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Andritz eröffnet Elektrolyseur-Gigafactory

Der internationale Technologiekonzern  Andritz hat am 4. Juni seine neue Elektrolyseur-Gigafactory in Erfurt, Deutschland, im Beisein von Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt eröffnet. Die neue Anlage hat eine anfängliche Produktionskapazität von etwa einem Gigawatt – dies entspricht etwa 160 bis 200 Elektrolyseuren pro Jahr. Die Produktionsanlage im Gigawatt-Maßstab soll künftig Europas wachsenden Markt für grünen Wasserstoff beliefern.

von | 10.06.25

Joachim Schönbeck, Vorstandsvorsitzender von Andritz (re.) und Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt vor einem der Elektrolyse-Stacks am Standort von Andritz in Erfurt
Bild: Andritz

Am Standort werden bereits seit März dieses Jahres Schlüsselkomponenten für die Erzeugung von grünem Wasserstoff hergestellt, darunter Elektrolyse-Stacks und Phasenseparatoren, die im Anschluss einem Drucktest und einer Qualitätskontrolle unterzogen werden. Je nach Kundennachfrage lässt sich die Ausbringung flexibel hochskalieren.
Ministerpräsident Mario Voigt erklärte anlässlich der Eröffnung:

„Die Entscheidung von Andritz für Erfurt ist vorausschauend: Der Standort überzeugt mit Infrastruktur, Fachkräften und einem starken industriellen Umfeld. Dieses Projekt ist ein klares Signal für Wertschöpfung und Zukunftssicherheit in Thüringen. Als ‚Grünes Herz Deutschlands‘ bietet unser Freistaat beste Voraussetzungen für industrielle Innovation. Wasserstoff ist dabei mehr als ein Energieträger – er ist Speicher und ein Katalysator für industrielle Erneuerung. Als eine der ersten Einrichtungen dieser Art in Thüringen und eine der großen Produktionsstandorte von Elektrolyseuren in Deutschland unterstreicht die neue Gigafactory die Rolle von ANDRITZ bei der Entwicklung einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft in Europa.“

Neue Technologie – traditionsreicher Standort

Die neue Gigafactory befindet sich an einem Standort mit langjähriger Tradition in der industriellen Fertigung, an dem Andritz Schuler seit vielen Jahren Pressen herstellt. Rund 350 Menschen arbeiten derzeit in Erfurt, knapp 100 werden künftig in der Elektrolyseur-Gigafactory beschäftigt sein. Die vorhandene Infrastruktur bietet eine solide Grundlage für die effiziente Produktion und den Transport der Elektrolyseure.

„Mit dieser Gigafactory unterstützen wir nicht nur unsere Kunden dabei, die grüne Transformation zu bewältigen, sondern kommen auch unserem Ziel näher, ein führender Anbieter innovativer, wirtschaftlich tragfähiger Lösungen dafür zu sein“, sagte Andritz-Vorstandsvorsitzender Dr. Joachim Schönbeck. „An unserem Standort in Erfurt profitieren wir von der vorhandenen Infrastruktur, und blicken auf über 125 Jahre Kompetenz im Schwermaschinenbau zurück. Damit haben wir beste Voraussetzungen für die Produktion von Elektrolyseuren in großem Maßstab.“

Erfurt liegt strategisch günstig im Herzen Europas und bietet direkten Zugang zu wichtigen Verkehrsnetzen. Die Nähe zu zentralen Verkehrsadern ermöglicht eine sichere und pünktliche Lieferung zu Projektstandorten auf dem gesamten Kontinent, so dass Kunden nicht nur von hochwertiger Technologie, sondern auch von logistischer Effizienz profitieren.

Die Elektrolyseure basieren auf der neuesten Technologie des Andritz-Partners HydrogenPro. Die ersten in der Anlage gefertigten Elektrolyseure sind für die wegweisende 100-MW-Wasserstoffanlage der Salzgitter AG zur CO2-armen Stahlproduktion bestimmt. Alle in Erfurt hergestellten Produkte für grünen Wasserstoff sind CE-zertifiziert und erfüllen die europäischen Sicherheits- und Leistungsstandards.

(Quelle: Andritz)


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  • Ein Erfahrungsbericht für Aufbau und Inbetriebnahme des Wasserstoffkernnetzes – der Weg zur Umstellungsleitung
  • Über die Hindernisse und Herausforderungen bei Umstellungsvorhaben nach DVGW G 409 von Erdgas auf den Betrieb mit Wasserstoff
  • Sicherheit von Wasserstoffleitungen: Herausforderungen und Maßnahmen
  • Wasserstoff-Kolbenverdichter zur Einspeisung und zum Transport in Pipelines – Stand der Technik
  • Ein Update: Rechtsprechung und Infrastrukturausbau

 

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