarbeiten auf dem VW-Werksgelände Anfang 2021. Deshalb kamen bereits Anfang November die ersten Pipelinerohre vom Hersteller, einer Tochter der Salzgitter AG, aus Siegen (NRW) nach Wolfsburg. Mit insgesamt 25 Lkw-Transporten wurden die ersten rund 5,5 km Rohrleitung angeliefert und im Rohrlager in der Nähe der zukünftigen Baustelle gestapelt. Jeder Lkw transportierte 12 Pipelinerohre mit einer Länge von jeweils 18 m und einem Gesamtgewicht von etwa 22 t.
Bei den Rohren mit einem Durchmesser von 400 mm handelt es sich um längsnahtgeschweißte und mit einer Kunststoff-Isolierung versehene Rohre aus 10 mm dickem Spezialstahl. Beim Gastransport werden mit einem Betriebsdruck von bis zu 84 bar häufig sehr hohe Druckstufen erreicht. Deshalb stellt Gasunie hohe Anforderungen an das verwendete Material in puncto Sicherheit, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit.
Um auch für die nächsten Schritte bei der Energiewende vorbereitet zu sein, verwendet Gasunie in diesem Projekt Stahlrohre, die für den zukünftigen Transport von Wasserstoff geeignet sind. Die Rohre werden mit einer Erdüberdeckung von mindestens 1 m verlegt.
Mit dem Anfang Dezember 2020 erteilten Planfeststellungsbeschluss des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) sind die rechtlichen Voraussetzungen für die Verlegung erfüllt. Derzeit bereitet Gasunie die umfangreichen Aktivitäten für die aktuell wichtigste Gasinfrastruktur-Maßnahme in Niedersachsen vor. Beginn der Bautätigkeiten ist für Januar 2021 geplant. Zudem wird bis spätestens Anfang Februar der zweite Planfeststellungsbeschluss erwartet. Auch dieser Baubeginn soll dann unmittelbar folgen.
Mit der Leitung stellt Gasunie die benötigten Transportkapazitäten zur Verfügung, um die Energieversorgung von Kohle auf Gas umstellen zu können. Damit verbunden ist eine signifikante CO2-Reduktion in der Region Wolfsburg.
Stabile Energieinfrastruktur: Breite Branchenallianz warnt vor Kurswechsel bei Erdverkabelung
Eine Allianz führender Branchenverbände unter Beteiligung des Rohrleitungsbauverbandes (rbv) spricht sich mit Nachdruck dafür aus, die Nutzung der Erdverkabelung bei Gleichstromprojekten beizubehalten. Die Initiative repräsentiert mehrere tausend deutsche Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von Kabel- und Rohrherstellern über Leitungsbau und Tiefbau bis hin zu spezialisierten Technologieanbietern.









