Generic filters
FS Logoi

Gastransport: Verdichterantrieb erfolgreich mit Wasserstoff getestet

GRTgaz Deutschland, OGE und Solar Turbines haben eine emissionsarme Solar-Gasturbine Titan 130 SoLoNOx als Antriebsmaschine eines Erdgasverdichters mit einer Wasserstoff­beimischung von bis zu 25 % erfolgreich getestet. Diese Gasturbinen werden normalerweise ausschließlich mit dem trans­portierten Erdgas angetrieben. Getestet auf der MEGAL-Verdichterstation Waidhaus Für dieses Projekt haben sich die Fernleitungs­netzbetreiber GRTgaz Deutschland und OGE mit Solar […]

von | 28.02.23

GRTgaz Deutschland, OGE und Solar Turbines haben eine emissionsarme Solar-Gasturbine Titan 130 SoLoNOx als Antriebsmaschine eines Erdgasverdichters mit einer Wasserstoff­beimischung von bis zu 25 % erfolgreich getestet. Diese Gasturbinen werden normalerweise ausschließlich mit dem trans­portierten Erdgas angetrieben.

Getestet auf der MEGAL-Verdichterstation Waidhaus

Für dieses Projekt haben sich die Fernleitungs­netzbetreiber GRTgaz Deutschland und OGE mit Solar Turbines, einem amerikanischen Gasturbinen­hersteller und 100%-igen Tochter­unternehmen von Caterpillar Inc. zusammen­geschlossen. Die Tests fanden auf der Verdichterstation Waidhaus der Mitteleuropäischen Gasleitung (MEGAL) in Bayern statt. Die Gesellschafter der MEGAL sind OGE mit 51 % der Anteile und GRTgaz Deutschland mit 49 %.

Nicolas Delaporte, Geschäftsführer von GRTgaz Deutschland: „Dieser Test ist ein gutes Beispiel, wie wir als Energiewirtschaft gemeinsam und länderübergreifend die wichtigen Themen anpacken und lösen. Ich bin überzeugt, dass wir im Geist dieser internationalen Partnerschaft die Erfolgsgeschichte der MEGAL fortschreiben.“

Die Vorbereitungen für das Projekt begannen vor zwei Jahren mit der Errichtung einer mobilen Misch­anlage von der Größe eines 40 Fuß ISO-Containers und einer temporären Wasserstoffversorgung. Die gesamte Anlage wurde von einem Sachverständigen gemäß den für die öffentliche Energiever­sorgung geltenden Regeln abgenommen und für den Betrieb freigegeben. Die Sicherheit und die Verfügbarkeit der Verdichterstation im laufenden Betrieb durften durch den Test nicht beeinflusst werden.

Die ausschließlich mit grünem Wasserstoff betriebene Gasturbine wurde mit unterschiedlichen H2-Beimischungen unter verschiedenen Lastzuständen intensiv getestet. Dabei zeigten die gemessenen Emissions- und Leistungswerte, dass die Turbine unter Einhaltung der die geforderten Emissionsvor­gaben mit der gleichen verfügbaren Leistung betrieben werden kann. Bei dem mehr als sechs Wochen dauernden Demonstrationsbetrieb wurde die Anlage insgesamt mehr als 200 Stunden mit dem H2-Gemisch gefahren. Der sichere Start der Gasturbine mit dem Brennstoffgemisch konnte ebenfalls nachgewiesen werden.

Dr. Thomas Hüwener, Mitglied der Geschäftsführung der OGE, ordnet das Ergebnis ein: „Das Projekt zeigt den Wunsch und die Fähigkeit, eine Wasserstoffwirtschaft zu etablieren. Dazu bedarf es aber jetzt der richtigen rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen, damit wir den Aufbau in Deutschland auf Basis eines soliden Finanzierungsmodells vorantreiben können.“

(Quelle: OGE)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Wasserstoffmischanlage auf der Verdichterstation MEGAL in Waidhaus (Bayern)

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Reservierte Kapazitäten im Wasserstoff-Kernnetz verdoppeln sich
Reservierte Kapazitäten im Wasserstoff-Kernnetz verdoppeln sich

Die Wasserstoff-Kernnetzbetreiber haben ihr drittes Marktinformationspaket veröffentlicht. Darin haben sie zum Stichtag 23. Juli in den Angebotszonen des Kernnetzes Ein- und Ausspeisekapazitäten von knapp 6 GW zahlungspflichtig reserviert. Das entspricht einer Verdopplung gegenüber der letzten Veröffentlichung vom 13. Mai. Für den Clusterübergangstransport sind zusätzlich 0,6 GW vertraglich gesichert, weitere 0,5 GW befinden sich in Prüfung. Ein mehrstufiger Übernachfrageprozess hat alle Anfragen bedient, die das ursprüngliche Kapazitätsangebot überstiegen haben.

mehr lesen
Anhaltende Trockenheit lässt Wasserkraftzuflüsse in den Alpen einbrechen
Anhaltende Trockenheit lässt Wasserkraftzuflüsse in den Alpen einbrechen

Die Zuflüsse zu Speicherseen und Laufwasserkraftwerken im Alpenraum sind im Juli auf einen historischen Tiefstand gesunken. Das hat eine Analyse des Energieinformationsanbieters Montel ergeben. Ursache ist die anhaltende Trockenperiode in Österreich und der Schweiz, die auch die Wasserkraftproduktion in Deutschland und Frankreich gedrückt hat. Mit einer Erholung rechnen Fachleute frühestens im September.

mehr lesen
Leitungsnetz transportiert ersten Wasserstoff von Lingen zum Chemiepark Marl
Leitungsnetz transportiert ersten Wasserstoff von Lingen zum Chemiepark Marl

Über ein rund 120 Kilometer langes Leitungsnetz ist nun erstmals Wasserstoff aus der RWE-Elektrolyseanlage in Lingen zum Chemiepark in Marl geflossen. Die Fernleitungsnetzbetreiber Nowega und OGE haben die Leitungen gemeinsam mit der Evonik-Tochter SYNEQT für den Transport bereitgestellt. Damit hat einer der ersten fertiggestellten Abschnitte des bundesweiten Wasserstoff-Kernnetzes den Betrieb aufgenommen.

mehr lesen
Talsperrenbetreiber reduziert Wasserabgabe an die Wupper
Talsperrenbetreiber reduziert Wasserabgabe an die Wupper

Der Wupperverband hat die Wasserabgabe aus der Wupper-Talsperre reduziert. Am Pegel Kluserbrücke in Wuppertal fließen ab sofort rund 3.000 Liter Wasser pro Sekunde statt bisher 3.500 Liter. Grund für die Anpassung ist die anhaltende Trockenheit im Wuppergebiet im Wasserwirtschaftsjahr 2026.

mehr lesen
Digitale FachTalks vernetzen Praxis und Wissenschaft der Leitungssanierung
Digitale FachTalks vernetzen Praxis und Wissenschaft der Leitungssanierung

Der Bundesverband grabenlose Technologien (BGT) hat mit den BGT-FachTalks ein digitales Veranstaltungsformat etabliert, das Netzbetreiber, Kommunen, Ingenieurbüros, Hersteller und ausführende Unternehmen zu aktuellen Branchenthemen zusammenbringt. In den vergangenen Monaten haben bereits mehrere kostenfreie Online-Veranstaltungen zu Künstlicher Intelligenz in der Kanalinspektion, zur neuen EU-Trinkwasser-Richtlinie und zu technischen Regelwerken stattgefunden. Der Verband hat damit auf den wachsenden Bedarf an schnellem, praxisnahem Wissenstransfer in der Branche reagiert.

mehr lesen

Publikationen zum Thema