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OPAL: Eigentümerwechsel bei Gaspipeline für Kernnetz

Uniper hat seine 20-prozentige Beteiligung an der rund 470 Kilometer langen Gaspipeline OPAL an den Infrastrukturinvestor Hy24 verkauft. Die Leitung zwischen Lubmin und Brandov wird zukünftig Teil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. Die Übertragung erfolgt über sämtliche Anteile an der Lubmin-Brandov Assets GmbH & Co. KG und erfüllt eine Auflage aus dem EU-beihilferechtlichen Genehmigungsverfahren vom Dezember 2022.

von | 16.09.26

Mit einem Rohrdurchmesser von 1,4 Metern zählt die OPAL zu den größten Erdgasleitungen Nordwesteuropas.
© Uniper SE
Opal

Käufer ist der auf Wasserstoffprojekte spezialisierte Infrastrukturinvestor Hy24. Das Unternehmen erwirbt die Beteiligung an der OPAL-Gaspipeline über seinen Clean Hydrogen Infrastructure Fund.

Die Parteien haben die Vereinbarung über den Verkauf unterzeichnet. Der Transaktionsumfang umfasst 100 Prozent der Anteile an der Lubmin-Brandov Assets GmbH & Co. KG. Diese Gesellschaft hält ein 20-prozentiges Bruchteilseigentum an der OPAL. Die verbleibenden 80 Prozent des Bruchteilseigentums hält die Gascade Gastransport GmbH.

Leitung verläuft über rund 470 Kilometer

Die OPAL verläuft über rund 470 Kilometer von Lubmin in Deutschland bis nach Brandov in Tschechien. Die Pipeline zählt zu den Transportkorridoren für Erdgas in Europa. Der Rohrdurchmesser der Leitung beträgt 1,4 Meter und der Betriebsdruck liegt bei bis zu 100 bar.

Die Leitung wird schrittweise Teil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. Der nördliche Abschnitt der OPAL wurde Mitte Dezember 2025 bereits auf Wasserstoff umgestellt. Der südliche Abschnitt soll bis Ende 2030 folgen.

Genehmigungen stehen noch aus

Der Verkauf erfüllt eine Auflage aus dem beihilferechtlichen Genehmigungsverfahren. Die Europäische Kommission hatte das Stabilisierungspaket für Uniper am 20. Dezember 2022 genehmigt und daran Bedingungen geknüpft. Die Transaktion richtet zugleich das Portfolio von Uniper auf die Kernaktivitäten des Unternehmens aus.

Der Abschluss der Transaktion steht unter Vorbehalt. Die zuständigen Behörden müssen dem Verkauf zustimmen. Zudem besitzt die Bruchteilsgemeinschaftspartnerin Gascade Gastransport GmbH ein Vorkaufsrecht. Übt sie dieses Recht nicht aus, kann die Transaktion abgeschlossen werden.

(Quelle: Uniper SE/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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