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TRACTO-TECHNIK investiert am Standort Lennestadt

Der Spezialmaschinenhersteller investiert umfassend in die Optimierung der Organisationsstruktur und die Modernisierung von Produktion und Logistik am Standort in Lennestadt.

von | 31.03.17

Der Spezialmaschinenhersteller TRACTO-TECHNIK GmbH & Co. KG zählt als “Hidden Champion” zu den innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstandes. Die Maschinen und Systeme für den grabenlosen Leitungsbau werden allesamt am Hauptsitz in Lennestadt entwickelt, produziert und von dort aus in alle Welt vertrieben. Im Zuge einer nachhaltigen Wachstumsstrategie investiert das Unternehmen nun umfassend in die Optimierung der Organisationsstruktur und die Modernisierung von Produktion und Logistik am Standort in Lennestadt. Hohe Fertigungsqualität “Made in Germany” zusammen mit einem in Jahrzehnten gewachsenen Know-how und kundennahem Service durch Schwesterfirmen und Vertriebspartner weltweit bilden die Grundlage für den kontinuierlichen Erfolg der TRACTO-TECHNIK-Firmengruppe. In Zeiten zunehmender Globalisierung und Digitalisierung mit sich immer schneller entwickelnden Märkten sind diese Qualitäten jedoch nicht ausreichend, um langfristig erfolgreich zu sein. Das haben auch die Verantwortlichen der TRACTO-TECHNIK erkannt und gezielte Strategien entwickelt, um das Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. Da die Unternehmensführung ganzheitlich und lösungsorientiert denkt, wurden alle Strukturen und Prozesse der Organisation auf ihr Optimierungspotenzial hin untersucht. Die so gewonnenen Erkenntnisse wurden in konkrete Maßnahmen umgesetzt, um die Anforderungen der Märkte und die weltweit steigende Nachfrage nach innovativen grabenlosen Lösungen in Vertrieb, Service, Produktion und Logistik auf gewohnt hohem Niveau langfristig zu erfüllen. Dies geschieht im Einklang mit der Unternehmensphilosophie, die auf dem Streben nach der jeweils besten Lösung im Dienste der Kunden beruht. Begonnen wurde mit der Umsetzung der Zukunftsvision bereits im Jahr 2014 mit der Fokussierung von Vertrieb und Marketing auf die globalen Märkte, sichtbar durch einen neuen Markenauftritt. Gleichzeitig wurde unter dem Begriff „Werkstrukturplanung“ mit der Neuorganisation von interner Struktur, Logistik und Herstellungsprozess begonnen, um sie noch produktiver und effizienter zu machen. Zu diesem Zweck wird zum einen die Montage aller grabenlose Systeme, die bisher in verschiedenen Werken erfolgt, bis Ende 2017 am Standort in Lennestadt-Saalhausen zusammengelegt und um ein neues, hochmodernes Logistikzentrum ergänzt. Zur Förderung der Innovationskraft wird parallel für die Bereiche Konstruktion sowie Forschung und Entwicklung ein neues Technologiezentrum am Standort in Lennestadt-Langenei gebaut. Dazu sagt Timotheus Hofmeister, Geschäftsführer und CEO der TRACTO-TECHNIK: “Wir investieren ganz bewusst in die Bündelung der Kernkompetenzen in Herstellung und Entwicklung an den jeweiligen Standorten. Denn so werden sinnvolle Synergien geschaffen, die es uns ermöglichen, nachhaltig zu wachsen, um den Unternehmenserfolg und damit die Arbeitsplätze langfristig zu sichern.”

NODIG-Produktion 4.0 in Lennestadt-Saalhausen

Die Erfindung der ersten deutschen Erdrakete GRUNDOMAT durch den Firmengründer Paul Schmidt legte den Grundstein für den Erfolg der TRACTO-TECHNIK und prägte die Branche entscheidend. Die Erdraketen sind bis heute das meistverkaufte Produkt des Unternehmens, die Nachfrage weltweit ist ungebrochen – mit steigender Tendenz. Aus diesem Grund wurde mit der Optimierung des Montageprozesses in Lennestadt-Saalhausen begonnen. Grundgedanke des Projekts waren die weitmögliche Automatisierung der einzelnen Montageschritte mit einem optimalen, auftragsbezogenen Materialfluss auf Basis eines modernen Supply-Chain-Managements. Bei diesem und allen weiteren Projekten im Rahmen der Werkstrukturplanung wird externe Expertise durch den Erfahrungsschatz der Mitarbeiter ergänzt. Auf diesem Weg entstand ein zentrales, automatisiertes Handling-System, dass alle schweren Teile automatisch an den richtigen Platz bringt, wodurch die hohe körperliche Belastung für die Mitarbeiter entfällt. Auch an den Abläufen, der Lagerhaltung, dem Materialfluss und den Arbeitswegen wurden wesentliche Veränderungen vorgenommen, so dass der gesamte Montageprozess bei gleichbleibend hoher Qualität insgesamt schneller, effizienter und der Flächenbedarf weitaus geringer geworden ist. Durch die so gewonnene Fläche wird Platz geschaffen, um nach Fertigstellung des neuen Logistikzentrums auch die steuerbaren GRUNDODRILL-Bohrlafetten und die GRUNDOBURST-Maschinen für die Rohrerneuerung ab Anfang 2018 an diesem Standort fertigen zu können. Diese Zentralisierung führt zu einem schnelleren Produktionsdurchlauf und bedeutet für die Kunden kürzere Lieferzeiten.

Logistik erster Klasse

Das neue Logistikzentrum wird neben der bestehenden Produktionshalle an der Winterberger Straße in Lennestadt-Saalhausen errichtet. Von dort aus wird zukünftig sowohl der interne Materialfluss und als auch der externe Lieferprozess zentral erfolgen. Der Neubau besteht aus zwei Gebäudeteilen für Lager und Versand mit insgesamt rund 4.500 m² überbauter Nutzfläche. In der Versandhalle können bis zu sechs LKWs gleichzeitig be- und entladen werden. Eine stützenfreie Konstruktion trägt das Obergeschoss mit modern ausgestatteten Büro- und Sozialräumen. Das Hochregallager für Material und Ersatzteile verfügt über eine Lagerfläche von rund 4.000 m². Über ein Kanban-System wird sichergestellt, dass alle notwendigen Materialien für den Bau der NODIG-Maschinen stets in der benötigten Menge vorhanden sind. Das Logistikzentrum wird baulich mit der Montagehalle verbunden, so dass ein reibungsloser, schneller Produktionskreislauf von der Anlieferung des Materials über die Montage und Qualitätskontrolle der NODIG-Maschinen und Zubehörteile bis zur Auslieferung an den Kunden gewährleistet ist. Dieser erhält in kürzester Zeit ein fehlerfreies und zuverlässiges Produkt und kann es so schnell wie möglich gewinnbringend einsetzen. Architektonisch orientiert sich der Neubau am TRACTO-TECHNIK-Design. Die silbergraue Außenfläche wird durch blaue Elemente und große Fensterflächen unterbrochen, die für ausreichend Tageslicht sorgen und den 128 m langen Stahlbetonbau modern und gefällig wirken lassen. Der Schallschutz entspricht dem neuesten Standard. Durch maximale Automatisierung und Digitalisierung der Prozesse entsteht in Lennestadt-Saalhausen eine hochmoderne NODIG-Produktionsstätte mit nach neuesten ergonomischen Erkenntnissen gestalteten Arbeitsplätzen, sowie synchronisierter, schneller Produktion und Logistik „Just-in-Sequence“. Die größtmögliche Digitalisierung hat nicht nur positive Auswirkung auf das Herstellungsverfahren. Sie ist vielmehr ein zentraler Faktor der gesamten Wachstumsstrategie, der alle Prozesse im Unternehmen effizienter macht. „Die Digitalisierung ist ein Schlüsselbaustein, mit dem wir TRACTO-TECHNIK fit für die Zukunft machen. Sie ermöglicht es uns, unseren Kunden noch innovativere Produkte und herausragende Dienstleistungen anzubieten. Denn unsere Kunden sind und bleiben unsere wichtigsten Treiber.“, so TRACTO-TECHNIK-Inhaber Wolfgang Schmidt.

Bündelung von Forschung und Entwicklung

Der konsequente Fokus auf Kunden und Märkte auf Basis des vorhandenen Firmenwissens war auch der Grund für die Entscheidung der Unternehmensleitung, nicht nur umfangreich in Produktion und Logistik sondern auch in Forschung und Entwicklung zu investieren. Das neue Technologiezentrum in Lennestadt-Langenei bildet durch die Zusammenlegung der verschiedenen Konstruktionsbereiche für Rohrverlegung und Rohrerneuerung die zukünftige Innovationszentrale des Unternehmens. Auf 550 m² Nutzfläche haben Ingenieure und Entwickler viel Raum für Ideenfindung und kreativen Austausch, um die NODIG-Systeme noch innovativer, wettbewerbsfähiger und damit ertragreicher für die Anwender zu machen.

Baubeginn bereits erfolgt

Der Neubau des Technologiezentrums in Lennestadt-Langenei hat bereits Anfang dieses Jahres begonnen. Am 17. März 2017 starteten auch die Bauarbeiten für das Logistikzentrum in Lennestadt-Saalhausen mit dem offiziellen Spatenstich durch die Geschäftsleitung der TRACTO-TECHNIK, den Bürgermeister der Stadt Lennestadt und die weiteren Projektbeteiligten. Mit Beginn des Jahres 2018 werden alle neuen Einrichtungen in Betrieb genommen. Diese umfangreichen Investitionen sind für die TRACTO-TECHNIK der entscheidende Schritt, um mit innovativer grabenloser Technik, die begeistert und herausragendem Service für die Kunden langfristig international erfolgreich zu sein.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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