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Neuer Spitzenwert bei der Wasserstoffeinspeisung

DVGW und Avacon kooperieren für neuen Spitzenwert bei der Wasserstoffeinspeisung ins Gasnetz: Erstmals werden in einem Netzabschnitt bis zu 20 % Wasserstoff beigemischt.

von | 29.10.19

Dr. Stephan Tenge, Avacon, und Prof. Dr. Gerald Linke, DVGW, unterzeichneten in Salzgitter eine Kooperationsvereinbarung für mehr Wasserstoff im Erdgasnetz (v.l.) © Avacon

Ab Ende nächsten Jahres will Avacon, einer der vier Verteilnetzbetreiber von E.ON, einem Netzabschnitt in Sachsen-Anhalt dem Erdgas erstmals bis zu 20 % Wasserstoff beimischen. Das ist ein neuer Spitzenwert; bislang lag die Beimischgrenze bei knapp 10 %.
Prof. Dr. Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) und Avacon-Technikvorstand Dr. Stephan Tenge haben dazu am 28. Oktober 2019 in Salzgitter eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Das Gemeinschaftsprojekt ist Vorbild für den zukünftigen Einsatz von Wasserstoff in Gasverteilnetzen und wird vom DVGW technisch-wissenschaftlich unterstützt. Erkenntnisse aus dem Projekt ermöglichen die Weiterentwicklung des technischen Regelwerks des Vereins.
„Wasserstoff ist ein idealer Energieträger, um alle Sektoren zu koppeln und leistet einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende“, so Tenge. Zudem ist das Projekt ein strategischer Baustein zur Vermeidung von CO2. „Es ist wichtig, in allen Bereichen den CO2-Ausstoß zu reduzieren, um einen Beitrag für das Klima zu leisten.“
„Das Pilotprojekt markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg in ein klimafreundliches Energiesystem. Es zeigt, dass die Beimischung immer höherer Anteile von CO2-freien Gasen in greifbare Nähe rückt und in Zukunft die Einspeisung von bis zu 100 % Wasserstoff in das Erdgasnetz technisch möglich sein wird“, prognostiziert Linke.
Wasserstoff ist kompatibel zur bestehenden Infrastruktur und kann im über 500.000 km umfassenden deutschlandweiten Erdgasnetz gespeichert und vielseitig zur klimafreundlichen Wärme- und Stromproduktion in Industrie, Haushalten und für die Brennstoffzellenmobilität genutzt werden.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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