Bei dem H2-Connector handelt es sich um einen Anlagenpark, der mehrere technische Komponenten miteinander verbindet: den Großelektrolyseur des Hamburg Green Hydrogen Hub, das bundesweite Wasserstoff-Kernnetz und das Hamburger Verteilnetz HH-WIN. Da diese Netze mit unterschiedlichem Druck arbeiten, gleichen eine Gasdruckregelanlage und eine Verdichterstation den Druck in beide Richtungen an.
Das Fernleitungsnetz Hyperlink des Betreibers Gasunie erreicht Hamburg auf niedersächsischem Gebiet in der Gemeinde Rosengarten. Dort liegt der Betriebsdruck bei bis zu 70 Bar. Das Verteilnetz HH-WIN arbeitet dagegen mit einem Betriebsdruck von bis zu 25 Bar. Die Gasdruckregelanlage soll den Druck aus dem Fernleitungsnetz entsprechend absenken. Für den Export aus dem Verteilnetz ins Fernleitungsnetz errichten die Hamburger Energienetze zusätzlich eine Verdichterstation. Sie erhöht den Druck von unter 25 Bar auf bis zu 70 Bar.
Eine Wasserstoff-Einspeiseanlage nimmt zusätzlich den lokal produzierten Elektrolyse-Wasserstoff ins Verteilnetz auf. So kann Hamburg je nach Bedarf Wasserstoff aus dem bundesweiten Netz importieren oder überschüssigen, lokal erzeugten Wasserstoff exportieren.
Transportkapazität für Industrieunternehmen
Die Anlagen in Moorburg sind in der ersten Ausbaustufe für eine stündliche Exportkapazität von bis zu 200.000 Normkubikmetern Wasserstoffenergie in das Fernleitungsnetz ausgelegt. Die Importkapazität nach Hamburg liegt bei bis zu 360.000 Normkubikmetern pro Stunde. Diese Transportleistung entspricht dem Verbrauch von 4.500 beladenen 40-Tonnen-Lkw mit Wasserstoffantrieb bei voller Fahrt.
Das Wasserstoff-Industrie-Netz HH-WIN versorgt ab Herbst 2027 mit 40 Kilometern Netzlänge Industrieareale rund um den Hamburger Hafen. Bis 2031 wächst das Netz auf 60 Kilometer Länge. Von der ersten Ausbaustufe mit 40 Trassenkilometern ist die Hälfte fertiggestellt. Die übrigen Abschnitte befinden sich im Bau oder in der Auftragsvergabe.
Förderung und CO2-Einsparung
Die Baukosten für den H2-Connector liegen bei rund 22,6 Millionen Euro. Die Kosten für die Verdichterstation sind darin nicht enthalten, da sich diese noch in der Projektierungsphase befindet. Etwa 16,3 Millionen Euro der Kosten deckt die IPCEI-Förderung (Important Projects of Common European Interest) für das Gesamtprojekt HH-WIN ab.
Die Industrie verbraucht über HH-WIN jährlich 6,4 Terawattstunden fossiles Erdgas. Ersetzt sie diese Menge durch klimaneutralen Wasserstoff, ergibt sich ab 2032 rechnerisch eine CO₂-Einsparung von 1,4 Millionen Tonnen pro Jahr. Rund 70 Prozent der Leitungen des Fernleitungsnetzes Hyperlink beruhen auf der Umrüstung bestehender Erdgasleitungen. Diese Umrüstung ermöglicht die Inbetriebnahme von Teilen des Netzes bereits zum Start von HH-WIN.






