Die EWE AG wird 10,52 Prozent der Aktien erwerben, die Mitaktionär Gazprom Germania GmbH, Berlin, an der VNG Verbundnetz Gas AG (VNG), Leipzig, hält. Eine entsprechende Vereinbarung wurde zwischen EWE und Gazprom Germania getroffen. Zum Kaufpreis äußern sich beide Unternehmen nicht.
Nach der Aktienübertragung, die in den kommenden Wochen erfolgen soll, wird EWE 74,2 Prozent der VNG-Aktien halten. Der EWE-Aufsichtsrat hat der Transaktion in seiner Sitzung am 15. April zugestimmt, sie steht aber noch unter Gremienvorbehalt bei Gazprom. Auch die VNG-Hauptversammlung muss dem Aktienverkauf zustimmen.
EWE verfügt bereits über die Mehrheit in der VNG-Hauptversammlung. Matthias Brückmann, stellvertretender EWE-Vorstandsvorsitzender: „Wir haben immer betont, dass wir den Erwerb weiterer VNG-Anteile prüfen, wenn sie uns auf dem freien Markt angeboten werden. Wir freuen uns, dass diese Situation nun gegeben ist.“
Mit einer Übernahme der Gazprom-Anteile an VNG würde EWE die eigenen Handlungsmöglichkeiten erweitern und so seine strategische Position bei VNG weiter verbessern. „Nach wie vor ist aber nicht entschieden, ob wir unsere Anteile langfristig halten oder veräußern werden – beide Optionen sind nach wie vor denkbar“, stellt Brückmann klar.
EWE vergibt Großauftrag für H2-Erzeugungsanlage an Bilfinger
Das Energieunternehmen EWE hat für die 320-MW-Wasserstoff-Erzeugungsanlage in Emden den Industriedienstleister Bilfinger mit Stahlbau, Rohrleitungs- sowie Komponentenmontage beauftragt. Der Auftrag zählt laut EWE zu den größten im Gesamtprojekt „Clean Hydrogen Coastline“ und ist nach der Beauftragung für Elektrolyse, Verdichter und Bauleistungen das letzte wesentliche Vergabepaket.






