Generic filters
FS Logoi

NRW forciert schnellen Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft

Mit den Projekten „Schlafender Riese“ in Lichtenau sowie dem „Wasserstoffzentrum Hamm“ sind nun insgesamt mehr als 400 MW Elektrolyseleistung im Aufbau, um in Nordrhein-Westfalen grünen Wasserstoff bereitzustellen. Das Land fördert die Elektrolyseure in Hamm und Lichtenau mit knapp 30 Mio. Euro. Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur hat am 7. Februar die Förderbescheide an die Projektpartner […]

von | 15.02.24

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur (Mitte) bei der Übergabe der Förderbescheide an die Projektpartner
Foto: © MWIKE NRW/M. Hermenau

Mit den Projekten „Schlafender Riese“ in Lichtenau sowie dem „Wasserstoffzentrum Hamm“ sind nun insgesamt mehr als 400 MW Elektrolyseleistung im Aufbau, um in Nordrhein-Westfalen grünen Wasserstoff bereitzustellen. Das Land fördert die Elektrolyseure in Hamm und Lichtenau mit knapp 30 Mio. Euro. Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur hat am 7. Februar die Förderbescheide an die Projektpartner übergeben.

Ministerin Neubaur: „Der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Nordrhein-Westfalen kommt kräftig voran. Parallel dazu verfolgen wir ambitionierte Pläne beim Aufbau der Wasserstoffwirtschaft. Die geförderten Projekte demonstrieren, wie Erneuerbare Energien und Wasserstoff zielführend verknüpft werden können. Hier zeigt sich, wie die Umstellung auf ein nachhaltiges und robustes Energiesystem gelingt. Diesen Weg gehen wir entschlossen weiter und leisten damit einen substanziellen Beitrag zur Energieversorgungssicherheit sowie für nachhaltige industrielle Wertschöpfung hier bei uns in Nordrhein-Westfalen.“

Hamm und Lichtenau: Nutzung vorhandener Infrastruktur und lokaler Windparks

Die Wasserstoffzentrum Hamm GmbH & Co. KG (Investitionsvolumen 43 Mio. und Landesförderung 17,5 Mio. Euro) verfolgt gemeinsam mit den Gesellschaftern Trianel, Stadtwerke Hamm, Stadtwerke Bochum und der DSW21 Dortmunder Stadtwerke den Aufbau einer 20 MW Elektrolyse-Anlage. Bis zu 1.500 t grüner H2 sollen so im Umfeld eines bestehenden Gaskraftwerks jährlich erzeugt werden. Dafür kann die vorhandene Netz-, Wasser- und Transportinfrastruktur genutzt werden. Zur Erhöhung der betrieblichen Flexibilität ist eine stationäre Wasserstoff-Speicherung vorgesehen.

Beim Projekt „Schlafender Riese“ (Investitionsvolumen 25,3 Mio. und Landesförderung 11,2 Mio. Euro) errichtet die Energieservice Westfalen Weser GmbH in der Energiestadt Lichtenau einen Elektrolyseur mit 10 MW Leistung, um den Strom aus den lokalen Windenergieparks zur Erzeugung von grünem H2 zu nutzen. Dadurch wird insbesondere in Zeiten starker Einspeisung eine intelligente und flexible Option geschaffen, um den vor Ort reichlich vorhandenen Windstrom noch besser zu nutzen und eine Abregelung bei Netzengpässen zu vermeiden. Durch die Umwidmung einer bestehenden Gasleitung kann diese zudem als saisonaler Speicher für den Wasserstoff dienen.

Zum Hintergrund: Mit der Wasserstoff Roadmap hat die Landesregierung Ziele für den Hochlauf der H2-Produktion in Nordrhein-Westfalen formuliert. Bis zum Jahr 2025 sollen über 100 MW Elektrolyseleistung in Nordrhein-Westfalen entstehen, mindestens 1.000 MW (1 Gigawatt) sollen bis 2030 vorhanden sein.

(Quelle: Land NRW)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Wirtschaftsfaktor Wasserstoff: Landkreis Emsland ist Vorreiter
Wirtschaftsfaktor Wasserstoff: Landkreis Emsland ist Vorreiter

Der Landkreis Emsland hat seine Zukunft fest im Blick: Gemeinsam mit dem Gasnetzbetreiber Open Grid Europe GmbH (OGE) plante und finalisierte der Landkreis Emsland die regionale Anbindung an die Wasserstofftransportleitung Nordsee-Ruhr-Link III von OGE. Er stellt somit die Anbindung der Region an die zukünftige bundesweite Wasserstofftransportinfrastruktur sicher.

mehr lesen
INES empfiehlt Einrichtung einer strategischen Resilienzreserve
INES empfiehlt Einrichtung einer strategischen Resilienzreserve

Niedrige Speicherfüllstände zu Winterbeginn und neue geopolitische Risiken haben die Verwundbarkeit des deutschen Gassystems offengelegt. Die Initiative Energien Speichern e.V. (INES) spricht sich daher bei der Einrichtung einer strategischen Resilienzreserve für ein Volumen von 78 TWh aus. Ein solches Reservevolumen würde die Versorgungssicherheit nachhaltig stärken, ohne die Marktmechanismen außer Kraft zu setzen.

mehr lesen
Brugg Pipes liefert Spezialrohre für die Luft- und Raumfahrt
Brugg Pipes liefert Spezialrohre für die Luft- und Raumfahrt

Brugg Pipes hat für ein europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen zwei vakuumisolierte Kryo-Rohrleitungen für eine Testinfrastruktur neuartiger Antriebssysteme geliefert. Das Projekt unterstreicht die langjährige Kompetenz des Unternehmens in hochanspruchsvollen Industrie- und Kryoanwendungen.

mehr lesen
Erster Entwurf des Netzentwicklungsplans Gas und Wasserstoff 2025
Erster Entwurf des Netzentwicklungsplans Gas und Wasserstoff 2025

Die Koordinierungsstelle für die integrierte Netzentwicklungsplanung Gas und Wasserstoff (KO.NEP) legt heute den ersten Entwurf des Netzentwicklungsplans (NEP) Gas und Wasserstoff 2025 zur Konsultation vor. Die Planung der Methan- und Wasserstoffinfrastrukturen erfolgte in einem integrierten Prozess, wie ihn das novellierte Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) von 2024 vorsieht.

mehr lesen

Publikationen zum Thema

Einfluss von Wasserstoff auf Kunststoffrohre und Formteile untersucht: Wasserstoffintegrität belegt

Einfluss von Wasserstoff auf Kunststoffrohre und Formteile untersucht: Wasserstoffintegrität belegt

Autor: Von Andreas Redmann
Themenbereich: Rohrleitungstechnik

Als Energieträger der Zukunft soll grüner Wasserstoff zur Dekarbonisierung von Gebäuden, Verkehr und Industrie beitragen. Um dieses Potenzial gerade für den Gebäudesektor produktiv zu machen, gilt es aktuell die in Gasverteilnetzen eingesetzten ...

Zum Produkt

Wasserstoff aus Verteilnetzsicht – Beimischung oder 100 %?

Wasserstoff aus Verteilnetzsicht – Beimischung oder 100 %?

Autor: Von Jörg Heinen, Stefan Stollenwerk und Martin Wiggering
Themenbereich: Gas & Erdgas

Anhand öffentlich zugänglicher Daten und relevanter technischer Parameter wird der aktuelle Stand der Wasserstoffintegration in öffentliche Gasnetze auf deutscher und europäischer Ebene untersucht. Die Ergebnisse werden diskutiert und um ...

Zum Produkt

H2-Gasbeimischung: Wie „ready“ sind Kunststoffrohrleitungssysteme?

H2-Gasbeimischung: Wie „ready“ sind Kunststoffrohrleitungssysteme?

Autor: Von Ronald Aßmann, Stefan Griesheimer, Janko König und Stefan Schütz
Themenbereich: Rohrleitungstechnik

Die Energiewende ist in vollem Umfang in der Umsetzungsphase: Bis zum Jahr 2050 soll Energie in Deutschland vorwiegend aus regenerativen Quellen stammen. Dabei ist die CO2-Reduktion im Wärmeenergiemarkt immer stärker im Fokus; hier soll zunehmend ...

Zum Produkt