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Amiblu beendet Produktion am Standort Trollenhagen

Amiblu, Anbieter von Rohrsystemlösungen für Infrastrukturprojekte in Europa, wird die Produktion am Standort Trollenhagen in Mecklenburg-Vorpommern schrittweise einstellen. Auch das polnische Werk in Danzig sei davon betroffen. Dies teilte das Unternehmen am 5. November mit.

von | 21.11.25

Amiblu-Standort Trollenhagen (Mecklenburg-Vorpommern)
Quelle: Amiblu

Die Maßnahme sei „Teil einer strategischen Konsolidierung und Optimierung der europäischen Fertigungsstruktur“, so das Unternehmen. Ziel sei es, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und die Produktionsstandorte an die aktuelle Marktsituation anzupassen.

Eine umfassende Marktanalyse der österreichischen Holding kam zum Ergebnis, dass das Wachstumspotenzial von Amiblu in Europa begrenzt ist. Im Rahmen der Restrukturierung ist vorgesehen, künftig in jedem europäischen Land, in dem Amiblu tätig ist, nur noch einen Produktionsstandort zu betreiben.

Zur Steigerung der operativen Effizienz und einer besseren Ressourcennutzung in Deutschland plant das Unternehmen, den Betrieb am Standort Trollenhagen bis spätestens Ende des ersten Quartals 2026 teilweise stillzulegen. Teile der Verwaltung sollen von dieser Entscheidung unberührt bleiben. Der zweite deutsche Standort in Döbeln (Mittelsachsen) soll weiterhin bestehen bleiben.

Interne Gespräche bereits seit Anfang November

Bereits am 5. November haben Gespräche mit dem Betriebsrat begonnen, wie das Unternehmen informiert. Ziel ist es, gemeinsam Lösungen für die rund 90 betroffenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Standort Trollenhagen zu entwickeln und mögliche wirtschaftliche Nachteile abzufedern.

Nach Angaben von Mario Frieben, Geschäftsführer von Amiblu Deutschland, steht die Maßnahme im Zusammenhang mit den aktuellen Veränderungen der europäischen Märkte. Das Unternehmen sehe sich zunehmendem Wettbewerbsdruck durch Anbieter aus Ländern mit niedrigeren Arbeitskosten und weniger Regulierung gegenüber. Es müsse entsprechende strukturelle Anpassungen vornehmen, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Gleichzeitig bekräftigte die Geschäftsführung die Verantwortung gegenüber den Beschäftigten. Frieben kündigte an, den Dialog mit dem Betriebsrat vertrauensvoll fortzusetzen.

Für Kunden von Amiblu sollen sich laut Unternehmensangaben keine Veränderungen ergeben. Produktqualität, Kapazitäten und Liefertreue sollen im vollen Umfang erhalten bleiben.

(Quelle: Amiblu)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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