Generic filters
FS Logoi

Erklär-Film soll die Akzeptanz für Kanalbaustellen erhöhen

Eine Gruppe von Abwasserbetrieben im KomNetABWASSER hat gemeinsam mit dem IKT einen Bürger-Informationsfilm über Kanalbaustellen produziert. Die Betriebe wollen damit mehr Verständnis für lästige, aber notwendige Baustellen wecken. Jetzt können auch andere Netzbetreiber den Film für ihre Öffentlichkeitsarbeit erwerben.

von | 08.06.21

Eine Gruppe von Abwasserbetrieben im KomNetABWASSER hat gemeinsam mit dem IKT einen Bürger-Informationsfilm über Kanalbaustellen produziert. Die Betriebe wollen damit mehr Verständnis für lästige, aber notwendige Baustellen wecken. Jetzt können auch andere Netzbetreiber den Film für ihre Öffentlichkeitsarbeit erwerben.

Kanalbaustellen sind oft laut, schmutzig und stehen im Weg rum. Da verwundert es kaum, wenn Anwohner oder Verkehrsteilnehmer genervt reagieren. Doch für eine reibungslose Abwasserbeseitigung sind sie trotz aller modernen grabenlosen Sanierungsmethoden leider unerlässlich, wenn ein Abwasserrohr das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat.

Aber auch bei grundsätzlicher Einsicht verunsichern viele offene Fragen Bürgerinnen und Bürger: Wie lange dauert das? Wie gelangen wir währenddessen zum Haus? Wo parken wir? Wie funktioniert die Müllabfuhr? Kommen Feuerwehr und Rettungswagen im Notfall durch? Ich bekomme doch nächste Woche die neue Waschmaschine geliefert…

Akzeptanz von Kanalbaumaßnahmen erhöhen

Viele dieser und weitere Fragen lassen sich schon im Vorfeld klären, damit sich niemand von den Bauarbeiten überrumpelt fühlt und erst gar kein Unmut entsteht. Um bei Bürgerinnen und Bürgern die Akzeptanz von Kanalbaumaßnahmen zu erhöhen und Verständnis für nötige Arbeiten und mögliche Einschränkungen zu wecken, hat eine Reihe von Abwasserbetrieben aus dem Kreis der Teilnehmer am Kommunalen Netzwerk Abwasser (KomNetABWASSER) gemeinsam mit dem gemeinnützigen IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur einen professionellen Informationsfilm produziert.

Dieser Film greift die wichtigsten Bürgerfragen auf. Eine professionelle Sprecherstimme erklärt leicht verständlich typische Bauabläufe im Kanalbau. Realbildaufnahmen und Animationen von Kanalbaumaßnahmen veranschaulichen die Abläufe und fördern das Verständnis für die Bedeutung der Daseinsvorsorge. Die beteiligten Netzbetreiberbinden den Film auf ihren Websites ein, verbreiten ihn über die Sozialen Medien und zeigen ihn bei Bürgerinformationsveranstaltungen.

Professioneller Erklär-Film

Die Idee, die alles ins Rollen brachte, kam von Dipl.-Ing. Daniela Fiege, Vorstand des Stadtbetrieb Abwasserbeseitigung Lünen SAL. In Gesprächen im Kreis der KomNetABWASSER-Teilnehmer entstand daraus schnell das Projekt, dessen Ergebnis jetzt vorliegt. Fiege ist stolz auf das Erreichte: „Es ist uns innerhalb kurzer Zeit gelungen einen professionellen Erklär-Film zu gestalten, der alle wesentlichen Abläufe und Einschränkungen einer Kanalbaustelle leicht verständlich wiedergibt.“

Paderborn, Herne, Celle, Emsdetten, Burscheid und weitere Netzbetreiber haben ihn schon, den neuen Bürgerinfo-Film über Kanalbaustellen. Jetzt können auch weitere Abwasserbetriebe den Film für ihre Website, Social Media und Infoveranstaltungen erwerben. Intro und Outro werden jeweils individuell angepasst, damit der Film optimal in die Öffentlichkeitsarbeit der Kommune eingebettet werden kann. Dann sind Bürgerinnen und Bürger auf unvermeidbare Baugruben vor der Haustür vorbereitet.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Animierte Szenen fördern das Verständnis: Der Film soll die Akzeptanz von Kanalbaustellen bei Anwohnern und Verkehrsteilnehmern erhöhen. (Quelle: IKT)

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Bilanz nach 25 Jahren: 1.400 Kilometer Druckrohrleitungen saniert
Bilanz nach 25 Jahren: 1.400 Kilometer Druckrohrleitungen saniert

Die Rädlinger primus line GmbH hat innerhalb von 25 Jahren mehr als 1.400 Kilometer Druckrohrleitungen in über 60 Ländern saniert. Aus dem 2001 gegründeten Unternehmen ist ein internationaler Servicepartner für grabenlose Sanierungsverfahren geworden. Rund 1.300 Projekte und 110 Installationspartner belegen diese Entwicklung.

mehr lesen
Talsperren bewahren die Ruhr vor dem Trockenfallen
Talsperren bewahren die Ruhr vor dem Trockenfallen

Im Einzugsgebiet der Ruhr sind im Juli nur 22 Millimeter Niederschlag gefallen, 77 Prozent weniger als üblich, wie der Ruhrverband am 7. August mitgeteilt hat. Ohne den Ausgleich durch das Talsperrensystem wäre der Fluss am Pegel Villigst bei Schwerte an 18 von 31 Tagen streckenweise trockengefallen.

mehr lesen
Wärmewende: Studie bestätigt Rolle von Wärmepumpen und Wärmenetzen
Wärmewende: Studie bestätigt Rolle von Wärmepumpen und Wärmenetzen

Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE und Öko-Institut haben die zweite Ausgabe ihrer Studie zur kommunalen Wärmeplanung vorgelegt. Darin haben sie die Ergebnisse aus rund 380 Wärmeplänen von etwa 940 Kommunen ausgewertet. Die Untersuchung bestätigt, dass Wärmepumpen und Wärmenetze die tragenden Säulen der künftigen Wärmeversorgung in Deutschland bilden, zeigt jedoch weiterhin Lücken bei den Annahmen zu Gebäudesanierung, Biomasseeinsatz und industrieller Prozesswärme.

mehr lesen
Behörde benennt Prüfstelle für Niederschlagswasser an Bahnanlagen
Behörde benennt Prüfstelle für Niederschlagswasser an Bahnanlagen

Das Eisenbahn-Bundesamt hat das IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur als Prüfstelle für dezentrale Niederschlagswasserbehandlungsanlagen an Bahnanlagen benannt, wie das Institut am 5. August mitgeteilt hat. Hersteller können die Reinigungsleistung ihrer Systeme damit künftig für den Einsatz an Gleisanlagen nachweisen lassen, wo neben Schwermetallen auch Herbizide im Abfluss auftreten können.

mehr lesen
CO2-Bilanzierungsregeln bestimmen Wirtschaftlichkeit von Elektrolyseanlagen
CO2-Bilanzierungsregeln bestimmen Wirtschaftlichkeit von Elektrolyseanlagen

Forschende der Universität Mannheim haben berechnet, wie sich CO₂-Bilanzierungsregeln auf die Wirtschaftlichkeit von Power-to-Gas-Anlagen auswirken. Die im Nature Communications veröffentlichte Studie nimmt dabei die Perspektive gewinnorientierter Unternehmen ein. Die Ergebnisse zeigen: Strenge Regeln bieten ausreichende Investitionsanreize bei Renditen von 8 bis 15 Prozent, garantieren aber keinen kohlenstoffarmen Wasserstoff. Weniger strenge Regeln erhöhen die Renditen auf bis zu 23 Prozent.

mehr lesen

Publikationen zum Thema