Generic filters
FS Logoi

Avacon stärkt digitale Energienetze: Grundsteinlegung für neues Netzdatencenter

Mit einer traditionellen Grundsteinlegung feierte das Energieunternehmen Avacon am 16. August 2022 die Entstehung eines hochmodernen Neubaus: Auf einer Fläche von rund 1.000 Quadratmetern errichtet Avacon auf seinem Betriebsgelände in Salzgitter-Watenstedt ein neues Netzdatencenter. Nach einer Bauzeit von nur elf Monaten ist die Inbetriebnahme für Juni kommenden Jahres geplant. Das neu entstehende Netzdatencenter ist für […]

von | 24.08.22

Mit einer traditionellen Grundsteinlegung feierte das Energieunternehmen Avacon am 16. August 2022 die Entstehung eines hochmodernen Neubaus: Auf einer Fläche von rund 1.000 Quadratmetern errichtet Avacon auf seinem Betriebsgelände in Salzgitter-Watenstedt ein neues Netzdatencenter. Nach einer Bauzeit von nur elf Monaten ist die Inbetriebnahme für Juni kommenden Jahres geplant.

Das neu entstehende Netzdatencenter ist für Avacon ein weiterer wichtiger Baustein in der Entwicklung digitaler und damit „smarter“ Energienetze. „Digitale Energienetze sind das Rückgrat der Energiewelt von morgen: Sie sorgen für den notwendigen Datenaustausch zwischen Kunden, Energieversorgern und -produzenten“, erklärte Marten Bunnemann die Bedeutung der neuen digitalen Infrastruktur, die in Salzgitter entstehen soll. „Nur mit digital verbundenen Energienetzen können wir Erneuerbare Energien vor Ort effizienter nutzen, die Elektromobilität schneller voranbringen und die Transformation der Wärmeversorgung ermöglichen. Und nur mit digitalen Energienetzen können wir uns schneller unabhängiger von fossilen Brennstoffen und Energieimporten machen“, ergänzte er.

Auch Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel betonte: „Angesichts der aktuellen Entwicklungen müssen wir das Tempo beim Ausbau Erneuerbarer Energien deutlich erhöhen. Digitale Energienetze erleichtern die Integration Erneuerbarer Energien und helfen auch, unsere städtischen Klimaziele zu erreichen. Sie sind damit ein wichtiger Schritt auf dem Weg in eine nachhaltige Energiezukunft. Ich freue mich daher, dass wir hier in Salzgitter einen weiteren wichtigen Beitrag zur Beschleunigung der Energiewende leisten.“

Von der Netzleitstelle aus werden nicht nur mehr als 85.000 km Strom- und Gasnetze von der Nordseeküste bis Südhessen, von der niederländischen Grenze bis an die Grenze Brandenburgs gesteuert. Auch über 20 GW Einspeiseleistung von Erneuerbaren Energieanlagen, die unmittelbar und mittelbar in das Avacon-Netz einspeisen, werden von hier aus überwacht und gesteuert. Das sind mehr als 20 % der Einspeiseleistung aus Erneuerbaren Energieanlagen in ganz Deutschland. Durch die Digitalisierung der Energiewende entstehen hohe Anforderungen an die Automatisierung der Steuerungsprozesse. Diese wiederum lassen Datenvolumen und benötigte Rechenleistung exponentiell ansteigen.

Der zunehmende Datenaustausch in den Energienetzen führt zu einem erheblich steigenden Bedarf an zusätzlicher Steuerungs- und Überwachungstechnik und daraus folgend Rechenkapazitäten: In dem neuen Netzdatencenter werden künftig riesige Datenmengen verarbeitet: 120 sogenannte virtuelle Maschinen mit einem Datenspeichervolumen von mehr als 900 Terrabyte werden ab 2023 die Netzdaten der Strom- und Gasnetze steuern und überwachen.

Bei Virtuellen Maschinen handelt es sich um Computerdateien, die auf einem physischen Rechner ausgeführt werden, aber als separate Computersysteme agieren. Gegenüber physischen Rechnern bieten sie Vorteile, wie geringere Investitions- und Betriebskosten, minimale Ausfallzeiten, einfachere Wartung und Erweiterungsmöglichkeiten. Für die schnelle, bis zu 40GB/s, Daten-Verbindung sorgen Glasfaserleitungen. Rund 3.800 m Glasfaserkabel werden hierfür im Gebäude verbaut.

(Quelle: Avacon)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

V.l.: Frank Klingebiel, Oberbürgermeister Stadt Salzgitter, Franziska Bremer-Grove, Projektleiterin Avacon Netz GmbH, Marten Bunnemann, CEO Avacon AG

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Talsperren bewahren die Ruhr vor dem Trockenfallen
Talsperren bewahren die Ruhr vor dem Trockenfallen

Im Einzugsgebiet der Ruhr sind im Juli nur 22 Millimeter Niederschlag gefallen, 77 Prozent weniger als üblich, wie der Ruhrverband am 7. August mitgeteilt hat. Ohne den Ausgleich durch das Talsperrensystem wäre der Fluss am Pegel Villigst bei Schwerte an 18 von 31 Tagen streckenweise trockengefallen.

mehr lesen
Wärmewende: Studie bestätigt Rolle von Wärmepumpen und Wärmenetzen
Wärmewende: Studie bestätigt Rolle von Wärmepumpen und Wärmenetzen

Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE und Öko-Institut haben die zweite Ausgabe ihrer Studie zur kommunalen Wärmeplanung vorgelegt. Darin haben sie die Ergebnisse aus rund 380 Wärmeplänen von etwa 940 Kommunen ausgewertet. Die Untersuchung bestätigt, dass Wärmepumpen und Wärmenetze die tragenden Säulen der künftigen Wärmeversorgung in Deutschland bilden, zeigt jedoch weiterhin Lücken bei den Annahmen zu Gebäudesanierung, Biomasseeinsatz und industrieller Prozesswärme.

mehr lesen
Behörde benennt Prüfstelle für Niederschlagswasser an Bahnanlagen
Behörde benennt Prüfstelle für Niederschlagswasser an Bahnanlagen

Das Eisenbahn-Bundesamt hat das IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur als Prüfstelle für dezentrale Niederschlagswasserbehandlungsanlagen an Bahnanlagen benannt, wie das Institut am 5. August mitgeteilt hat. Hersteller können die Reinigungsleistung ihrer Systeme damit künftig für den Einsatz an Gleisanlagen nachweisen lassen, wo neben Schwermetallen auch Herbizide im Abfluss auftreten können.

mehr lesen
CO2-Bilanzierungsregeln bestimmen Wirtschaftlichkeit von Elektrolyseanlagen
CO2-Bilanzierungsregeln bestimmen Wirtschaftlichkeit von Elektrolyseanlagen

Forschende der Universität Mannheim haben berechnet, wie sich CO₂-Bilanzierungsregeln auf die Wirtschaftlichkeit von Power-to-Gas-Anlagen auswirken. Die im Nature Communications veröffentlichte Studie nimmt dabei die Perspektive gewinnorientierter Unternehmen ein. Die Ergebnisse zeigen: Strenge Regeln bieten ausreichende Investitionsanreize bei Renditen von 8 bis 15 Prozent, garantieren aber keinen kohlenstoffarmen Wasserstoff. Weniger strenge Regeln erhöhen die Renditen auf bis zu 23 Prozent.

mehr lesen
WONKa: Bundesnetzagentur ordnet Wasserstoffnetzkosten und Kapitalverzinsung neu
WONKa: Bundesnetzagentur ordnet Wasserstoffnetzkosten und Kapitalverzinsung neu

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 29. Juli ein Verfahren zur Neuregelung der Netzkosten und der Kapitalverzinsung für Wasserstoffnetze eingeleitet. Die „Festlegung für einen Wasserstoff-Ordnungsrahmen zu den Netzkosten und Methoden der Kapitalverzinsung” (WONKa) löst die bisherige „Verordnung über die Kosten und Entgelte für den Zugang zu Wasserstoffnetzen“ (WasserstoffNEV) ab und soll eine Regelungslücke bei den Zinssätzen für die Kapitalverzinsung schließen. Sie soll für die Kostengenehmigungsverfahren ab dem Jahr 2028 in Kraft treten. Ein Konsultationsentwurf ist für Dezember angekündigt.

mehr lesen

Publikationen zum Thema