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Biomethan-Einspeisung: BDEW legt Lösungsvorschlag vor

Mit seinem am 11. August veröffentlichten Positionspapier legt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) Vorschläge für eine effiziente und für die Beteiligten tragfähige Lösung bei der Einspeisung von Biomethan ins Gasnetz vor.

von | 12.08.25

BDEW-Hauptgeschäftsführung Kerstin Andreae
Foto: ©Thomas Imo Photothek/BDEW
BDEW

Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, erklärt dazu:

„Biomethan ist ein erneuerbarer Energieträger, der eine zentrale Rolle für das Erreichen der Klimaziele spielt. Es ist wetterunabhängig einsetzbar und – ähnlich wie Erdgas – speicherbar, wodurch es flexibel und auch saisonal genutzt werden kann. Allerdings ist der Netzanschluss von Biomethananlagen häufig mit hohen Kosten verbunden. Zudem kann er in ein Spannungsverhältnis zur Transformation des Gasnetzes und zur wirtschaftlichen Effizienz des Netzbetriebs geraten.
Aus diesem Spannungsfeld zwischen dem Wunsch, mehr Biomethan ins Netz einzuspeisen, und den Anforderungen einer wirtschaftlich sinnvollen und zukunftsfähigen Gasnetzplanung ergibt sich ein klarer Handlungsbedarf.

Die bestehenden gesetzlichen Regelungen für den Netzanschluss von Biogasaufbereitungsanlagen müssen vor dem Hintergrund der Gasnetz-Transformation überarbeitet und an die neuen Herausforderungen angepasst werden.
Als gemeinsame Stimme der Branche über alle Wertschöpfungsstufen hinweg hat der BDEW einen tragfähigen Vorschlag vorgelegt, der die Interessen von Anlagenbetreibern, Netzbetreibern und Klimaschutz in Einklang bringt. Damit liefern wir eine praxisnahe Antwort auf die Herausforderungen der Gasnetztransformation.

Zentrales Element ist eine Methodik zur Ermittlung eines Schwellenwerts für wirtschaftlich effiziente Netzanschlüsse. Wirtschaftliche Effizienz bedeutet in diesem Zusammenhang, die Kosten für die Einspeisung und Aufbereitung von Biogas möglichst gering zu halten. Ergänzend zeigt der Vorschlag Maßnahmen auf, mit denen Betreiber von Biomethananlagen die wirtschaftliche Effizienz ihres Anschlusses steigern können, um unterhalb des Schwellenwerts zu bleiben. Sollte dieser trotz Anwendung der Effizienzmaßnahmen überschritten werden, ist vorgesehen, dass die Anlagenbetreiber die darüberhinausgehenden Kosten selbst tragen.

Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, dass die Option der Fortführung der Vor-Ort-Verstromung als wirtschaftliche Alternative erhalten bleibt – oder dass eine parallele bzw. wechselnde Nutzung von Verstromung und Einspeisung ermöglicht wird.“

Zum BDEW-Positionspapier

 

(Quelle: BDEW)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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