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Isoplus erhält Auftrag für Fernwärmetrasse im Projekt RE=FILL

Die Isoplus Fernwärmetechnik GmbH ist mit der Lieferung des gesamten Rohrleitungssystems für das Fernwärmeprojekt RE=FILL beauftragt. In dem Vorhaben kooperieren die Leipziger Stadtwerke mit der TotalEnergies Raffinerie Mitteldeutschland. Dies teilte Isoplus am gestrigen 20. Oktober mit.

von | 21.10.25

v.l.n.r.: Marcus Krüger (Projektleiter Leipziger Stadtwerke), Jean-Marc Durand (Directeur Raffinage Basechem Europe TotalEnergies), Vincent Stoquart (President Refining & Chemicals TotalEnergies), Karsten Rogall und Dr. Maik Piehler (Geschäftsführung Leipziger Stadtwerke), Thomas Behrends (Geschäftsführer TotalEnergies Raffinerie Mitteldeutschland), Burkhard Jung (OBM Stadt Leipzig), Dirk Panter (Staatsminister im Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz), Marc Pecquet (Projektleiter TotalEnergies)
Bildquelle: Leipziger Gruppe

RE=FILL verfolgt das Ziel eine neue Fernwärmeverbindung von Leuna nach Leipzig aufzubauen, die ab dem Jahr 2028 industrielle Abwärme für die städtische Wärmeversorgung nutzbar machen soll.

Isoplus liefert dafür sämtliche vorgedämmten Rohrsysteme, Bögen und Muffen. Insgesamt umfasst der Auftrag rund 8.000 Einzelkomponenten, darunter mehr als 3.000 Kunststoffmantelrohre mit jeweils 12 m Länge. Produziert werden die Bauteile im Werk Sondershausen. Für Isoplus handelt es sich um das bislang größte Einzelprojekt in Deutschland.

Die Trassenlänge beträgt rund 19 km (inklusive Vor- und Rücklauf: 38 km). Durch das neue Leitungssystem sollen jährlich rund 640 GW/h CO2-neutrale Wärme nach Leipzig transportiert werden. Die Wärme stammt aus industrieller Abwärme des Chemieparks Leuna, die bisher nicht energetisch genutzt wurde. Laut Planung könnten damit rund 100.000 Haushalte versorgt und etwa 38 % des Leipziger Fernwärmebedarfs gedeckt werden.

„Meilenstein“ für die Wärmewende

Sascha Hagedorn, Prokurist und Vertriebsleiter Nordost der Isoplus Fernwärmetechnik GmbH, erklärt:

„RE=FILL zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in der Nutzung industrieller Abwärme liegt. Für uns ist das Projekt ein Meilenstein – sowohl technisch als auch in seiner Bedeutung für die Energiewende. Es beweist, dass nachhaltige Wärmeversorgung und wirtschaftliche Effizienz Hand in Hand gehen können.“

Auch Dr. Maik Piehler, Geschäftsführer der Leipziger Stadtwerke, betont die Bedeutung der Zusammenarbeit:

„Mit Isoplus haben wir einen Partner, der Qualität, Zuverlässigkeit und Innovationskraft vereint. Die unvermeidbare industrielle Abwärme aus Leuna, die als CO2-neutral eingestuft ist, wird durch das Leitungssystem von Isoplus sicher und effizient nach Leipzig transportiert – ein wichtiger Schritt für unsere Wärmewende und die Energiezukunft der Stadt.“

Vorbildfunktion für die Region

Das Projekt RE=FILL ist Teil der kommunalen Klimastrategie. Die Stadt Leipzig strebt bis spätestens 2038 eine vollständig klimaneutrale Wärmeversorgung an. Durch die Nutzung industrieller Abwärme sollen fossile Energieträger ersetzt, die regionale Energieunabhängigkeit gestärkt und sektorübergreifende Synergien im Energiesystem genutzt werden.

RE=FILL ist eines von mehreren groß angelegten Infrastrukturvorhaben im Bereich der Fernwärme in Mitteldeutschland. Es gilt als mögliches Modell für weitere regionale Lösungen zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung.

(Quelle: Isoplus)

 


 

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