Generic filters
FS Logoi

enercity treibt Wärmewende im Norden durch klimafreundliche Abwärme konsequent voran

Die enercity AG bereitet über ihre 100-prozentige Tochtergesellschaft Danpower den Erwerb der thermischen Abfallverwertung in Rostock vor. Die Anlage, bislang im Besitz der Vattenfall Europe New Energy GmbH, soll noch in diesem Jahr an die Danpower mit Sitz in Potsdam übergehen.

von | 25.08.25

Bild: Vattenfall

„Als Frontrunner treiben wir die Energie- und Wärmewende technologieoffen voran – von innovativen Projekten mit Geothermie bis hin zur konsequenten Nutzung von klimafreundlichen Abwärmepotenzialen“, sagt Aurélie Alemany, Vorstandsvorsitzende der enercity AG. „Nach Hannover, Hamburg und Bremen freuen wir uns, in Rostock das nächste Großprojekt zur Wärmewende starten zu können.”

Die ohnehin anfallende, unvermeidbare Abwärme der Anlage wird für die klimafreundliche Strom- und vor allem Wärmeversorgung in der Region genutzt. Die Abfallverwertung Rostock ist seit 2010 in Betrieb und verfügt über eine installierte elektrische Leistung von rund 18 MW sowie eine Wärmeleistung von 86 MW. Jährlich werden rund 175.000 t Abfall energetisch verwertet, was etwa 70 Gigawattstunden Strom und bis zu 160 Gigawattstunden Prozessdampfauskopplung ermöglicht. Die Einspeisung erfolgt in das Stromnetz des Rostocker Hafens, perspektivisch ist auch eine Wärmeauskopplung in das Fernwärmenetz der Stadt mit einem neu zu errichtenden Anschluss möglich.

„Mit dem Erwerb der Anlage in Rostock stärken wir unsere Position als bedeutender Player im Markt für regionale Wärmenetze”, sagt Danpower-Geschäftsführer Sven Schmieder.

Bereits heute betreibt das Unternehmen drei Anlagen in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg. Bundesweit werden jährlich rund 26 Mio. t Abfall in 128 Anlagen verwertet – auch in Zukunft wird ein signifikanter Anteil des Restmülls thermisch verwertet werden müssen. Die Nutzung dabei entstehender unvermeidbarer Abwärme ist daher ressourceneffizient und ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur klimaneutralen Wärmeversorgung.

Die 54 Mitarbeitenden in Rostock werden übernommen. Damit sichert Danpower nicht nur die Arbeitsplätze, sondern auch das Know-how vor Ort. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch Gremien sowie durch das Bundeskartellamt. Die Transaktion soll im Laufe des Jahres 2025 erfolgen.

(Quelle: enercity)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Wirtschaftsfaktor Wasserstoff: Landkreis Emsland ist Vorreiter
Wirtschaftsfaktor Wasserstoff: Landkreis Emsland ist Vorreiter

Der Landkreis Emsland hat seine Zukunft fest im Blick: Gemeinsam mit dem Gasnetzbetreiber Open Grid Europe GmbH (OGE) plante und finalisierte der Landkreis Emsland die regionale Anbindung an die Wasserstofftransportleitung Nordsee-Ruhr-Link III von OGE. Er stellt somit die Anbindung der Region an die zukünftige bundesweite Wasserstofftransportinfrastruktur sicher.

mehr lesen
INES empfiehlt Einrichtung einer strategischen Resilienzreserve
INES empfiehlt Einrichtung einer strategischen Resilienzreserve

Niedrige Speicherfüllstände zu Winterbeginn und neue geopolitische Risiken haben die Verwundbarkeit des deutschen Gassystems offengelegt. Die Initiative Energien Speichern e.V. (INES) spricht sich daher bei der Einrichtung einer strategischen Resilienzreserve für ein Volumen von 78 TWh aus. Ein solches Reservevolumen würde die Versorgungssicherheit nachhaltig stärken, ohne die Marktmechanismen außer Kraft zu setzen.

mehr lesen
Brugg Pipes liefert Spezialrohre für die Luft- und Raumfahrt
Brugg Pipes liefert Spezialrohre für die Luft- und Raumfahrt

Brugg Pipes hat für ein europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen zwei vakuumisolierte Kryo-Rohrleitungen für eine Testinfrastruktur neuartiger Antriebssysteme geliefert. Das Projekt unterstreicht die langjährige Kompetenz des Unternehmens in hochanspruchsvollen Industrie- und Kryoanwendungen.

mehr lesen
Erster Entwurf des Netzentwicklungsplans Gas und Wasserstoff 2025
Erster Entwurf des Netzentwicklungsplans Gas und Wasserstoff 2025

Die Koordinierungsstelle für die integrierte Netzentwicklungsplanung Gas und Wasserstoff (KO.NEP) legt heute den ersten Entwurf des Netzentwicklungsplans (NEP) Gas und Wasserstoff 2025 zur Konsultation vor. Die Planung der Methan- und Wasserstoffinfrastrukturen erfolgte in einem integrierten Prozess, wie ihn das novellierte Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) von 2024 vorsieht.

mehr lesen

Publikationen zum Thema

„Die Energiewende braucht die Wärme“

„Die Energiewende braucht die Wärme“

Autor: Interview mit Prof. Dr. Ingo Weidlich
Themenbereich: Rohrleitungstechnik

Prof. Dr.-Ing. Ingo Weidlich hat an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) die Professur für Technisches Infrastrukturmanagement inne. Er arbeitet im Bereich der ingenieurwissenschaftlichen Forschung und begleitet die Entwicklung von Themen, die ...

Zum Produkt

Zustandserfassung von Fern- und Nahwärmenetzen durch drohnengestützte Thermografie

Zustandserfassung von Fern- und Nahwärmenetzen durch drohnengestützte Thermografie

Autor: Fernwärme-Forschungsinstitut, Hemmingen
Themenbereich: Rohrleitungstechnik

Die Definition einer fundierten Strategie für Instandhaltung und Sanierung im Bereich der leitungsgebundenen Wärmeverteilung mit einer zutreffenden Bestimmung der Nutzungsdauer von Netzabschnitten und damit einer präzisen zeitlichen Festlegung von ...

Zum Produkt

Bestimmung der Wärmeleitfähigkeit von werkmäßig gedämmten Doppelrohren

Bestimmung der Wärmeleitfähigkeit von werkmäßig gedämmten Doppelrohren

Autor: Von Sönke Kraft
Themenbereich: Rohrleitungstechnik

Die messtechnische Bestimmung der Wärmeleitfähigkeit der Wärmedämmung in werkmäßig gedämmten Doppelrohrsystemen scheiterte bislang an der im Vergleich zu Einzelrohrsystemen komplexeren Geometrie der Doppelrohrsysteme. Im Rahmen eines vom ...

Zum Produkt