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Grüne Wasserstoffprojekte zur Dekarbonisierung Mitteldeutschlands

Das niederländische Wasserstoffunternehmen HyCC hat gemeinsam mit dem deutschen Gaskonzern VNG AG das Projekt „GreenRoot“ für die Entwicklung einer grünen Wasserstofferzeugung im industriellen Maßstab ins Leben gerufen, um Unternehmen in Mitteldeutschland bei der Verringerung ihrer CO2-Emissionen zu unterstützen. Die beiden Unternehmen unterzeichneten hierfür eine entsprechende Absichtserklärung. Zunächst werden die Unternehmen mit der Durchführung einer Studie […]

von | 21.09.22

Das niederländische Wasserstoffunternehmen HyCC hat gemeinsam mit dem deutschen Gaskonzern VNG AG das Projekt „GreenRoot“ für die Entwicklung einer grünen Wasserstofferzeugung im industriellen Maßstab ins Leben gerufen, um Unternehmen in Mitteldeutschland bei der Verringerung ihrer CO2-Emissionen zu unterstützen. Die beiden Unternehmen unterzeichneten hierfür eine entsprechende Absichtserklärung.

Zunächst werden die Unternehmen mit der Durchführung einer Studie über die technische Machbarkeit und das Potenzial der Erzeugung von grünem Wasserstoff zur Dekarbonisierung der Industrie in Mitteldeutschland beginnen. Ziel ist es, in den nächsten drei bis fünf Jahren ein oder mehrere Elektrolyseprojekte im industriellen Maßstab zu entwickeln.

„Grüner“ Wasserstoff wird mit Elektrizität aus erneuerbaren Energien und Wasser in einem Elektrolyseverfahren hergestellt. Dabei werden weder CO2 noch andere schädliche Emissionen frei. Wasserstoff spielt für die Erreichung der deutschen und europäischen Klimaziele eine entscheidende Rolle, da er ohne CO2-Emissionen zur Herstellung von Materialien wie Stahl, Flugzeug-Kraftstoffen sowie wichtigen Chemikalien und Rohstoffen verwendet werden kann. Mitteldeutschland ist ein bedeutender Chemiestandort und damit ein potenziell wichtiger Markt für grünen Wasserstoff.

Stijn van Els, CEO von HyCC: „Mitteldeutschland hat eine lange industrielle Tradition. Durch die Kombination unseres Fachwissens auf dem Gebiet der Elektrolyse mit der Erfahrung von VNG bei der Versorgung der Region mit nachhaltiger Energie unterstützen wir die Industrie bei ihrer Transformation hin zu einem kreislauffähigen und nachhaltigen Modell, das auf grünem Wasserstoff basiert.“

Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der VNG AG: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit HyCC. Die Zukunft gehört grünem Wasserstoff, da er ein klimafreundlicher und CO2-neutraler Energieträger ist. Deshalb ist es enorm wichtig, die Einführung von grünem Wasserstoff mit Projekten wie diesen zu beschleunigen. Wir benötigen beim Wasserstoff Lösungen im industriellen Maßstab, um die deutsche Energiewende zu unterstützen. Und unsere Heimatregion in Mitteldeutschland ist dafür der ideale Standort. Wir machen mit diesem Projekt einen weiteren wichtigen Schritt von Erdgas in Richtung grüner und dekarbonisierter Gase.“

Hintergrund HYCC

HyCC (Hydrogen Chemistry Company) ist ein führender Industriepartner für die sichere und zuverlässige Versorgung mit grünem Wasserstoff sowie Lösungen der Kreislaufchemiebranche, um den Übergang zu einer kohlenstofffreien Industrie zu ermöglichen. Mit der über 100-jährigen Erfahrung in der Elektrolyse und der Marktführerrolle im Bereich der Sicherheit realisiert das Unternehmen Wasserelektrolyse-Projekte, um die Branche mit kohlenstofffreiem Wasserstoff aus erneuerbaren Energien und Wasser zu versorgen. Von der Herstellung von nachhaltigem Stahl bis hin zu kreislauffähigen Flugzeugtreibstoffen glaubt HyCC, dass grüner Wasserstoff die Lösung ist, um die stetig wachsende Bevölkerung mit lebenswichtigen Produkten zu versorgen – und zwar komplett ohne Emissionen –, um eine nachhaltigere wirtschaftliche Entwicklung zu erreichen. HyCC ist ein Joint Venture des bekannten europäischen Chemieunternehmens Nobian und der Green Investment Group von Macquarie.

Hintergrund VNG

VNG ist ein europaweit aktiver Unternehmensverbund mit über 20 Gesellschaften und mehr als 1.500 Mitarbeiter:innen. Der Konzern mit Hauptsitz in Leipzig steht als drittgrößter deutscher Gasimporteur und Speicherbetreiber sowie mit dem Betrieb von 7.700 km Fernleitungsnetz über die ONTRAS Gastransport GmbH für die sichere Versorgung mit Gas in Deutschland. VNG beliefert rund 400 Stadtwerke und Industriekunden mit Gas und deckt damit rund 20 % des deutschen Gasbedarfs ab. Darüber hinaus verfolgt VNG mit der Strategie „VNG 2030+“ einen ambitionierten Pfad für ihr Engagement im Bereich erneuerbarer und dekarbonisierter Gase. VNG zählt bereits zu den führenden Biogasproduzenten in Deutschland und beteiligt sich aktiv mit vielen Projekten am Aufbau einer CO2-neutralen Wasserstoffwirtschaft. Ausgehend von den Kernkompetenzen in Gas und kritischer Infrastruktur arbeitet VNG so entlang der gesamten Gaswertschöpfungskette an einem nachhaltigen, versorgungssicheren und perspektivisch klimaneutralen Energiesystem der Zukunft.

(Quelle: VNG)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Unterzeichnung der Vereinbarung in der bestehenden Elektrolyseanlage von Nobian in Bitterfeld. V.l.n.r.: Marcel Galjee (Geschäftsführer von HyCC), Ulf Heitmüller (CEO von VNG), Stijn van Els (CEO von HyCC) und Hans-Joachim Polk (CTO von VNG). Foto von: Anika Dollmeyer.

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