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Glasfaser für bis zu 20.500 Haushalte im Landkreis Osterholz

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Autor: Kathrin Mundt

Glasfaser für bis zu 20.500 Haushalte im Landkreis Osterholz
Gemeinsam für die Digitalisierung des Landkreises Osterholz: Vertreterinnen und Vertreter des Landkreises Osterholz, des Breitbandzentrum Niedersachsen-Bremen und Deutsche Glasfaser (BZNB)

Die Deutsche Glasfaser beabsichtigt in den kommenden Jahren mit eigenen Investitionsmitteln bis zu 20.500 Adressen im Landkreis Osterholz mit einem schnellen Glasfaseranschluss zu versorgen. Dazu hat sie mit der Stadt und den Gemeinden im Kreisgebiet eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Hierzu informierten am 19. Januar 2023 gemeinsam das Breitbandzentrum Niedersachsen-Bremen, Deutsche Glasfaser, der Landkreis sowie die kreisangehörigen Kommunen im NETZ-Zentrum. Damit könnten rund 50 % aller Haushalte im Kreisgebiet in den kommenden Jahren von zukunftssicheren Internetanschlüssen mit hohen Bandbreiten profitieren.

Nach Abschluss der Kooperationsvereinbarungen wird Deutsche Glasfaser im nächsten Schritt in den geplanten Ausbaugebieten die sogenannte Nachfragebündelung (Vorvermarktungsphase) starten. Dabei müssen sich mindestens 33 % der Anwohner:innen eines Ausbaugebietes bis zu einem Stichtag für einen Vertrag mit dem Netzanbieter entscheiden. Wird diese Quote erreicht, baut Deutsche Glasfaser das Glasfasernetz aus – ohne Ausbaukosten für Kunden und Kommune.

Deutsche Glasfaser erschließt eigenwirtschaftlich Breitbandanschlüsse

„Aktuell sind rund 24.000 Adressen von den etwa 41.000 Adressen im Landkreis Osterholz noch ohne direkte Glasfaserversorgung“, berichtet Peer Beyersdorff, Geschäftsführer des Breitbandzentrums Niedersachsen-Bremen. Deutsche Glasfaser ist mit dem Wunsch auf den Landkreis bzw. dem Breitbandzentrum Niedersachsen-Bremen zugegangen, die Restflächen des Landkreises möglichst flächendeckend eigenwirtschaftlich mit Glasfaser zu versorgen. Eigenwirtschaftlich bedeutet, dass die Kosten für die Herstellung der Glasfaseranschlüsse ausschließlich bei dem Telekommunikationsunternehmen liegen. „So wie es am Markt normalerweise üblich ist“, berichtet Beyersdorff weiter.

Gerade in ländlichen Räumen mit weiten Wegen zwischen den einzelnen Ortschaften und Häusern seien aber oftmals keine wirtschaftlichen Ausbauten für die privatwirtschaftlichen Unternehmen möglich. „Hier springen dann Bund, Länder und Kommunen ein und bezuschussen die sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke, also die Differenz zwischen den tatsächlichen Ausbau- sowie Betriebskosten und den Einnahmen innerhalb eines festgelegten Zweckbindungszeitraums.“ Auch im Landkreis Osterholz hat in den vergangenen Jahren vielerorts dieser sogenannte geförderte Breitbandausbau stattgefunden berichtet Landrat Bernd Lütjen. „Auch in diesem Jahr schließen wir hier an und werden bis 2025 weitere 1.600 Adressen gefördert ausbauen. Das sind dann Adressen, die so teuer im Anschluss sind, dass Unternehmen hier unseren finanziellen Zuschuss benötigen. Landkreis, Stadt und Gemeinden freuen sich, dass nun zeitgleich auch eigenwirtschaftliche Aktivitäten stattfinden und wir so der Glasfaserversorgung im Landkreis Osterholz gemeinsam einen ordentlichen Schub geben“, so der Landrat weiter.

Insgesamt wird die Deutsche Glasfaser einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag in die Infrastruktur im Kreisgebiet investieren. „Als Digitalversorger der Regionen konzentrieren wir uns auf die Glasfaserversorgung ländlicher und suburbaner Regionen. Für das Vertrauen in unsere Expertise bedanken wir uns herzlich beim Kreis und bei allen kommunalen Partnern,“ sagt Dieter Braetsch von Deutschen Glasfaser.

Damit der Netzanbieter alle rund 20.500 Adressen eigenwirtschaftlich erschließen kann, ist insbesondere die Unterstützung der Bürger:innen entscheidend. Denn die Deutsche Glasfaser führt in den kommenden Monaten eine sogenannte Nachfragebündelung durch. Dabei werden die Hauseigentümer:innen angeschrieben und über die neuen Anschlussmöglichkeiten informiert – vom Hausanschluss, der während der Vorvermarktungsphase kostenlos ist, bis hin zu allen vorhandenen Produkten. „Rund 33 % der Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer müssten sich in dieser Phase für einen Vertrag mit Deutsche Glasfaser entscheiden, damit ihre Kommune auch tatsächlich mit Glasfaser ausgebaut wird“, macht Braetsch die Bedeutung der Nachfragebündelung deutlich. „Neben Postwurfsendungen werden wir öffentliche Informationsveranstaltungen machen und auch feste Beratungsstellen installieren. Sobald es losgeht informieren wir öffentlich gemeinsam mit der Stadt und den Gemeinden“, so Braetsch abschließend.

Ab Start der Nachfragebündelung in den Kommunen können interessierte Anwohnende unter www.deutsche-glasfaser.de einen Verfügbarkeitscheck durchführen, um zu überprüfen, ob ihre Adresse im Ausbaugebiet liegt. Die Deutsche Glasfaser informiert die Haushalte frühzeitig über das Startdatum der Nachfragebündelungsphase.

Landkreis, Stadt und Gemeinden sind zuversichtlich, dass die Nachfragebündelung Erfolg erzielen wird und so gemeinsam ein großer Schritt in Richtung der Digitalisierung gemacht wird. „Es ist im Zusammenspiel mit unserem geförderten Ausbau und anderer eigenwirtschaftlicher Aktivitäten weiterer Telekommunikationsunternehmen eine große Chance, die wir wahrnehmen sollten“, fasst Landrat Bernd Lütjen zusammen, „denn mit der heute beschlossenen Kooperation kommen wir unserem Ziel des flächendeckenden Glasfaserausbaus einen sehr großen Schritt näher. Nur wenige Landkreise in Deutschland erreichen mit ihren Maßnahmen eine Glasfaserversorgung von 91 %! Deshalb ist dieses bedeutende eigenwirtschaftliche Glasfaserausbauprojekt als beispielgebend zu bezeichnen und findet in Zukunft hoffentlich noch viele Nachahmer.“

(Quelle: Deutsche Glasfaser)

 

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