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„H2 cross border“ kämpft mit regulatorischen Hürden

Erste Ergebnisse des deutsch-österreichischen Gemeinschaftsprojekts „H2 cross border“, das die vollständige Wertschöpfungskette für Wasserstoff von der Erzeugung bis zur Nutzung abbildet, belegen die technische Machbarkeit, weisen jedoch auf weiterhin bestehende regulatorische Einschränkungen hin – insbesondere auf das in Deutschland noch nicht verfügbare Herkunftsnachweisregister.

von | 16.02.26

Elektrolyseur: Wasserstoffzuleitungen die zu Speichereinheiten führen
Urheber: Swen Gottschall/DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT

Ziel des Vorhabens ist der Nachweis, dass der grenzüberschreitende, pipelinegebundene Transport von grünem H2 zwischen Österreich und Deutschland unter den bestehenden technischen und regulatorischen Rahmenbedingungen möglich ist. Das Gemeinschaftsvorhaben wurde 2021 von der RAG Austria AG und der Bayernets GmbH initiiert. Die Meggle Group konnte als Abnehmer gewonnen werden, zudem beteiligt sich Shell Energy Deutschland GmbH als Projektpartner.

Seit 2024 wird in Österreich durch RAG mittels Wasserelektrolyse erzeugter und von TÜV Süd zertifizierter grüner Wasserstoff in das bestehende Erdgasnetz eingespeist und an der Grenze bei Burghausen in das Netz der Bayernets GmbH überführt. Der Weitertransport an Meggle erfolgt unter Mitwirkung von Shell Energy.

Trotz regulatorischer Hürden: Liefermengen deutlich gesteigert

Bis Ende Januar 2026 wurden auf diesem Weg rund 630 MWh Wasserstoff aus Österreich nach Deutschland geliefert. Damit hat sich die Liefermenge seit der ersten Lieferung im September 2024 nahezu versechsfacht. Trotz der funktionsfähigen Lieferkette besteht weiterhin eine wesentliche regulatorische Hürde.

Die in Österreich ausgestellten Herkunftsnachweise für grünen Wasserstoff können derzeit nicht nach Deutschland übertragen werden, da dort bislang kein entsprechendes Register eingerichtet wurde. Während RAG und Meggle ordnungsgemäß in der von der E-Control betriebenen österreichischen Datenbank registriert sind, verbleiben die Zertifikate auf österreichischen Konten und können in Deutschland nicht genutzt oder angerechnet werden.

Voraussetzung für H2-Markthochlauf

Nach Angaben der Projektpartner liegt bislang keine verbindliche Aussage des Umweltbundesamtes zu einem möglichen Starttermin des deutschen Registers im Jahr 2026 vor. Daher ist mit weiteren Verzögerungen zu rechnen.
Aus Sicht der beteiligten Unternehmen ist die zügige Einführung eines Herkunftsnachweisregisters in Deutschland sowie eine Harmonisierung der nationalen Systeme Voraussetzung, um den Markthochlauf von Wasserstoff zu ermöglichen. Ein funktionierendes, international kompatibles Register wird als entscheidender Faktor für die Integration grenzüberschreitender Lieferketten und die handelbare Nutzung von grünem Wasserstoff angesehen.

Mehr zum Projekt

 

(Quelle: Bayernets)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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