Klimatische Veränderungen, ein steigender Wasserbedarf und höhere Anforderungen an die kritische Infrastruktur prägen die Arbeit des OOWV immer stärker.
„Die Herausforderungen für die Wasserwirtschaft haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Netze, Anlagen und Werke konsequent weiterentwickeln und auf die Anforderungen der Zukunft vorbereiten“, sagte Verbandsvorsteher Sven Ambrosy. „Mit diesen Investitionen schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass die Menschen und Unternehmen im Nordwesten auch künftig auf eine sichere Wasserver- und Abwasserentsorgung vertrauen können.“
OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht verwies auf die langfristige Entwicklung: „Die Investitionen in die Wasserversorgung haben sich seit 2018 nahezu verfünffacht. Das zeigt, wie konsequent wir den Ausbau und die Modernisierung unserer Infrastruktur in den vergangenen Jahren vorangetrieben haben.“
Der weiterhin hohe Wasserbedarf unterstreicht die Notwendigkeit dieses Kurses: Die Trinkwasserabgabe lag 2025 bei 84,8 Mio. Kubikmetern. Das waren 1,1 Mio. Kubikmeter mehr als im Vorjahr und 4,3 Mio. Kubikmeter mehr als 2023. Zu den größten Projekten zählte der Neubau des Wasserwerks Marienhafe im Landkreis Aurich, der sich inzwischen auf der Zielgeraden befindet. Dort entsteht ein modernes Wasserwerk, das die Trinkwasserversorgung in der Region langfristig absichern und gleichzeitig flexibler auf künftige Anforderungen reagieren soll.
Ein weiteres zentrales Infrastrukturvorhaben ist die Wassertransportleitung von Sandelermöns im Landkreis Friesland nach Diekmannshausen in der Wesermarsch. Sie wird künftig zusätzliche Möglichkeiten schaffen, Wassermengen innerhalb des Versorgungsnetzes zu verteilen und damit die Versorgungssicherheit insbesondere in Trockenperioden weiter stärken.
Dass diese mittlerweile regelmäßig auftreten, zeigte erst wieder die vergangene Woche. Am 26. Juni gaben die 13 OOWV-Wasserwerke 320.163 Kubikmeter in nur 24 Stunden ab – üblich ist eine Menge
zwischen 220.000 und 230.000 Kubikmetern an einem Tag. Darüber hinaus zählt die Brauchwasseranlage Nordenham (Landkreis Wesermarsch) zu den wichtigen Bausteinen der Wasserstrategie des OOWV. Ziel ist es, Industrieunternehmen verstärkt mit Brauchwasser zu versorgen und dadurch wertvolle Trinkwasserressourcen zu schonen. Weitere Mittel flossen u.a. in das Speicherpumpwerk Kneheim sowie in zahlreiche Projekte zur Modernisierung und Erneuerung der bestehenden Infrastruktur.
(Quelle: OOWV)






