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Änderung des CO2-Speicherungsgesetzes: DVGW-Statement zum Referentenentwurf

Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) hat am 4. Juli ein Statement veröffentlicht. In diesem bezieht er Position zum Referentenentwurf zum geplanten Gesetz zur Änderung des CO2-Speicherungsgesetzes. Ein Originalbeitrag des DVGW.

von | 10.07.25

Prof. Dr. Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender des DVGW
Foto: DVGW
Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.

Frühzeitig die Weichen für die CO2-Infrastruktur stellen

Berlin, 4. Juli 2025 – „Es ist gut, dass die Bundesregierung die CO2-Infrastruktur mit dem zukünftigen CO2-Speicher- und Transportgesetz politisch höherstufen und ins überragende öffentliche Interesse stellen will. Ein ambitionierter Ausbau der CO2-Infrastruktur schafft die Grundlage für ein funktionierendes Carbon Management in Deutschland, das zugleich wie ein Katalysator für den Wasserstoffhochlauf wirkt. CO2-Transportleitungen und Speicher sind die Voraussetzung für Emissionsminderungen im produzierenden Gewerbe, eine CO2-Kreislaufwirtschaft sowie für Produktionskapazitäten für blauen Wasserstoff in Deutschland, ohne die die Klimaziele in Deutschland nicht zu erreichen wären“, erklärt Prof. Dr. Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) anlässlich der heutigen Verbändeanhörung zum Referentenentwurf. Er betont: „Carbon Capture schafft eine Lösung in der Zementfabrik, bei der Abfallverbrennung oder anderorts, wo unvermeidbare Kohlendioxidemissionen anfallen. Zudem kann man kohlenstoffarmen Wasserstoff herstellen, der in anderen Industriebetrieben zur Emissionsminderung genutzt werden kann und zukünftig der ‚destination fuel‘ der neuen H2-ready Gaskraftwerke sein wird.“

Bis zum Jahr 2040 müssen in Deutschland jährlich rund 35 Millionen Tonnen schwer vermeidbarer CO2-Emissionen aus der Industrie und Abfallwirtschaft transportiert und dauerhaft gespeichert werden. Dieser Bedarf steigt bis 2045 auf etwa 45 Millionen Tonnen pro Jahr an. Hinzu kommt der grenzüberschreitende CO2-Transit: Ab 2035 wird mit zusätzlichen 15 bis 20 Millionen Tonnen CO2 jährlich gerechnet, die aus Österreich, der Schweiz und Frankreich über Deutschland in nordeuropäische Speicherregionen transportiert werden müssen. Deutschland übernimmt damit eine zentrale Rolle im entstehenden europäischen CO2-Transportnetz ein. Der Aufbau eines leistungsfähigenund zukunftsfähigen CO2-Leitungsnetzes in Deutschland muss daher sowohl den nationalen als auch den europäischen Transitverkehr frühzeitig berücksichtigen.

Der DVGW hat ein Technisches Regelwerk für den Transport von CO2 entwickelt. Darüber hinaus wirkt er im Europäischen Komitee für Normung (CEN) bei einer Harmonisierung von Regeln und Normen mit. „Die erforderlichen Technologien sind verfügbar – jetzt müssen Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und Finanzierung auf die Agenda“, fordert Gerald Linke. „Das dürfte gelingen“, so Linke, „da die CO2-Infrastruktur deutlich geringer als das Wasserstoffnetz ausfallen wird und ihm auch zeitlich versetzt folgen sollte. Denn bei aller Bedeutung der Thematik sollte die Vermeidung von Emissionen im Energiesektor – etwa durch den direkten Einsatz von Wasserstoff – immer Vorrang gegenüber einer Entsorgung haben.”

Weitere Informationen:
Der DVGW bringt in einer Stellungnahme zentrale Forderungen in die heutige Verbände-Anhörung ein.

(Quelle: DVGW)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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