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Rheinwassertransportleitung erhält Verteilbauwerk am Rhein

Die RWE Power AG hat am 6. Juli mit dem Bau eines Verteilbauwerk für eine Rheinwassertransportleitung in Grevenbroich-Allrath gestartet. Ab 2030 soll das Bauwerk eine Bündelungsleitung vom Rhein mit zwei Trassen zu den künftigen Tagebauseen Hambach und Garzweiler verbinden. So soll Rheinwasser in die beiden Tagebauseen geleitet werden und damit die geplante Flutung der Restlöcher ermöglichen.

von | 09.07.26

Die Glasfassade des Verteilbauwerks soll einen Einblick in die Technik gewähren
© RWE
Verteilbauwerk lenkt Rheinwasser zu zwei Tagebauseen

Das Verteilbauwerk verbindet künftig die vom Rhein kommende Bündelungsleitung mit zwei weiterführenden Trassen. Die Bündelungsleitung führt über rund 22 km von der Rheinwasserentnahme bei Dormagen-Rheinfeld nach Allrath. Drei parallel geführte Stahlrohre mit einem Durchmesser von jeweils 2,20 m bilden die Leitung.

Am Verteilbauwerk teilt sich die Leitung auf: Die Garzweiler-Leitung führt mit zwei Rohren, Durchmesser 1,40 m, über etwa 4 km zum Tagebau Garzweiler. Die Hambach-Leitung verläuft mit zwei Rohren, Durchmesser 2,20 m, über rund 19 km nach Hambach.

Die Arbeiten in und rund um Allrath werden schrittweise über mehrere Jahre hinweg durchgeführt. Zunächst bereitet RWE die Baustelle mit einer neuen Baustraße vor. Sie verläuft parallel zu den Gleisen der RWE-Werksbahn von der Landstraße 375 aus und hält den Baustellenverkehr von Allrath fern. Anschließend folgen archäologische Untersuchungen, der Aushub der Baugrube und weitere Vorarbeiten für die Baustelleneinrichtung.

Im Umfeld des Verteilbauwerks verlegt RWE zudem Leitungen. Je nach Gelände kommen offene Bauweisen auf freien Flächen und geschlossene Bauweisen im unterirdischen Leitungsvortrieb zum Einsatz. Der Bahndamm wird im Zuge der Leitungsverlegung unterpresst.

Gemeinsame Unterschrift: Klaus Krützen (Bürgermeister Grevenbroich), Katharina Reinhold, (Landrätin Rhein-Kreis-Neuss) Thomas Körber (Vorstandsmitglied RWE Power)

Gemeinsame Unterschrift: Klaus Krützen (Bürgermeister Grevenbroich), Katharina Reinhold, (Landrätin Rhein-Kreis-Neuss) Thomas Körber (Vorstandsmitglied RWE Power) (© RWE)

Zwei neue Seen entstehen im Rheinischen Revier

Die Rheinwassertransportleitung gehört zu den Hauptaufgaben von RWE bei der Rekultivierung der Bergbauflächen im Rheinischen Revier. Mit dem Bau setzt das Unternehmen die Braunkohlenplanung des Landes Nordrhein-Westfalen um. Diese sieht für die Tagebaue Hambach und Garzweiler die Anlage großer Seen vor.

Die Leitung befüllt die Seen und sichert einen ausgeglichenen Wasserhaushalt im Rheinischen Revier. Nach aktueller Planung beginnt die Seebefüllung in Hambach 2030 und in Garzweiler 2036. Ab 2030 speist RWE den Tagebausee Inden aus der Rur.

Vertreter signieren Rohrstücke zum Baustart

Zum Baustart kamen die Landrätin des Rhein-Kreises Neuss, Katharina Reinhold, Grevenbroichs Bürgermeister Klaus Krützen, RWE-Power-Vorstandsmitglied Thomas Körber und Projektleiter Karsten Waschke zusammen. Gemeinsam verschraubten sie zwei Rohrstücke und signierten sie. RWE will die Rohrstücke später am Verteilbauwerk ausstellen.

Körber ordnete den Bau ein: „Das Verteilbauwerk ist das Herzstück der Leitung und wird das Wasser künftig zuverlässig und bedarfsgerecht zum Hambacher See und in Richtung Garzweiler leiten.“

Das Verteilbauwerk entsteht in L-Form auf einem Grundstück an der Kreisstraße 31 am Fuß der Vollrather Höhe, nahe den Gleisen der RWE-Werksbahn. RWE grünt das Gelände mit heimischen Baum- und Straucharten, Wallbegrünungen und einem Gründach mit Photovoltaikanlage ein. Auf Wunsch der Allrather Bürgerinnen und Bürger erhält das Bauwerk eine Glasfassade, die Einblicke auf Rohrleitungen und Pumpen ermöglicht.

 

(Quelle: RWE Power AG/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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