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Hessische Unternehmen fordern Aufbruch in die Wasserstoffzukunft

Die Energiewende und Klimaneutralität in Hessen bis 2045 ist erklärtes politisches Ziel. Als Speicher- und Transportmedium für erneuerbare Energien ist Wasserstoff diesbezüglich eine Schlüsseltechnologie. Umso wichtiger ist eine koordinierte Vorgehensweise. Es ist deshalb begrüßenswert, dass die hessische Landesregierung im Oktober 2021 eine Wasserstoffstrategie vorgestellt hat. Dies war ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Energieversorgung. […]

von | 09.08.22

07.05.2014 / Inbetriebnahme der Strom zu Gas Demonstrationsanlage / PTG Power to Gas / Werksgelände der Mainova AG / Kernstück der Anlage: Elektrolyseur / Copyright/Foto: Joachim Storch / Bad Homburg - FON 0172-6600557 - www.foto-storch.de

Die Energiewende und Klimaneutralität in Hessen bis 2045 ist erklärtes politisches Ziel. Als Speicher- und Transportmedium für erneuerbare Energien ist Wasserstoff diesbezüglich eine Schlüsseltechnologie. Umso wichtiger ist eine koordinierte Vorgehensweise. Es ist deshalb begrüßenswert, dass die hessische Landesregierung im Oktober 2021 eine Wasserstoffstrategie vorgestellt hat. Dies war ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Energieversorgung. Aber die geopolitische Lage hat sich seitdem erheblich verändert und erfordert nunmehr schnelles Handeln. Die branchenübergreifende Wasserstoffinitiative hat vor diesem Hintergrund ein Impulspapier mit Vorschlägen für den beschleunigten Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Hessen erarbeitet. Die Mitglieder der Initiative sind davon überzeugt, dass Hessen eine Antwort auf die Frage finden muss, wie die schnelle Verfügbarkeit von Wasserstoff gewährleistet werden kann.

Bereits für 2030 wird mit einer stark gestiegenen Nachfrage nach Wasserstoff gerechnet. Für die Unternehmen der Wasserstoffinitiative ist es nun besonders wichtig, dass konkrete Vorschläge für den Aufbau von H2-Ökosystemen erarbeitet und verbindliche Ziele gesetzt werden. Der Auf- und Ausbau einer funktionierenden Wasserstoffinfrastruktur mit Wasserstofferzeugung und -bezug, Transportwegen, Lagerkonzepten und Verbrauchsterminals sowie eine gezielte und nachhaltige Förderkulisse sind die Voraussetzungen für beschleunigte Investitionen. Wasserstofferzeugung, -verteilung, -speicherung und -verbrauch müssen jetzt geplant, ausgebaut und miteinander verzahnt werden.

Politik, Wirtschaft und Forschung müssen die Kräfte bündeln und mit der Aufstellung eines Transformationsplanes für 2023 bis 2045 beginnen. Hessen startet dabei nicht bei null. Die branchenübergreifende Wasserstoffinitiative zeigt, wie viel Expertise bereits vorhanden ist und welche konkreten Projekte bereits existieren.

Aus Sicht der Unternehmen müssen u.a. folgende Maßnahmen zeitnah umgesetzt werden:

  • Der schnelle Markthochlauf durch Technologieoffenheit bei der Wasserstofferzeugung.
  • Der zügige Auf- und Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur in Hessen.
  • Die Schaffung einer Rohstoffstrategie auf nationaler und europäischer Ebene.
  • Die Verfügbarkeit von ausreichend Wasserstoff bereits in den 2030er Jahren und das sektorübergreifend.
  • Die Schaffung einheitlicher Standards und Regularien.

 

Die hessischen Unternehmen Heraeus Precious Metals, Infraserv GmbH & Co. Höchst KG, Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH, Mainova AG, Messer SE & Co. KGaA, Opel Automobile GmbH, Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH, TÜV Hessen und Viessmann Deutschland GmbH haben sich 2021 zu einer branchenübergreifenden Wasserstoffinitiative zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen die Partner die Landesregierung beim Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft unterstützen.

Das neue Impulspapier der branchenübergreifenden Initiative finden Sie hier

(Quelle: Mainova)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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