Für die neue Verbindung nutzte Gasunie eine vorhandene Erdgasleitung, die für den Erdgastransport nicht mehr benötigt wird, sodass keine neue Leitungen verlegt werden mussten. Die Wiederverwendung bestehender Infrastruktur reduziert den Arbeitsaufwand, spart zusätzliches Material und verringert die Auswirkungen auf umliegende Gemeinden. Die Arbeiten fanden ausschließlich auf Gasunie-Standorten außerhalb bebauter Gebiete statt. Die Anschlussarbeiten sind inzwischen abgeschlossen.
Saisonale Schwankungen erfordern mehr Kapazität
Biomethan wird ganzjährig produziert, die Gasnachfrage schwankt jedoch stark je nach Jahreszeit. Dadurch entstehen regelmäßig lokale Überschüsse, insbesondere im Sommer. Die Verbindung zwischen den Netzen in Seeland und Nordbrabant erleichtert den Transport von Biomethan in Regionen mit Nachfrage.
Das verbessert die Netzauslastung und schafft Raum für weiteres Produktionswachstum. Die zusätzliche Kapazität wird benötigt: Die heimische Biomethan-Produktion wuchs im vergangenen Jahr um 14 Prozent, die Zahl der Erzeuger stieg von 92 auf 108. In den kommenden Jahren soll der Anteil von Biomethan auf 2 Milliarden Kubikmeter pro Jahr steigen. Aktuell liegt der Wert in Deutschland bei etwa 1,2–1,4 Milliarden Kubikmeter.
Weiterer Ausbau in Nordbrabant geplant
Nordbrabant bietet aufgrund verfügbarer organischer Reststoffe aus Landwirtschaft und Tierhaltung Potenzial für die Biomethan-Produktion. Gasunie investiert deshalb an mehreren Standorten der Provinz in den Ausbau der Infrastruktur. Zusätzlich zur Netzverbindung zwischen Axel und Ossendrecht werden in Tilburg und Mill in Kürze Biomethan-Booster angeschlossen. Diese Anlagen erhöhen den Druck des Biomethans, sodass es aus dem Netz von Enexis in das Transportnetz von Gasunie eingespeist werden kann. Gemeinsam stellen die Projekte Haushalten, Unternehmen und Industrie eine größere Menge nachhaltig erzeugten Gases zur Verfügung.
(Quelle: Gasunie /2026)
Lesetipp
Mehr zu Technologien und Energieversorgung rund um Biomethan und SNG bietet das Fachbuch „Biomethan und SNG – Technologien, Energieversorgung“.






