Generic filters
FS Logoi

„H2Austria&Bavaria+Store electrolyser“ ist Project of Common Interest

Vor dem Hintergrund des europäischen Wasserstoffhochlaufs hat die EU-Kommission am 1. Dezember das von der RAG Austria AG initiierte Projekt „H2Austria&Bavaria+Store electrolyser“ als Project of Common Interest (PCI) anerkannt. Das Projekt ist Teil des Verbundes „Hydrogen interconnections in Western Europe“ (HI West) und hat laut EU-Kommission damit auch „strategische Bedeutung für Europa“.

von | 09.12.25

RAG-Demonstrationsanlage
© RAG / Karin Lohberger Photography

Mit dem PCI-Status kann das Projekt der RAG von beschleunigten Genehmigungs- und Umsetzungsverfahren profitieren.
„H2Austria&Bavaria+Store electrolyser“ ist Teil von insgesamt 235 grenzüberschreitenden Energieprojekten, welchen der Status als Projekt von gemeinsamem Interesse (Projects of Common Interest – PCI) bzw. Projekt von gegenseitigem Interesse (PMI) zuerkannt wurde.

„H2Austria&Bavaria+Store electrolyser“ vereint eine skalierbare Wasserstoffproduktion mit sicherer Speicherung und einer grenzüberschreitenden Anbindung nach Deutschland. So kann in Österreich erzeugter Wasserstoff gezielt zur Versorgung von Kundinnen und Kunden im süddeutschen Raum genutzt werden. Gleichzeitig besteht die Option, in Bayern produzierten Wasserstoff zu speichern und bedarfsgerecht auch für Abnehmer in Österreich bereitzustellen.

Zwei Projektphasen geplant

Das Projekt soll in zwei Phasen realisiert werden:

  • Phase 1 – PCI-Status bestätigt: Schrittweise Installation eines 100-MW-Elektrolyseurs im Raum Oberösterreich West sowie Bau einer rund 26 km langen Verbindungsleitung nach Haiming/Burghausen. Dieser Projektabschnitt hat bereits den PCI-Status (Project of Common Interest) erhalten.
  • Phase 2 – PCI-Status angestrebt: Errichtung eines dem Elektrolyseur angepassten Wasserstoffspeichers in unmittelbarer Nähe der Anlage. Für diesen zweiten Abschnitt wird derzeit die Einreichung zur Erlangung des PCI-Status vorbereitet.

„Die Anerkennung unseres Projekts als PCI ist ein entscheidender Schritt für den Aufbau einer ersten Wasserstoffversorgung im Raum Burghausen. Die für die Kunden erforderliche gleichmäßige, verlässliche Verfügbarkeit des Wasserstoffes wird dadurch gewährleistet, dass die schwankende Wasserstoffproduktion – bedingt durch volatile, erneuerbare Stromerzeugung aus Wind und Sonne – mit einem Wasserstoffspeicher kombiniert wird“, erklärt Tatjana Weilert, Projektleiterin, RAG Austria AG.

RAG Austria CEO Markus Mitteregger unterstreicht die europäische Bedeutung des Projekts „H2Austria&Bavaria+Store electrolyser“. Das Vorhaben ziele darauf ab, die notwendige Infrastruktur für eine nachhaltige Energieversorgung in Zentraleuropa zu schaffen und gleichzeitig einen Beitrag zur dringend erforderlichen Emissionsreduktion zu leisten. Die Verbindung von Wasser-Elektrolyse, Speichertechnologie und grenzüberschreitender Infrastruktur bilde die Basis für eine sichere und klimafreundliche Energiezukunft. Der verliehene PCI-Status bestätige zudem die strategische Relevanz des Projekts im europäischen Kontext.

(Quelle: RAG Austria)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

OPAL: Eigentümerwechsel bei Gaspipeline für Kernnetz
OPAL: Eigentümerwechsel bei Gaspipeline für Kernnetz

Uniper hat seine 20-prozentige Beteiligung an der rund 470 Kilometer langen Gaspipeline OPAL an den Infrastrukturinvestor Hy24 verkauft. Die Leitung zwischen Lubmin und Brandov wird zukünftig Teil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. Die Übertragung erfolgt über sämtliche Anteile an der Lubmin-Brandov Assets GmbH & Co. KG und erfüllt eine Auflage aus dem EU-beihilferechtlichen Genehmigungsverfahren vom Dezember 2022.

mehr lesen
BNetzA-Entwurf zur Kapitalverzinsung der Gasnetze stößt auf Widerstand
BNetzA-Entwurf zur Kapitalverzinsung der Gasnetze stößt auf Widerstand

Mehrere Branchenverbände haben den Entwurf der Bundesnetzagentur (BNetzA) zur künftigen Kapitalverzinsung der Gasnetze kritisiert. Der FNB Gas e.V. hat eine Anpassung des Zinssatzes von 3,76 Prozent auf 5,51 Prozent gefordert. Grund dafür seien mehrere Umsetzungsfehler in der Methodenfestlegung der BNetzA, die ein finanzwissenschaftliches Gutachten aufdeckt. Der BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. und der VKU – Verband kommunaler Unternehmen e.V. haben in einer gemeinsamen Stellungnahme ähnliche Verbesserungen verlangt. Der Entwurf sei wirtschaftlich und methodisch unzureichend und gefährde die Transformation der Netze hin zur Klimaneutralität, teilen die Verbände mit. Zusätzlich schlagen sie eine Verschiebung der Festlegung auf Anfang 2027 vor.

mehr lesen
Einbaugarnituren-Rehabilitation: Instandsetzung über die Straßenkappe
Einbaugarnituren-Rehabilitation: Instandsetzung über die Straßenkappe

Nach Angaben des Verfahrensanbieters wurden bundesweit inzwischen mehr als 4.000 Einbaugarnituren-Rehabilitationen abgeschlossen. Das Interesse an der minimalinvasiven Instandsetzung wächst insbesondere dort, wo Verkehrsflächen möglichst erhalten und Eingriffe in den Straßenkörper reduziert werden sollen. Doch wann ist das Verfahren eine Alternative zur konventionellen Tiefbaumaßnahme – und wo liegen seine Grenzen?

mehr lesen
Saarland startet Bau grenzüberschreitender Wasserstoffleitung
Saarland startet Bau grenzüberschreitender Wasserstoffleitung

Der Netzbetreiber Creos Deutschland hat in Wallerfangen den Bau einer neuen Wasserstoffleitung gestartet. Die rund 17 Kilometer lange Trasse zwischen Leidingen und Dillingen bildet den deutschen Abschnitt der grenzüberschreitenden Verbindung MosaHYc, die künftig Wasserstoff aus Frankreich ins Saarland transportieren soll. Die Bauarbeiten sollen rund eineinhalb Jahre dauern.

mehr lesen
Stadtentwässerungen rüsten sich gegen Trockenheit und Fachkräftemangel
Stadtentwässerungen rüsten sich gegen Trockenheit und Fachkräftemangel

Trockene Sommer und ein wachsender Fachkräftemangel setzen kommunale Abwasserbetriebe unter Druck. Das Institut für Unterirdische Infrastruktur (IKT) hat mit 2 Initiativen im Rahmen des KomNetABWASSER reagiert: einem Strategiedialog zu Trockenheit und Hitze sowie einer neuen berufsbegleitenden Studienreihe für Fachkräfte in der Stadtentwässerung. Beide Angebote richten sich an kommunale Betriebe, die sich auf veränderte Bedingungen einstellen müssen.

mehr lesen

Publikationen zum Thema