In seinem Grußwort betonte Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger die Bedeutung von Gas im Kontext der Energiewende:
„Wir wollen ein Gesamtkonzept für eine sichere und nachhaltige Energieversorgung im Rahmen der Energiewende. Gas spielt dabei eine wichtige Rolle.“ Er führte weiter aus: „Um die Volatilität auszugleichen, brauchen wir zusätzlich zum Ausbau der erneuerbaren Energien regionale Gaskraftwerke. Diese müssen sicher mit Gas beliefert werden. Die Augusta-Leitung leistet hierbei einen wichtigen Beitrag und unterstützt eine verlässliche Versorgung in Bayern mit Gas und zukünftig auch mit Wasserstoff.“
Die erdverlegte Pipeline verläuft im Regierungsbezirk Schwaben über eine Strecke von insgesamt 40,5 km und führt durch die Landkreise Dillingen an der Donau und Günzburg. Für das Projekt hat der Fernleitungsnetzbetreiber Bayernets nach eigenen Angaben rund 180 Mio. Euro in die bayerische Gasinfrastruktur investiert.
„Als Unternehmen sind wir stolz, dass wir die Augusta-Leitung wie geplant Ende letzten Jahres erfolgreich in Betrieb nehmen konnten“, ordnete Geschäftsführer Dr. Matthias Jenn das Projekt in die strategische Entwicklung des Unternehmens und des Energiesystems ein und ergänzte: „Mit dem Leitungsbauprojekt Augusta investieren wir in die Zukunft und stärken die Resilienz des bayerischen Energiesystems. So wird es die Leitung ermöglichen, neue Gaskraftwerke sowie Baden-Württemberg an die Gasspeicher im südbayerischen und Salzburger Raum anzubinden. Die aktuelle Diskussion um flexible Gaskraftwerke als Backup für die erneuerbare Stromerzeugung zeigt die hohe Relevanz. Zudem wurde die Pipeline H2-ready errichtet, sodass sie in Zukunft optional Wasserstoff transportieren kann. Die Weiterentwicklung der Gasinfrastruktur ist ein zentraler Baustein für die Energieversorgung folgender Generationen.“

Gastransportleitung AUGUSTA. Quelle: Bayernets GmbH
Sonderbauwerke und Rekultivierungsarbeiten
Zum Projektumfang gehörten mehrere Sonderbauwerke. Dazu zählen die geschlossene Querung der Autobahn A8 im Landkreis Günzburg auf etwa 145 m Länge sowie eine Bahnquerung im Landkreis Günzburg auf rund 41 m. Hinzu kommen Querungen der Gewässer Laugna (ca. 28 m, Landkreis Dillingen an der Donau), Zusam (ca. 54 m, Landkreis Dillingen an der Donau), Glött (ca. 24 m, Landkreis Dillingen an der Donau), Kammel (ca. 158 m, Landkreis Günzburg), Mindel (ca. 85 m, Landkreis Günzburg) und Günz (ca. 190 m, Landkreis Günzburg).
Im Trassenbereich sind voraussichtlich bis einschließlich des ersten Halbjahres 2026 Rekultivierungsarbeiten vorgesehen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die uneingeschränkte landwirtschaftliche Nutzung der für die Baumaßnahme vorübergehend in Anspruch genommenen Flächen wiederherzustellen. Dazu zählen insbesondere die Wiederherstellung von Drainagen, bodenverbessernde Maßnahmen in Abstimmung mit der bodenkundlichen Baubegleitung sowie das Aufbringen des Mutterbodens. Darüber hinaus werden Baustraßen zurückgebaut, verbliebene archäologische Flächen nachbereitet und Straßen sowie Wege in Abstimmung mit den zuständigen Gemeinden und Straßenbaulastträgern instandgesetzt.
Weitere Informationen zur Augusta-Leitung stellt das Unternehmen hier bereit.
(Quelle: Bayernets GmbH)









