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H2-Infrastruktur im Ostseeraum: Fernleitungsnetzbetreiber unterzeichnen Absichtserklärung

Neun Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) der Ostsee-Anrainerstaaten haben eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Zweck der Zusammenarbeit ist die Koordinierung der Partneraktivitäten zur Entwicklung der regionalen H2-Wirtschaft.

von | 17.06.24

Entwicklung einer H2-Wirtschaft im Ostseeraum: Die deutsche GASCADE Gastransport ist einer von neun Kooperationspartnern
Foto: GASCADE

Die Partner der Vereinbarung sind die polnische GAZ-SYSTEM, die estnische Elering, die dänische Energinet, die finnische Gasgrid Vetyverkot, die litauische Amber Grid, die schwedische Nordion Energi, die deutsche GASCADE Gastransport, die lettische Conexus Baltic Grid und die deutsche ONTRAS Gastransport.

Zum Erreichen des vereinbarten Ziel wollen die Unternehmen die Entwicklung von Infrastrukturprojekten für Transport und Speicherung von Wasserstoff in der Region koordinieren und darüber hinaus Informationen über Entwicklungen auf dem H2-Markt und über Projekte im Zusammenhang mit der Erzeugung und Nachfrage von erneuerbarem Wasserstoff austauschen. Die Unternehmen arbeiten in enger Abstimmung mit der EU-Gruppe BEMIP (Baltic Energy Market Interconnection Plan).

Beste Voraussetzungen für Erzeugung grünen Wasserstoffs im Ostseeraum

„Wir freuen uns, Teil dieser wichtigen und notwendigen Zusammenarbeit zwischen den Fernleitungsnetzbetreibern im Ostseeraum zu sein“, so GASCADE-Geschäftsführer Ulrich Benterbusch. „Die Wasserstoff-Infrastruktur in und um die Ostsee muss auf integrierte Weise geplant und gebaut werden. Nur so kann das Wasserstoff-Potenzial vor unserer Haustür genutzt werden – sowohl onshore als auch offshore.“

Mit seinen Ressourcen an Erneuerbaren soll der Ostseeraum beste Voraussetzungen bieten, im Rahmen REPowerEU-Plans bis 2030 bis zu 45 % des vorgesehenen sauberen Wasserstoffs zur Verfügung zu stellen.

Zum Aufbau eines Wasserstoffmarktes könnte das große Potenzial für Onshore- und Offshore-Windkraftanlagen herangezogen und genutzt werden. Mit diesem Ziel wird derzeit von den im Ostseeraum tätigen Infrastruktur- und Industrieunternehmen eine neue Wasserstoff-Pipeline-Infrastruktur errichtet.

Sicheres und unabhängiges europäisches Energiesystem aufbauen

Neben der Umsetzung des REPowerEU-Plans trägt die infrastrukturelle Entwicklung auch den Zielen der Erklärung von Marienborg Rechnung, die 2022 von den Premierministern der Ostsee-Anrainerstaaten unterzeichnet wurde. In dieser ist unter anderem festgehalten, „gemeinsame grenzüberschreitende Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien zu erkunden und den Infrastrukturbedarf zu ermitteln“.

Übergeordnetes Ziel beider Agenden ist es, die Abhängigkeit Europas von importierten russischen fossilen Brennstoffen zu verringern, die europäischen Klimaziele schneller umzusetzen und die Sicherheit und Widerstandsfähigkeit des europäischen Energiesystems zu verbessern.

Eine Schlüsselrolle soll dabei Wasserstoff spielen und zur Entwicklung eines flexiblen, sicheren, widerstandsfähigen, nachhaltigen und integrierten gesamteuropäischen Energiesystems beitragen. Bis 2030 soll die geplante H2-Infrastruktur Finnland, Schweden, die baltischen Staaten, Polen und Deutschland abdecken.

Derzeit gibt es bereits mehrere grenzüberschreitende Wasserstoff-Infrastruktur-Projekte rund um die Ostsee: dem nordisch-baltischen Wasserstoff-Korridor, dem Baltic Sea Hydrogen Collector, dem Interconnector Bornholm-Lubmin und der Nordic Hydrogen Route.

Darüber hinaus planen die Gasinfrastrukturbetreiber die koordinierte Umsetzung weiterer Projekte für grenzüberschreitende Verbindungsleitungen, inländische Backbones und Wasserstoff-Speicher.

(Quelle: GASCADE)

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