Generic filters
FS Logoi

Erdgasversorgungsleitung Etzel-Wardenburg-Drohne: erste Rohre bereits verlegt

Der Gasnetzbetreiber Open Grid Europe GmbH (OGE) plant den Bau der 150 km langen Erdgasversorgungsleitung Etzel-Wardenburg-Drohne. Für den Leitungsabschnitt Etzel-Wardenburg (EWA) hat OGE vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie den Planfeststellungsbeschluss und damit die Zulassung erhalten. Die Baumaßnahme startete zeitnah nach Erhalt des Beschlusses im Januar 2025. Die ersten Rohre sind bereits im Erdreich verlegt.

von | 17.03.25

OGE hat für den Leitungsabschnitt Etzel-Wardenburg den Planfeststellungsbeschluss erhalten. Die ersten Kilometer der Pipeline sind bereits verlegt
Bild: OGE

Die Leitung Etzel-Wardenburg-Drohne soll die Versorgung von Deutschland mit Erdgas sichern und schließt an die bereits fertiggestellte Wilhelmshavener-Anbindungsleitung (WAL) an. Sie transportiert zukünftig die Erdgasmengen aus der nördlichen Region. Der Leitungsabschnitt von Etzel nach Wardenburg umfasst 60 km und verläuft weitgehend parallel zu der bestehenden Gasversorgungsleitung Norddeutsche Erdgas-Transversale (NETRA). Die unterirdisch verlaufende Leitung beginnt am Speicher Etzel und endet in der OGE-Verdichterstation Wardenburg. Sie hat einen Rohrdurchmesser von 1200 DN und ist für einen Druck von 100 bar ausgelegt. Die Zulassung des Vorhabens wurde im Planfeststellungsverfahren geprüft, das nun mit dem Planfeststellungsbeschluss abgeschlossen wurde. In diesem Rahmen wurde auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt. OGE hatte die erforderlichen Antragsunterlagen für das Planfeststellungsverfahren der EWA 2023 eingereicht.

Bereits im Oktober 2024 erhielt das Projektteam der EWA die vorzeitige Zulassung für einzelne Baumaßnahmen, worauf die bauvorbereitenden Maßnahmen gestartet wurden. Hierzu gehören u.a. die Einrichtung der Rohrlagerplätze entlang der Trasse, die Vorbereitung der Bau- und Arbeitsstreifen sowie die Errichtung von Sonderbauwerken wie z.B. der Microtunnel am Küstenkanal in Nord- und Südmoslesfehn.

Die Trasse der EWA ist in zwei Bauabschnitte unterteilt. Die Verlegung der zertifizierten Stahlrohre erfolgt zum einen Richtung Süden, beginnend in Etzel in Richtung Wardenburg, und zum anderen Richtung Norden, beginnend in Wardenburg Richtung Etzel. Den Planfeststellungsbeschluss erhielt OGE bereits im Januar 2025. Aktuell sind im sogenannten Vorbau bereits 15 km der Rohre verschweißt. Verlegt, also in die Erde wie geplant abgesenkt, sind Stand 10. März bereits die ersten 5 km der Strecke. OGE plant die Fertigstellung und Inbetriebnahme der EWA für Ende 2025.

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Korrosionsgeschütztes Kanalrohr gewinnt Wärme aus Abwasser
Korrosionsgeschütztes Kanalrohr gewinnt Wärme aus Abwasser

Die Bernhard Müller Betonsteinwerk GmbH hat ein korrosionsgeschütztes Kanalrohr mit integriertem Wärmetauscher auf den Markt gebracht. Das Rohr gewinnt Wärme direkt aus dem durchfließenden Abwasser, ohne den Kanalbetrieb einzuschränken. Städte und Gemeinden erhalten damit eine zusätzliche Option für die kommunale Wärmeplanung.

mehr lesen
Rheinwassertransportleitung erhält Verteilbauwerk am Rhein
Rheinwassertransportleitung erhält Verteilbauwerk am Rhein

Die RWE Power AG hat am 6. Juli mit dem Bau eines Verteilbauwerk für eine Rheinwassertransportleitung in Grevenbroich-Allrath gestartet. Ab 2030 soll das Bauwerk eine Bündelungsleitung vom Rhein mit zwei Trassen zu den künftigen Tagebauseen Hambach und Garzweiler verbinden. So soll Rheinwasser in die beiden Tagebauseen geleitet werden und damit die geplante Flutung der Restlöcher ermöglichen.

mehr lesen
Spatenstich für erste Wasserstoffpipeline im Nordwesten
Spatenstich für erste Wasserstoffpipeline im Nordwesten

Mit dem symbolischen Spatenstich für „H₂Coastlink 1“ startet EWE NETZ den Bau einer 24 Kilometer langen Wasserstoffleitung zwischen Emden und Leer. Sie verbindet künftig den Elektrolyseur in Emden mit dem Wasserstoff-Kernnetz. An die Leitung sollen weitere Leitungen des Wasserstoff-Kernnetzes angeschlossen werden.

mehr lesen
INES-Gas-Szenarien: Marktbedingungen gefährden Wiederbefüllung der Gasspeicher
INES-Gas-Szenarien: Marktbedingungen gefährden Wiederbefüllung der Gasspeicher

Die Initiative Energien Speichern e.V. (INES) hat am 7. Juli ihr aktuelles Juli-Update der Gas-Szenarien veröffentlicht. Die Modellanalysen zeigen: Technisch ist eine Befüllung der deutschen Gasspeicher bis zum 1. November 2026 auf den gebuchten Stand* von 76 % weiterhin möglich. Ob dieses Niveau tatsächlich erreicht wird, hängt jedoch entscheidend von den Marktbedingungen ab. Die derzeitigen Preisentwicklungen setzen kaum Anreize zur Einspeicherung von Gas und gefährden damit die Versorgungssicherheit für den kommenden Winter.

mehr lesen
OOWV: Rekordinvestitionen stärken Infrastruktur im Nordwesten
OOWV: Rekordinvestitionen stärken Infrastruktur im Nordwesten

Erneut kräftig investiert hat der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband im vergangenen Jahr in seine Infrastruktur: 107 Mio. Euro für die Wasserversorgung und 58 Mio. Euro im Bereich der Abwasserbeseitigung. Die Zahlen gehen aus dem Jahresabschluss hervor, den die Verbandsversammlung am 30. Juni beschlossen hat. Gegenüber 2024 entspricht dies nochmals einer leichten Steigerung.

mehr lesen

Publikationen zum Thema