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PanEU-Bericht – Bewertung der Vorteile eines europaweiten Wasserstofftransportnetzes

Das Gas for Climate-Konsortium startet eine groß angelegte Studie zur Modellierung des Energie­systems, mit der die Vorteile eines gesamt­europäischen Wasserstoff­transport­netzes bewertet werden sollen. Auf dem Weg zu einem bezahlbaren, sicheren und nachhaltigen europäischen Energiesystem spielen erneuerbare und CO2-arme Gase eine zentrale Rolle. Die 2020 verabschiedete EU-Wasserstoffstrategie enthält eine Vision für die Schaffung eines europäischen Wasserstoff-Ökosystems […]

von | 01.03.23

PAN-EU-Report

Das Gas for Climate-Konsortium startet eine groß angelegte Studie zur Modellierung des Energie­systems, mit der die Vorteile eines gesamt­europäischen Wasserstoff­transport­netzes bewertet werden sollen.

Auf dem Weg zu einem bezahlbaren, sicheren und nachhaltigen europäischen Energiesystem spielen erneuerbare und CO2-arme Gase eine zentrale Rolle. Die 2020 verabschiedete EU-Wasserstoffstrategie enthält eine Vision für die Schaffung eines europäischen Wasserstoff-Ökosystems im Einklang mit dem europäischen Green Deal, der ehrgeizige Ziele zur Erreichung von Netto-Null-Emissionen bis 2050 definiert. Der REPowerEU-Plan unterstreicht die zentrale Rolle von Wasserstoff nicht nur für die Energiewende, sondern auch zur Verringerung der Abhängigkeit von russischen Erdgasimporten. Die Verwirklichung der REPowerEU-Ziele bis 2030 und eines vollständig dekarbonisierten europäischen Energiesystems bis spätestens 2050 ist ein ehrgeiziges Unterfangen. Es erfordert einen raschen Aufbau von Wasserstoff- und Biomethan-Produktionskapazitäten, Wasserstoffspeicher und -importinfrastrukturen sowie ein europaweites Wasserstoff­transportnetz.

Das Gas for Climate-Konsortium (unter Beteiligung von Creos Luxembourg, Gasgrid Finland, Gassco, National Gas Transmission und NET4GAS) legte am 23. März eine große Modellstudie zum Energiesystem vor, mit der die Vorteile eines paneuropäischen Wasserstoff­transportnetzes bewertet werden. Diese Studie basiert auf einem integrierten Energiesystem­modell, das den Ausbau und den Betrieb des paneuropäischen Wasserstoff-, Strom- und Methansystems über den Zeitraum 2030-2050 optimiert. Das Modell generiert zwei Versionen eines potenziellen zukünftigen Energiesystems in der EU und den Nachbarländern mit zwei Szenariogruppen, die eine hohe bzw. eine schwache Entwicklung des zukünftigen Wasserstoffbedarfs abbilden.

Die fünf von der EHB-Initiative ermittelten Korridore zur Versorgung Mitteleuropas mit Wasserstoff sind deutlich erkennbar:

  • zwei Versorgungskorridore aus dem Süden Europas über Italien und die Iberische Halbinsel, wo der primär aus Solarenergie erzeugte heimische Wasserstoff durch Importe von erneuerbarem Wasserstoff aus Nordafrika ergänzt wird,
  • ein Nordsee-Versorgungskorridor, der die enormen Offshore-Windkapazitäten für die Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff nutzt und durch einen Teil des in Norwegen und im Vereinigten Königreich erzeugten CO2-armen Wasserstoffs ergänzt wird,
  • einen nordischen Versorgungskorridor, der primär den durch Wind- und Wasserkraft erzeugten erneuerbaren Wasserstoff aus Ostseeanrainerstaaten exportiert, und
  • ein Versorgungskorridor aus Ost- und Südosteuropa, der das Potenzial an erneuerbarem Wasserstoff in Südosteuropa und der Ukraine erschließt.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Entwicklung eines paneuropäischen H2-Netzes ein zentrales Element für die europäische Energiewende ist. Es solches Netz trägt wesentlich zu einer bezahlbaren, sicheren und nachhaltigen Energieversorgung bei und bietet bereits kurzfristig erhebliche Vorteile. Daher sind sofortige Maßnahmen zu ergreifen, die sicherstellen, dass die erforderliche Infrastruktur im Bedarfsfall auch zur Verfügung steht.

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