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EU verleiht H2-Speicherprojekten PCI-Status

Die Europäische Kommission hat drei geplante Wasserstoffspeichervorhaben des norddeutschen Energieunternehmens EWE in die Liste der europäischen Projects of Common Interest (PCI) aufgenommen. Die Bekanntgabe der formalen Entscheidung erfolgte heute bei den sogenannten PCI-Days in Brüssel und soll die strategische Bedeutung von H2-Speichern für die künftige Energieversorgung Europas unterstreichen.

von | 01.12.25

Pionierarbeit in Rüdersdorf: Mit dem Projekt HyCAVmobil hat EWE die sichere und effiziente Wasserstoffspeicherung unter realen Bedingungen erprobt
© EWE/Nadine Auras

Betroffen sind die Standorte Huntorf (Wesermarsch), Jemgum (Ostfriesland) und Rüdersdorf bei Berlin. Mit dem PCI-Status (Projects of Common Interest) erhalten die EWE-Projekte nicht nur politische Anerkennung, sondern auch Zugang zu beschleunigten Genehmigungs- und Planungsverfahren sowie zu potenziellen EU-Fördermitteln über das Programm Connecting Europe Facility (CEF). Damit können die Vorhaben in eine Phase strukturierterer Projektentwicklung übergehen – auch wenn eine konkrete Investitionsentscheidung bislang aussteht.

EWE-CEO Stefan Dohler wertete den Beschluss als wichtigen Schritt in Richtung eines europäischen Wasserstoffmarktes:

„Der PCI-Status zeigt, dass Europas Wasserstoffhochlauf ohne Speicher nicht gelingen kann. Speicher sichern Industrieprozesse, stabilisieren Netze und schaffen die nötige Flexibilität im Energiesystem. Doch ohne verlässliche Rahmenbedingungen werden Investitionen in Wasserstoffprojekte weiter stocken. Wettbewerbsfähige Strompreise, praxistaugliche Regeln für die Erzeugung von grünem Wasserstoff (RFNBO), damit Elektrolyseure nicht unnötig verteuert werden, und klare Nachfrageimpulse müssen jetzt kommen.“

Zentrale Bausteine des geplanten H2-Kernnetzes

Die drei Speicherstandorte gelten als zentrale Bausteine des EWE-Programms Clean Hydrogen Coastline, das in Nordwestdeutschland die Produktion, Speicherung und den Transport von grünem Wasserstoff verknüpft. In Emden entsteht derzeit eine 320-MW-Elektrolyseanlage, in Huntorf wird eine erste großtechnische Kaverne für die Wasserstoffspeicherung umgerüstet. Die Projekte sollen später Teil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes werden und so zur Integration industrieller Abnehmer in ein europäisches Energiesystem beitragen.

Trotz der Aufwertung durch den PCI-Status bleiben die Projekte in einer frühen Entwicklungsphase. EWE bereitet technische und planerische Schritte vor, betont jedoch, dass der wirtschaftliche Durchbruch erst mit klaren Investitionsanreizen erfolgen könne.

Mit der Aufnahme in die PCI-Liste würdigt die EU-Kommission die geplanten EWE-Speicher als einen Baustein für ein vernetztes und widerstandsfähiges Energiesystem – mit unmittelbaren Vorteilen für Versorgungssicherheit und den Hochlauf der europäischen Wasserstoffwirtschaft.

Weitere Informationen

 

(Quelle: EWE)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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