Mit dem Projekt H2Dahoam ist erstmals ein Wasserstoffnetz in Deutschland in den Regelbetrieb übergegangen. Im oberbayerischen Hohenwart soll das Netz mehrere Privathaushalte und einen Gewerbebetrieb über eine bestehende Gasinfrastruktur mit 100 Prozent Wasserstoff versorgen.
Neben Vaillant Deutschland sind an diesem Vorhaben auch der Gasverteilnetzbetreiber Energienetze Bayern GmbH & Co. KG und der Energiedienstleister Energie Südbayern GmbH beteiligt.
H2Dahoam basiert auf H2Direkt
Das Projekt knüpft an das Forschungs- und Pilotprojekt H2Direkt an, das in den letzten zwei Jahren die technische Machbarkeit einer Wasserstoffversorgung im Gebäudebestand unter realen Bedingungen gezeigt hat. Über zwei Heizperioden hinweg wurden dabei Prototypen von Wasserstoffheizgeräten mit Erfolg getestet.
H2Direkt ist Teil des Leitprojekts TransHyDE. Dies ist eines von drei Wasserstoff-Leitprojekten des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Im Rahmen von TransHyDE werden Technologien für den Transport sowie die Speicherung von Wasserstoff weiterentwickelt und getestet.
H₂-Betrieb durch Umrüstkits möglich
Im Mai wurden die Feldtestgeräte aus der Pilotphase durch Serien-Brennwertgeräte des Typs ecoTEC plus VC von Vaillant Deutschland ersetzt und somit gilt der Übergang in den Regelbetrieb als vollzogen. Die Geräte können durch Umrüstkits mit 100 Prozent Wasserstoff betrieben werden.
Die Umrüstkits bestehen aus gasdurchströmten Bauteilen und Regelungselementen. Der Umbau des Brennwertgeräts mit dem Kit weist laut Unternehmensangaben den Zeitbedarf einer normalen Wartung auf.
Elektrolyseur soll ab 2027 Wasserstoff erzeugen
Aktuell wird der Wasserstoff noch über mobile Trailer angeliefert. Aber ab 2027 soll ein Elektrolyseur den Wasserstoff direkt vor Ort erzeugen. Geplant sind außerdem ein Wasserstoffspeicher und ein schrittweiser Ausbau des Netzes.
(Quelle: Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG/2026)






