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Klimafreundliche Fernwärme: Lokale Partner investieren Millionen in Lünen

Das seit 2006 von Iqony Energies und Remondis betriebene Biomassekraftwerk (BMK) Lünen soll „bis 2028 zur Wärmeauskopplung und zur Errichtung eines zusätzlichen Heizwerks umgebaut“ werden. Im Anschluss sollen den Stadtwerken Lünen als Abnehmer jährlich bis zu 90.000 MWh an klimafreundlicher Wärme bereitgestellt werden. Dies soll den Bedarf von rund 16.500 Haushalten decken.

von | 18.12.25

Biomassekraftwerk Lünen
Quelle: Steag Iqony

Derzeit liefert das Biomassekraftwerk am Standort Lünen 20 MW elektrische Leistung. Nun befähigen die Partner das Kraftwerk zur Wärmeauskopplung. Dabei wird die Wärme über einen neuen Heizkondensator an das Fernwärmenetz der Stadtwerke Lünen übertragen. Als weitere Wärmequelle soll ein neues Heizwerk errichtet werden.

„Diese Wärme-Investition mit einem Volumen von 15 Mio. Euro macht deutlich: Die Wärmewende wird vor Ort gemacht“, so Andreas Böffel, Geschäftsführer der BMK von Iqony Energies. „Die Stadtwerke Lünen sind schon heute ein Pionier bei der Fernwärme. Doch bislang kommt ein großer Teil der Wärme aus dem lokalen Steinkohlekraftwerk. Mit dem Rückgriff auf das neue Biomasse-Heizkraftwerk verbessert sich die Klima-Bilanz erheblich. Die Fernwärme wird grüner, bleibt sicher und zugleich investieren wir massiv in den Standort Lünen.“

Klimaneutrales Heizen bereits ab 2028 geplant

Das Projekt zur Dekarbonisierung der lokalen Fernwärmeversorgung „lebt Zukunft“, so Jean-Michael Hachmann, Geschäftsführer der BMK von der Remondis GmbH & Co. KG Region West. Nicht nur die Umweltverträglichkeit komme zum Tragen, sondern „auch Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit“. Die steigende Zahl klimaneutraler Quellen führe dazu, dass „die künftig weiter steigenden CO2-Abgaben“ weniger Gewicht erhielten – „eine Win-Win-Win-Situation“, so Hachmann weiter.

Wie Dr. Achim Grunenberg, Co-Geschäftsführer der Stadtwerke Lünen, betont, habe man bei den Stadtwerken Lünen schon immer auf eine „innovative und umweltfreundliche Wärmeversorgung“ gesetzt und diese nun durch eine weitere klimafreundliche Wärmequelle ergänzt.

Der Co-Geschäftsführer der Stadtwerke Lünen Urs Reitis erklärt, dass durch die Nutzung von Wärmeenergie aus dem Biomassekraftwerk „die Fernwärmeversorgung bereits im Laufe des Jahres 2028 auf erneuerbare Wärme“ umgestellt werden soll. Somit soll die Stadt lange vor dem bundesweiten Zieljahr 2045 klimaneutral sein. Dies mache die Fernwärme zu einem zukunftssicheren Bestandteil der nachhaltigen lokalen Energieversorgung.

(Quelle: Steag Iqony)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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