In den zweiten Entwurf neu aufgenommen haben die Übertragungsnetzbetreiber den sogenannte Szenariopfad C für die Zieljahre 2037 und 2045. Insgesamt gingen 990 Rückmeldungen mit 232 inhaltlich unterschiedlichen Stellungnahmen ein. Thematisiert wurden unter anderem Stromverbrauchsentwicklungen, Batteriespeicher, flexible Lasten, Elektrolyseure, der Offshore-Ausbau, die Ausführung von HGÜ-Systemen sowie die Abstimmung zwischen Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern. Alle Beiträge wurden geprüft und soweit möglich in die überarbeitete Planung einbezogen. Die Stellungnahmen sind online unter www.netzentwicklungsplan.de einsehbar.
Das neue Szenario C berücksichtigt einen höheren Stromverbrauch und größere erneuerbare Kapazitäten als die Szenarien A und B. Es umfasst zwei zusätzliche HGÜ-Verbindungen (DC43 und DC44), die zwar eine hohe Engpassreduzierung bewirken, „unter den Annahmen des NEP 2037/2045 (2025) ein negatives Kosten-Nutzen-Verhältnis“ aufweisen. Insgesamt rechnen die ÜNB mit Investitionskosten zwischen rund 365 und 392 Mrd. Euro bis 2045.
Im April soll eine Sonderveröffentlichung folgen, in der die Ergebnisse des zusätzlichen Szenarios A 2037+ sowie neue Daten zur Systemstabilität vorgestellt werden. Anschließend prüft die Bundesnetzagentur beide Entwürfe, führt eine weitere Konsultation durch und bestätigt den finalen Netzentwicklungsplan als Grundlage des künftigen Bundesbedarfsplans.
Der Netzentwicklungsplan Strom ist zentrales Instrument der langfristigen Planung des deutschen Höchstspannungsnetzes im Rahmen der Energiewende. Er wird von den vier Übertragungsnetzbetreibern alle zwei Jahre nach den Vorgaben des Energiewirtschaftsgesetzes erstellt.
(Quelle: Tennet)









