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Letzte Abschnitte genehmigt – SuedLink jetzt in allen sechs Bundesländern in Bau

Der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW hat am 10. Oktober von der Bundesnetzagentur den Planfeststellungsbeschluss für den Thüringer Abschnitt des Energiewende-Großvorhabens SuedLink erhalten. Die genehmigte rund 75 km lange Strecke von Gerstungen in Thüringen bis Mellrichstadt in Bayern geht nun in die Umsetzung.

von | 17.10.25

SuedLink-Arbeiten: hier Erdkabel-Felduntersuchungen
Quelle: Transnet BW

Damit befindet sich das gemeinsame Infrastrukturprojekt der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW und TenneT in allen sechs Bundesländern im Bau. TenneT hatte seinen letzten Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt von Scheeßel (Niedersachsen) bis Grenze Heidekreis/Region Hannover bereits am 30. September erhalten.

SuedLink ist das zentrale Infrastrukturprojekt der Energiewende. Die Gleichstrom-Erdkabel werden mit einer Übertragungskapazität von 4 GW Windstrom vom Norden in den Süden Deutschlands transportieren – genug, um etwa 10 Mio. Haushalte klimafreundlich mit Strom zu versorgen. SuedLink ist daher von zentraler Bedeutung für die Netzstabilität und Versorgungssicherheit.

„Mit der Genehmigung des Bauabschnitts in Thüringen ist SuedLink nun in allen sechs Bundesländern im Bau”, freute sich TransnetBW-Geschäftsführer Dr. Werner Götz. „Damit erreichen wir einen wichtigen Meilenstein für den Ausbau der Energieinfrastruktur. Das Gemeinschaftsprojekt von TransnetBW und TenneT wird künftig Windstrom aus dem Norden in den Süden bringen, das Stromnetz entlasten und sowohl die Industrie im Süden als auch den gesamten Wirtschaftsstandort Deutschland stärken.“

Tim Meyerjürgens, CEO von TenneT Germany, sagte: „SuedLink zeigt, dass Netzausbau in Deutschland schnell vorankommt, wenn die Genehmigungen einmal erteilt sind. Seit dem Baustart 2023 von SuedLink wurden bei der Elbquerung mehr als 2.000 m Tunnel gebaut und auf vielen Strecken werden bereits Leerrohre und Erdkabel verlegt. Dieser Fortschritt ist entscheidend, denn jede neue Leitung ist ein Gewinn für das Energiesystem: Sie stabilisiert das Netz, senkt Kosten und sichert die industrielle Stärke unseres Landes. Die Erfahrungen aus SuedLink muss Deutschland bei den anstehenden Netzausbauprojekten nutzen, um insbesondere die Phase von der Planung bis zur Baugenehmigung weiter zu beschleunigen.“

Mit dem Erhalt der letzten Genehmigung endet das formelle Genehmigungsverfahren von SuedLink bei der Bundesnetzagentur. Im März 2017 hatten die beiden Übertragungsnetzbetreiber erste Vorschläge für Leitungsverläufe zur Erdverkabelung von SuedLink zur weiteren Prüfung im Verfahren eingereicht und den Antrag auf Beginn der Bundesfachplanung bei der Bundesnetzagentur gestellt. Die letzten beiden Baugenehmigungen schaffen nun die Voraussetzungen für den zügigen Bau der Leitung. Bis Ende 2028 soll dieser abgeschlossen sein.

Hintergrund SuedLink

SuedLink ist eines der größten Infrastrukturvorhaben der Energiewende. Die Gleichstrom-Erdkabelverbindung wird die windreichen Regionen Norddeutschlands mit Bayern und Baden-Württemberg verbinden. Die 700 km lange Verbindung wird von den beiden Übertragungsnetzbetreibern TransnetBW und TenneT realisiert. TenneT ist für den nördlichen Trassenabschnitt und die Konverter in Schleswig-Holstein und Bayern zuständig, TransnetBW verantwortet den südlichen Trassenabschnitt und den Konverter in Baden-Württemberg.

(Quelle: Transnet BW)

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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