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IKT-LinerReport 2016: Nur fünf Firmen schaffen die 100 %

Alle Prüfungen in allen Kritierien bestanden haben Arkil Inpipe mit Berolina-Liner, Jeschke Umwelttechnik mit Brandenburger Liner, Kanal-Technik Friess und Agricola (beide mit iMPREG Linern) sowie Hamers Leidingtechniek (NL) mit Alphaliner.

von | 16.02.17

Zum 13. Mal legt das IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur seinen jährlichen LinerReport vor. Haupterkenntnis: Die Qualität von Schlauchlinern stabilisiert sich auf hohem Niveau. Bei Wanddicke und Wasserdichtheit verbesserten sich die Durchschnittswerte im Vergleich zum Vorjahr leicht. Bei Biegefestigkeit und E-Modul gaben die Mittelwerte minimal nach.
Der „100%-Club“
Aber das große Ziel, mit allen Proben in allen Prüfungen zu bestehen – dem Kunden also 100 % Qualität zu liefern – erreichten in 2016 nur fünf von 22 Sanierungsfirmen. Im Vorjahr schafften dies immerhin neun von 24 Firmen. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt aber: Vor fünf Jahren erbrachten nur 10 % der Firmen diese Höchstleistung. Die Sanierungsfirmen, die in einem Jahr mit allen ihren Liner-Proben alle vier Prüfkriterien erfüllen, bilden so etwas wie einen „100 %-Club“. Sie erfüllen damit die Anforderungen der ZTV-Materialprüfung und ihrer Kunden vollständig. Nur wenige Firmen schaffen diese Glanzleistung über mehrere Jahre hinweg. Den Firmen, die im LinerReport 2016 mit 100-prozentiger Leistung glänzen, verleiht das IKT auf Wunsch ein Siegel, das ihre Leistung deutlich sichtbar dokumentiert. Damit können diese Unternehmen ein Jahr lang – bis zum LinerReport 2017 – auf ihre makellose Bilanz aufmerksam machen.
E-Modul sehr gut
Der E-Modul ist ein Kennwert für die Tragfähigkeit von Linern. Der Durchschnittswert bestandener Prüfungen liegt 2016 nur unmerklich unter dem Vorjahreswert. Die meisten Firmen erreichen hier sehr gute Ergebnisse.
Biegezugfestigkeit schwächer
Bei der Prüfung der Biegezugfestigkeit wir die Belastung ermittelt, bei der ein Liner wegen zu hoher Spannung versagt. Hier liegt der Durchschnittswert bestandener Prüfungen leicht niedriger als im Vorjahr, jedoch weiterhin auf einem erfreulich hohen Niveau.
Wanddicke verbessert
Von den vier Prüfkriterien weist die Wanddicke traditionell die schwächsten Prüfergebnisse auf. So auch im Jahr 2016, allerdings mit einem kleinen Plus gegenüber dem Vorjahr. Die Spannweite zwischen dem besten und dem schlechtesten Prüfergebnis ist hier am höchsten.
Liner sind wasserdicht
Der Durchschnittswert des Prüfkriteriums Wasser-Dichtheit nähert sich in 2016 weiter der 100 %-Marke. 14 der betrachteten Firmen gelingt es, diesen Höchstwert zu erreichen. Die Prüfergebnisse zeigen: Schlauchliner sind heutzutage wasserdicht.
Die hohen Durchschnittswerte der Einzelkriterien jeweils nahe der 100 % verschleiern aber, dass nur rund ein Viertel aller eingesandten Baustellenproben alle vier Testkriterien einwandfrei besteht. Der Umkehrschluss: In 75 % der Fälle gelingt das nicht. Liner-Hersteller und Sanierungsfirmen müssen ihren Fokus auf noch bessere und konstant hohe Qualität legen. Ziel muss es sein, dass alle eingebauten Liner die Qualitätskriterien zu 100 % erfüllen. Aber auch die meist kommunalen Auftraggeber stehen in der Verantwortung: Sie müssen von den Firmen nachdrücklich Qualität einfordern und konsequent Proben von jeder einzelnen Schlauchliner-Baustelle prüfen lassen. Download IKT-LinerReport

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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