Mit diesem Schritt möchten beide Unternehmen eigenen Angaben zufolge ihre Position bei der Realisierung eines nachhaltigen, zukunftssicheren europäischen Energienetzes stärken. Der Wert der Rahmenverträge ist auf 2,5 Mrd. Euro begrenzt, darunter eine Option von 1 Mrd. Euro für Pipelines für CO₂-Transportprojekte.
Am 11. Dezember unterzeichneten Gasunie Deutschland und Niedelande auch die Rahmenverträge mit folgenden Unternehmen: Cimolai, Corinth Pipeworks, Mannesmann Grossrohr, Europipe, Mannesmann Line Pipe und EEW. Jeder Rahmenvertrag hat eine Laufzeit von vier Jahren, mit der Option auf zwei zweijährige Verlängerungen (insgesamt maximal acht Jahre). Die Rahmenverträge sind in drei Lose unterteilt, basierend auf Länge und Durchmesser der Pipelines.
Nachhaltigkeit im Fokus
Laut Bart Leenders, CTO von Gasunie, wurden die Verträge nach dem besten Preis-Qualitäts-Verhältnis vergeben, wobei auch Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle spielte:
„Nachhaltigkeit bleibt während der gesamten Laufzeit der Rahmenverträge ein zentrales Kriterium. Lieferanten standen vor der Herausforderung, Materialien mit einem niedrigen CO₂-Fußabdruck zu liefern. Die Auswirkungen dieser Nachhaltigkeitsverbesserung sind erheblich: Die Produktion von einer Tonne Stahl erzeugt durchschnittlich 2,2 Tonnen CO₂. Gasunie wählt emissionsarme Produktionsmethoden, darunter Stahl aus Schrott, der die Emissionen um mehr als 80 % senken kann. Mit diesem Ansatz leistet Gasunie einen konkreten Beitrag zur Erreichung der im Pariser Abkommen festgelegten Ziele und trägt zur weiteren Entwicklung der Kreislaufwirtschaft bei“, so Leenders.
Gasunie kauft strategische Materialien direkt vom Produzenten und liefert diese dann an Auftragnehmer über das als „Management Delivery“ bezeichnete System. Dieses System soll sicherstellen, dass bei Bedarf die richtigen Materialien für eine rechtzeitige Fertigstellung von Onshore-Projekten verfügbar sind.
Beitrag zu Projekten in Niederlanden und Deutschland
Diese EU-Ausschreibung umfasst die mögliche Beschaffung von Pipeline-Materialien für das Projekt im nördlichen Abschnitt des niederländischen Wasserstoffnetzes sowie für den Bau des Delta-Rheinkorridors und verschiedene Projekte in Deutschland. Die Rahmenverträge bieten Gasunie die Flexibilität, Materiallieferungen für den Ausbau neuer Energieinfrastrukturen sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland effizient und rechtzeitig durch mehrere Ausschreibungen (Mini-Ausschreibungen) in die Wege zu leiten.
(Quelle: Gasunie)









