An dem Treffen nehmen u.a. Bernhard Kluttig, Abteilungsleiter für Sicherheit, Gas und Wasserstoff, Beteiligungen im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, und Tomáš Ehler, Abteilungsleiter im Tschechischen Ministerium für Industrie und Handel, teil. Ziel der neuen Arbeitsgruppe ist eine engere Abstimmung bei grenzüberschreitenden Wasserstoffprojekten, insbesondere beim geplanten Czech-German Hydrogen Interconnector (CGHI).
Bernhard Kluttig, Abteilungsleiter im Bundeswirtschaftsministerium: „Eine verlässliche Wasserstoffinfrastruktur endet nicht an der Landesgrenze. Mit dieser Arbeitsgruppe legen wir den Grundstein für eine starke, gemeinsame Energiezukunft in Mitteleuropa – vernetzt, kosteneffizient und klimaneutral.“
Tomáš Ehler, Abteilungsleiter im Tschechischen Ministerium für Industrie und Handel: „Wasserstoffimporte aus Deutschland können einen bedeutenden Beitrag zur Dekarbonisierung der tschechischen Chemieindustrie und anderer Sektoren leisten. Die geplante Vernetzung der tschechischen und deutschen Wasserstoffnetze stellt einen entscheidenden Schritt zur Anbindung wichtiger europäischer Wasserstoffkorridore dar.“
Das CGHI-Projekt sieht die Umrüstung bestehender Erdgasleitungen zu Wasserstoffpipelines vor, die den bidirektionalen Transport ermöglichen. Es ist ein Schlüsselvorhaben zur Verbindung der nationalen Wasserstoffnetze beider Länder und zur Stärkung des geplanten deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. Gleichzeitig schafft es die Voraussetzungen für künftige Wasserstoffimporte nach Tschechien.
Grundlage der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit ist die am 25. April 2025 unterzeichnete gemeinsame Deutsch-Tschechische Absichtserklärung zur Wasserstoffinfrastruktur, in der beide Länder ihr Engagement für einen koordinierten Aufbau einer leistungsfähigen und sicheren Wasserstoffinfrastruktur in Mitteleuropa bekräftigten.
Die neue Arbeitsgruppe bringt neben den Ministerien auch die nationalen Regulierungsbehörden sowie die Netzbetreiber GASCADE, Open Grid Europe, NaTran und NET4GAS an einen Tisch. Sie wird den Informationsaustausch vertiefen, gemeinsame Planungen vorantreiben und so konkrete Beiträge zum Aufbau eines integrierten europäischen Wasserstoffmarkts leisten. Deutschland und Tschechien setzen damit ein starkes Zeichen für eine eng verzahnte Wasserstoffstrategie in Europa – mit Fokus auf Versorgungssicherheit, wirtschaftliche Effizienz und technologische Souveränität.
(Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)









