Generic filters
FS Logoi

ONTRAS Gastransport GmbH vergibt Aufträge an Salzgitter-Konzern

Die ONTRAS Gastransport GmbH aus Leipzig vergibt Großaufträge an zwei Rohrgesellschaften aus dem Salzgitter-Konzern. Die Mannesmann Grossrohr GmbH (MGR) wird Rohre für 70,6 km (ca. 18 Tt) und die Mannesmann Line Pipe GmbH (MLP) für 38,2 km (ca. 6 Tt) liefern.

von | 02.03.26

Mannesmann-Rohre für das Wasserstoffkernnetz und für grünen Stahl
Bild: Salzgitter AG

Hierbei handelt es sich um Rohre für das Neubauprojekt FGL 702, eine H2-Leitung von Wefensleben nach Salzgitter und von Angersdorf nach Preußlitz. Dieses Vorhaben ist ein weiterer Baustein des Wasserstoffkernnetzes und der Energiewende und legt eine der Grundlagen für die Produktion von „grünem Stahl“ in Salzgitter.

Die FGL 702 ist Bestandteil des IPCEI-Projektes Green Octopus Mitteldeutschland (GO).

Für die Strecke des Wasserstoffkernnetzes zwischen Wefensleben und Salzgitter sowie zwischen Angersdorf und Preußlitz liefern die Mannesmann Grossrohr GmbH und die Mannesmann Line Pipe GmbH die Rohre.

Das integrierte Hüttenwerk in Salzgitter wird in mehreren Schritten auf eine CO2-arme Stahlherstellung umgestellt. Für das Transformationsprogramm SALCOS® – Salzgitter Low CO2 Steelmaking ist Wasserstoff ein zunehmend wichtiges Gut zur Erzeugung von „grünem Stahl“, deshalb ist der Anschluss an das Wasserstoffkernnetz und dessen zügige Errichtung von hoher Bedeutung.

„Wir sind stolz, dass wir Teil dieses wichtigen Projekts sind und der Wasserstoff für SALCOS® durch Rohre aus dem Salzgitter-Konzern fließen wird“, erklärt Andreas Betzler, Geschäftsführer der beiden Salzgitter-Gesellschaften. „Der Salzgitter-Konzern ist nicht nur ein potenziell großer Abnehmer von Wasserstoff, er ermöglicht mit seinen Stahlprodukten auch dessen Erzeugung sowie Belieferung der Abnehmer.“

Die MGR liefert Rohre mit einem Durchmesser von 813 mm, diese werden in Salzgitter außen mit einer 3-Lagen-Polyethylen- und innen mit einer Epoxy-Flowcoat-Beschichtung versehen. Etwa 4,5 km der Leitung erhalten noch eine zusätzliche GFK-Beschichtung, aufgebracht vom Spezialisten TDC aus Neubrandenburg. Die Rohre wiegen bei 18 m Länge ca. 4,5 t und sollen ab Februar 2027 per Lkw zu den durchschnittlich nur 37 km vom Rohrwerk entfernten Rohrlagerplätzen geliefert werden.

Der Durchmesser der auch 18 m langen Rohre von MLP beträgt 610 mm. Diese erhalten am Standort Hamm sowohl eine 3-Lagen-Polyethylen-Beschichtung als auch eine Flowcoat-Innenbeschichtung, um Reibungsverluste im Zuge des Gasdurchflusses zu minimieren. Der ebenfalls durch die Fa. TDC aufgebrachte GFK-Anteil liegt bei ca. 6 km.

(Quelle: Salzgitter AG)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Stadtentwässerungen rüsten sich gegen Trockenheit und Fachkräftemangel
Stadtentwässerungen rüsten sich gegen Trockenheit und Fachkräftemangel

Trockene Sommer und ein wachsender Fachkräftemangel setzen kommunale Abwasserbetriebe unter Druck. Das Institut für Unterirdische Infrastruktur (IKT) hat mit 2 Initiativen im Rahmen des KomNetABWASSER reagiert: einem Strategiedialog zu Trockenheit und Hitze sowie einer neuen berufsbegleitenden Studienreihe für Fachkräfte in der Stadtentwässerung. Beide Angebote richten sich an kommunale Betriebe, die sich auf veränderte Bedingungen einstellen müssen.

mehr lesen
Krankenhaus schließt an neues Fernwärmenetz an
Krankenhaus schließt an neues Fernwärmenetz an

Das Klinikum Bremen-Nord hat seine Wärmeversorgung von Erdgas auf Fernwärme umgestellt. Das hat Enercity Contracting am 2. September mitgeteilt. Seit dem 22. Juni hat das Krankenhaus Wärme aus dem Ersatzbrennstoff-Heizkraftwerk im Wollkämmerei-Quartier über das neue Netz bezogen. Die Umstellung hat jährlich 7,7 Millionen Kilowattstunden Erdgas und rund 1.500 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Der Anschluss markiert zugleich den Abschluss des ersten Bauabschnitts des Wärmenetzes in Bremen-Nord.

mehr lesen
Wie lässt sich die Regenwasserbewirtschaftung digital planen?
Wie lässt sich die Regenwasserbewirtschaftung digital planen?

Der AquaFlowManager von Funke Kunststoffe unterstützt die digitale Planung und Dimensionierung von Anlagen zur Regenwasserbewirtschaftung. Das webbasierte Tool führt Planer, Kommunen und ausführende Unternehmen von der Berechnung über Produktauswahl und Kostenabschätzung bis zur Dokumentation.

mehr lesen
Neues Vortriebsverfahren für HGÜ-Leitungen überzeugt
Neues Vortriebsverfahren für HGÜ-Leitungen überzeugt

Bei einer zweiwöchigen Vorführkampagne am Standort Suhl/Thüringen präsentierte die allunderground GmbH im Juli 2026 erstmals einem breiten Fachpublikum ihr einstufiges, grabenloses Bohrverfahren im Live-Betrieb: Das Kabelschutzrohr dient dabei zugleich als Vortriebsrohr. Rund 15 Unternehmen und Organisationen verfolgten eine 70-m-Bohrung im Buntsandstein, darunter drei der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber, die DB InfraGO sowie führende Leitungsbauunternehmen. Der Beitrag von Christian Pietrulla beschreibt Verfahren, Maschinentechnik und die Resonanz der Fachbesucher.

mehr lesen

Publikationen zum Thema