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OGE legt Basis für intelligente Sektorkopplung in Krummhörn

Am 9. Mai 2018 ist auf der Verdichterstation der Open Grid Europe in der Krummhörn die neue Hauptmaschinenkomponente für den Elektroverdichter angeliefert worden.

von | 22.05.18

Maschinenanlieferung Krummhörn

Die mit einem Elektromotor angetriebene Maschine vom Typ ICL wurde vom Hersteller Baker Hughes General Electric (BHGE) in Le Creusot, Frankreich, gefertigt. Der Einsatz der neuen modernen Maschine mit einer Leistung von 13,5 MW wird die Kopplung des Strom- und Gasnetzes ermöglichen. Der Strom für den Elektromotor kommt überwiegend aus regenerativen Quellen. Nach Abschluss der Anschlussarbeiten soll im Jahr 2019 eine Testphase beginnen, in der der Elektroverdichter durch die Nutzung von Erzeugungsspitzen der Erneuerbaren Energien das regionale Stromnetz entlastet.
Reduzierung der Stromnetzausbaukosten
Open Grid Europe will mit diesem Vorgehen gleich zwei Antworten auf zentrale Herausforderungen der Energiewende liefern: Erstens wirkt sich der Einsatz des Elektroverdichters netzdienlich aus, da durch die Stromabnahme die regionalen Stromverteilnetze entlastet werden. Das senkt gleichzeitig die Kosten für den Ausbau neuer Stromleitungen. Zweitens beweist Open Grid Europe damit, dass eine intelligente Sektorenkopplung nur erreicht werden kann, wenn Strom- und Gasnetze zusammenwachsen. „Die Installation der neuen integrierten Elektroverdichtereinheit am Standort in der Krummhörn ist für uns ein Leuchtturmprojekt. Wir wollen damit zeigen, dass Gasnetze schon heute Stromnetze entlasten können und gleichzeitig die technischen Voraussetzungen für eine künftige erfolgreiche Kopplung der Gas- und Stromnetze legen“, kommentiert Dr. Thomas Hüwener, Mitglied der Geschäftsführung der Open Grid Europe.
Förderprogramm enera für sichere und bezahlbare Energieversorgung
Der Einsatz des Elektroverdichters ist eingebettet in das Projekt enera, das wiederum Teil des Förderprogramms „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ (SINTEG) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ist. In insgesamt fünf Modellregionen – Schaufenster genannt – sollen hier digitale Technologien Lösungen für die technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Energiewende liefern. SINTEG setzt dabei an allen Bausteinen der Energieinfrastruktur und bei allen Akteuren an, um den Beweis anzutreten, dass eine sichere und bezahlbare Energieversorgung in einem Energiesystem mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien möglich ist.
Hintergrund
Open Grid Europe ist einer der führenden Fernleitungsnetzbetreiber in Europa mit einem Leitungsnetz von rund 12.000 km. 1.450 Mitarbeiter sorgen bundesweit für einen sicheren und kundenorientierten Gastransport.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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