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Hyperlink-Pilotprojekt Buchholz: Emissionsarm zum Wasserstoffnetz

Gasunie setzt auf Innovation und Nachhaltigkeit beim Leitungsbau: Mit ihrer ersten emissionsarmen Baustelle in Norddeutschland bereitet der Fernleitungsnetzbetreiber sein bestehendes Erdgasnetz auf den zukünftigen Transport von Wasserstoff vor.

von | 23.09.25

Geschäftsführerin Britta van Boven (3. v. r.) führte den niedersächsischen Umweltminister Christian Meyer (3. v. l.) und Landtagsabgeordnete Nadja Weippert (2. v. r.) über die Baustelle.
Foto: Gasunie

Das Pilotprojekt in Buchholz in der Nordheide stößt auch auf Interesse der niedersächsischen Landesregierung: So ließ Umweltminister Christian Meyer sich am 17. September vom Unternehmen Wege aufzeigen, wie CO₂-Ausstoß und Umweltbelastungen im Leitungsbau deutlich reduziert werden können. Dafür hat Gasunie gemeinsam mit der Friedrich Vorwerk Unternehmensgruppe als Dienstleister für Energieinfrastruktur das mehrwöchige Pilotprojekt realisiert, bei dem moderne Technologien und alternative Antriebe als Beitrag zum Klimaschutz zur Anwendung kamen.

Erste emissionsarme Baustelle in Norddeutschland realisiert

Gasunie-Geschäftsführerin Britta van Boven stellte Minister Meyer das umfassende Konzept vor, dessen zentraler Bestandteil einer der ersten wasserstoffbetriebenen Generatoren auf dem Markt ist. Dieser wird über Wasserstoff-Bündel betankt und liefert einen großen Teil der Energie, die für den Betrieb der Baustelle benötigt wird. In Kombination mit dem Stromerzeuger kommt ein leistungsstarker, batteriebasierter Energiespeicher der Firma Liebherr zum Einsatz. Der Speicher wird über den Wasserstoffgenerator gespeist und versorgt sowohl die Baustelle als auch die eingesetzten Maschinen zuverlässig mit Energie. Die elektrisch betriebenen Baumaschinen – darunter ein Mobilbagger sowie ein batterieelektrischer Radlader werden von der Firma Liebherr bereitgestellt. Im Einsatz sind weitere notwendige Tiefbaugeräte und akkubetriebene Werkzeuge. Die als Baubüro genutzten Container sind mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet und somit energetisch autark. Auch beim Thema Verkehr zeigt sich die emissionsarme Baustelle innovativ, Fahrten auf und rund um die Baustelle sind vollständig elektrifiziert: Hierfür stehen sowohl Transportfahrzeuge als auch Pkw mit emissionsfreiem Elektroantrieb zur Verfügung.

Christian Meyer, niedersächsischer Minister für Umwelt und Energie: „Es ist vorbildlich und klimaschonend wie Gasunie und Vorwerk den Hyperlink im zentralen Wasserstoffnetz in Nieder-sachsen bauen. Mit einer emissionsarmen Baustelle mit Wasserstoff, Photovoltaik und voll-elektrischen Baufahrzeugen gehen die beiden Unternehmen einen richtigen Schritt in die Zukunft. Die Umstellung des fossilen Gasnetzes auf möglichst viel grünen Wasserstoff aus Erneuerbaren Energien ist an sich schon ein Quantensprung beim Klimaschutz. Jetzt auch noch eine klimaschonende Baustelle mit Erneuerbaren Energien, Wasserstoff und modernen Elektrobaufahrzeugen sowie PV-betriebenen Baustellencontainern zu betreiben ist genial und zeigt, was Unternehmen leisten können, wenn man sie lässt. Eine emissionsfreie Infrastruktur ist ein wichtiger Meilenstein, um unsere niedersächsischen Klimaziele zu erreichen.“

Britta van Boven, Geschäftsführerin Gasunie Deutschland: „In Buchholz in der Nordheide befindet sich unsere erste emissionsarme Baustelle. Damit zeigen wir als strategischer Gasnetzbetreiber, dass uns das Thema Nachhaltigkeit wichtig ist. Emissionsarm auf dem Weg zur emissionsfreien Wasserstoff-Infrastruktur – das ist für mich ein konsequenter Schritt. Gemeinsam mit unserem Partner Friedrich Vorwerk begrüße ich das Interesse der Landespolitik für das Thema. Wir stehen geschlossen zu unseren Nachhaltigkeitszielen und den damit verbundenen Aufwendungen. Angesichts des wachsenden Kostendrucks durch die Regulierung befürchte ich, dass sich die Spielräume bei der Umsetzung von Innovationsprojekten wie diesem in Zukunft deutlich verkleinern.“

Torben Kleinfeldt, CEO Friedrich Vorwerk SE: „Die Energiewende entscheidet sich nicht nur in Konzeptpapieren, sondern auf den Baustellen. Damit nachhaltige Infrastruktur Realität wird, brau-chen wir klare politische Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und die Unterstützung innovativer Technologien. Nachhaltigkeit ist für uns dabei kein Schlagwort, sondern eine konkrete Verantwortung. Mit unserer ersten emissionsarmen Baustelle zeigen wir, dass selbst technisch anspruchsvolle Projekte im Rohrleitungsbau mit moderner, emissionsarmer Technik sicher und zuverlässig umgesetzt werden können. Für Friedrich Vorwerk ist das ein wichtiger Schritt, um die Baupraxis an die Anforderungen der Energiewende auszurichten – und zugleich ein Signal an die gesamte Branche. Umso mehr freut es uns, dass Minister Meyer die Baustelle besucht und sich persönlich ein Bild von den eingesetzten Technologien gemacht hat.“

(Quelle: Gasunie Deutschland)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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