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Klimaneutrale Fernwärme: Ukrainische Delegation informiert sich bei Enercity

Im Rahmen ihres einwöchigen Besuchs in Hannover hat eine Delegation aus der ukrainischen Partnerstadt Mykolajiw das Enercity-Kraftwerksgelände im Stadtteil Stöcken besichtigt. Dort konnten sich die Vertreter ein Bild von den aktuellen Projekten zur klimaneutralen Energieversorgung machen. Die Besichtigung war Teil eines Austauschs mit Expertinnen und Experten von Enercity, der auf den Wiederaufbau der durch den Krieg stark beschädigten Energieinfrastruktur in Mykolajiw abzielt.

von | 16.12.24

Die ukrainischen Gäste (mi. li. und re.) Alla Lutska und Kuprii Kyrylo vor einem Motor des neuen Biomethan-Blockheizkraftwerks. Seitens enercity erläuterten Carsten Heckmann (rechts), Leiter der thermischen Produktion und enercity-Ingenieur Michael Bodmann (links) den massiven Wandel auf dem Gelände des Kohle-Heizkraftwerks
Foto: Tim Schaarschmidt/Enercity

Alla Lutska, Leiterin der Abteilung Energieeffizienz der Stadtverwaltung Mykolajiw, und Kuprii Kyrylo, Chefingenieur des kommunalen Wärmeunternehmens „Mykolaivoblteploenergo“, zeigten besonderes Interesse an den dezentralen Konzepten von Enercity. Bis 2027 sollen in Hannover 14 neue klimaneutrale Energieerzeugungsanlagen entstehen, die das bestehende kohlebefeuerte Heizkraftwerk in Stöcken ersetzen.

Fortschrittliche Technologien und nachhaltige Konzepte

Am Standort Stöcken stellte Enercity der Delegation verschiedene Projekte vor. Darunter ist ein neues Biomasseheizkraftwerk, das ab Herbst 2025 jährlich bis zu 200.000 t Altholz thermisch verwertet und klimaneutrale Wärme für Hannover sowie den Industriekunden Volkswagen erzeugt. Zusätzlich wird aus gereinigtem Rauchgas mit einer Großwärmepumpe zusätzliche Heizenergie gewonnen.

Bereits in Betrieb ist ein 20-MW-Biomethan-Blockheizkraftwerk, das zusammen mit einer baugleichen Anlage in Herrenhausen flexibel auf Spitzenlasten im Wärmenetz reagieren kann. Ein neu errichteter Wärmeknoten dient dabei als zentrale Steuerungseinheit für die Verteilung der erzeugten Energie.

Die ukrainische Delegation zeigte sich beeindruckt von den nachhaltigen Ansätzen und plant, diese Erkenntnisse in einen Masterplan für Mykolajiw einfließen zu lassen. Im Rahmen ihres Besuchs informierten sich die Vertreter:innen auch über innovative Lösungen in den Bereichen Stadtplanung, Energieversorgung, Verkehrswege und Kreislaufwirtschaft, um den Wiederaufbau in ihrer Heimat langfristig nachhaltig zu gestalten.

(Quelle: Enercity)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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