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Neue GFK-Rohre sichern historischen Kanal in Aachen

In der Aachener Bismarckstraße hat die Sanierungstechnik Dommel GmbH im Auftrag der Regionetz GmbH einen 110 m langen, gemauerten Mischwasserkanal aus dem Jahr 1900 instandgesetzt. „Komplexe Geometrien, beengte Platzverhältnisse und laufender Verkehrsbetrieb in der stark frequentierten Innenstadtlage“ machten laut Unternehmen die Sanierung besonders herausfordernd.

von | 12.05.25

Sanierung eines 100 Jahre alten Mischwasserkanals: Zwischenschacht, der eine schnelle Montage und Ausrichtung der neuen GFK-Rohre im bestehenden Kanalsystem ermöglicht
Foto: Sanierungstechnik Dommel GmbH

Die Bismarckstraße im Frankenberger Viertel, unter der der Mischwasserkanal aus dem Jahr 1900 verläuft, ist geprägt von dichter Bebauung und starkem Verkehrsaufkommen. Das Hammer Unternehmen sanierte den Maulprofilkanal mittels Einzelrohr-Relining mit glasfaserverstärkten Kunststoffrohren in geschlossener Bauweise – die historische Infrastruktur sollte mit „modernen Materialien und Technik effizient und nachhaltig erneuert werden“, so Dommel.

Verkehrsbeeinträchtigungen dank genauer Planung im Rahmen

Dommel setzte glasfaserverstärkte Kunststoffrohre (GFK, Nennweite: DN 500 mm) in das 1,35 m hohe und 62,5 cm breite Altrohr ein. Die technisch anspruchsvolle Maßnahme startete Ende November 2024 und wurde, witterungsbedingt verzögert, Anfang 2025 abgeschlossen. Dank halbseitiger Straßensperrung mit Einbahnregelung blieb der Verkehr für Anlieger weitgehend erhalten. Die engen Platzverhältnisse und die statischen Anforderungen durch Schwerlastverkehr machten eine exakte Bauplanung und präzise Ausführung erforderlich.

Historisches Maulprofil des Mischwasserkanals in der Aachener Bismarckstraße mit unregelmäßiger Geometrie

Emissionsarme Sanierung, passgenaue Verbindungen

GFK-Kurzrohre

GFK-Rohre haben eine hohe Lebensdauer und Korrosionsbeständigkeit. Die glatte Oberfläche verbessert den Wasserabfluss, sodass trotz der kleineren Querschnittsfläche die geforderte hydraulische Leistung erhalten bleibt. Das Relining-Verfahren ermöglichte die schnelle und emissionsarme Sanierung ohne große Straßenaufbrüche. Anschlüsse verschiedener Zuläufe wurden angepasst und abgedichtet, Resthohlräume verfüllt und eine abschließende Dichtheitsprüfung durchgeführt. Zusätzlich integrierte Dommel einen neuen Tangentialschacht, wobei die dichte und passgenaue Verbindung sowie die Wasserhaltung besondere Sorgfalt erforderten.

Das Projekt zeigt laut Dommel, wie ingenieurhistorisch wertvolle Infrastruktur mit neuesten Techniken erhalten und zukunftsfähig gemacht werden kann – bei minimaler Belastung für Anwohner und Stadtbild.

(Quelle und alle Bilder: Sanierungstechnik Dommel)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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