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Geklärtes Abwasser für Wasserstoffpark Friesland

Die Gemeinde Sande und der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) haben am 4. April eine Vereinbarung unterzeichnet: Die friesische Kommune und der Wasserversorger halten eigenen Angaben zufolge fest, „dass der OOWV gereinigtes Abwasser aus dem Ablauf der kommunalen Kläranlage Sande-Altenhof erhält. Dieses soll dann in einem neuen Brauchwasserwerk – die ersten dieser Art baut der OOWV gerade in Brake und Nordenham im Landkreis Wesermarsch – für die industrielle Nutzung technisch aufbereitet werden“. Seinen „Ansatz für die nachhaltige Wasserversorgung für den Wasserstoffpark Friesland“ stellt der OOWV an zwei Infoabenden im Mai öffentlich vor.

von | 09.04.25

OOWV und die Gemeinde Sande unterzeichnen Vereinbarung: (vorne v.li.) OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht und Bürgermeister Stephan Eiklenborg im Beisein von (dahinter v.li.) Heidi Schmidt aus dem Bauamt der Gemeinde Sande und Jens Pulina, beim OOWV für Vertrieb und Kooperation zuständig
Sonia Voigt/OOWV

Das Brauchwasser soll qualitativ so aufbereitet werden, dass es dem, in einigen Kilometer Entfernung von der Friesen Elektra Green Energy AG geplanten „Wasserstoffpark Friesland“ zur Verfügung gestellt werden kann. Um grünen H2 zu erzeugen, gebe es in Sande alle notwendigen Ressourcen, betonte der Bürgermeister der Gemeinde Sande Stephan Eiklenborg: Von grünem Strom über den Anschluss ans Wasserstoffkernnetz bis hin zu Speicherkapazitäten sei alles vorhanden.

Mit mehr als 400.000 Kubikmeter geklärtes Abwasser jährlich könnte die Kläranlage Sande nach derzeitigen Angaben den Wasserstoffstandort künftig versorgen – was die Erzeugung eines großen Teils des Reinstwassers (erste Ausbaustufe des Wasserstoffparks mit ihren 650-MW-Elektrolyseuren) ermöglichen soll. Um später eine Folgeleistung von 2,4 GW im Gesamtprojekt zu erreichen, werden derzeit bereits weitere alternative Wasserquellen ausgelotet.

Infoveranstaltungen vermitteln Anwohnern erste Erkenntnisse

„Wir wollen dazu beitragen, dass grüner Wasserstoff hier im Nordwesten erzeugt werden kann“, bekräftigt OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht, „wir verlieren dabei aber zu keiner Zeit unsere Verantwortung dafür aus den Augen, über eine Mio. Menschen in unserem Verbandsgebiet mit Trinkwasser zu versorgen und zugleich das Grundwasser zu schützen, aus dem dieses Trinkwasser stammt.“

Bei zwei Infoveranstaltungen am 19. und 20. Mai in Sande wollen der OOWV und Friesen Elektra interessierte Gemeindemitglieder darüber informieren, „wie die umweltverträgliche Wasserversorgung für den Wasserstoffpark Friesland aussehen kann“.

Weitere Informationen zu den Terminen

(Quelle: OOWV)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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