Generic filters
FS Logoi

Produktion des weltweit größten Erdgasfeldes weiter ausgebaut

Nidec Industrial Solutions, Teil der Sparte Energie & Infrastruktur der Nidec-Gruppe, hat einen Vertrag im Wert von 30 Mio. Euro unterzeichnet: Er sieht die Produktion und Lieferung von sechs 45-MW-Elektromotoren zur Unterstützung der Produktionserweiterung des weltweit größten Erdgasfeldes in Katar vor. Ziel ist es, durch den Bau von zwei neuen Gastransportzügen bis 2028 eine Jahresproduktion […]

von | 19.09.23

Luftbild Katar
pixabay

Nidec Industrial Solutions, Teil der Sparte Energie & Infrastruktur der Nidec-Gruppe, hat einen Vertrag im Wert von 30 Mio. Euro unterzeichnet: Er sieht die Produktion und Lieferung von sechs 45-MW-Elektromotoren zur Unterstützung der Produktionserweiterung des weltweit größten Erdgasfeldes in Katar vor. Ziel ist es, durch den Bau von zwei neuen Gastransportzügen bis 2028 eine Jahresproduktion von 126 Mio. Tonnen LNG (verflüssigtes Erdgas) zu erreichen. Dadurch wird Katar zu einem der größten LNG-Exporteure der Welt und zum größten Lieferanten Europas.

Elektromotoren von Nidec sollen der Produktionserweiterung des weltweit größten Erdgasfeldes in Katar dienen

Das Projekt steht im Mittelpunkt eines tiefgreifenden Wandels Europas in Bezug auf die Energieversorgung, nachdem Russland die Erdgaslieferungen eingestellt hat und die Länder gezwungen sind, nach alternativen Energiequellen zu suchen. LNG ist eine Lösung, um diese Versorgungslücke zu schließen.
Das von Nidec Industrial Solutions entwickelte System ist branchenweit einzigartig, da es ein innovatives 4-poliges Motormodell verwendet, das von PWM-Umrichtern angetrieben wird. Im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen, die 2-polige Motoren mit LCI-Umrichtern verwenden, bietet die Anlage eine bessere Bedienbarkeit und hohe Produktivität und ist insgesamt kostengünstiger, beständiger und zuverlässiger.

Elektrifizierung des LNG-Sektors

Die gesamte Entwicklung und Produktion der Motoren erfolgt in dem Nidec-Werk in Monfalcone, Italien. Diese neue Technologie wird eine führende Rolle bei der elektrischen Revolution im LNG-Sektor spielen, wo immer mehr Gasturbinen durch Elektromotoren mit minimalen Umweltauswirkungen ersetzt werden können. Das Projekt zeigt, wie die CAPEX- und OPEX-Emissionswerte technisch minimiert werden können, während gleichzeitig eine noch höhere Effizienz gewährleistet wird. Allein im Jahr 2022 wurden mehr als 139 Mrd. Kubikmeter Gas verbrannt, was eine hohe CO2-Belastung mit sich bringt. Elektromotoren von Nidec sind geeignet, die Anforderung der Dekarbonisierung der Öl- und Gasindustrie zu bedienen.

“Technologien stehen im Mittelpunkt des laufenden grünen Wandels”

„Wir sind stolz darauf, unser Know-how und unsere Anlagen zur Verfügung zu stellen, um den dringenden Bedarf Europas an mehr alternativen Energiequellen – insbesondere LNG – zu decken und die ehrgeizigen Investitionen in die Produktivität und Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks der gesamten Branche zu unterstützen“, so Dominique Llonch, CEO von Nidec Industrial Solutions. „Unsere Technologien stehen im Mittelpunkt des laufenden grünen Wandels, und wir erhöhen die Reichweite dieser Motoren von derzeit 45 MW auf 100 MW, sodass Turbinen mit höherer Leistung ersetzt und neue Effizienz- und Produktivitätsstandards erreicht werden können“, schließt er ab.

(Quelle: Nidec)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Horizontalspülbohrung schließt Lücke in Wasserstoff-Pipeline unter dem Dortmund-Ems-Kanal
Horizontalspülbohrung schließt Lücke in Wasserstoff-Pipeline unter dem Dortmund-Ems-Kanal

Thyssengas stellt für eine Wasserstoff-Pipeline im Münsterland eine 2009 unterbrochene Kanalquerung wieder her. Das neue Stück der Coesfeld-Rinkerode Leitung entsteht im Horizontalspülbohrverfahren unter dem Dortmund-Ems-Kanal. Bei einer Baustellenbesichtigung haben sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft am 16. Juli über den Fortschritt der Arbeiten informiert. Insgesamt rüstet der Netzbetreiber eine 45 Kilometer lange ehemalige Mineralölleitung auf den Transport von Wasserstoff um.

mehr lesen
IKT sucht kommunale Vorbilder:  „Goldener Kanaldeckel 2026“ – jetzt bewerben
IKT sucht kommunale Vorbilder: „Goldener Kanaldeckel 2026“ – jetzt bewerben

Das IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur schreibt zum 19. Mal den Preis „Goldener Kanaldeckel“ aus. Ausgezeichnet werden Mitarbeiter:innen von Stadtentwässerungen, Tiefbauämtern und Stadtwerken, die mit einem konkreten Projekt die kommunale Abwasserwirtschaft vorangebracht haben. Bewerbungen und Vorschläge können bis zum 31. August 2026 eingereicht werden.

mehr lesen
Prüfverfahren bewertet Zustand alternder Kunststoffrohre
Prüfverfahren bewertet Zustand alternder Kunststoffrohre

Zahlreiche Kunststoffrohrleitungen aus den 1970er- und 1980er-Jahren haben ihre ursprünglich auf 50 Jahre veranschlagte Mindestlebensdauer erreicht. Netzbetreiber stehen deshalb vor der Entscheidung, ob sie ihre Rohrsysteme weiter nutzen oder sanieren. Um Betreiber bei der Frage zu unterstützen, hat das Kunststoff-Zentrum SKZ ein Prüf- und Analyseverfahren entwickelt. Mit diesem können Netzbetreiber den tatsächlichen Zustand der Rohrsysteme bewerten und Investitionen gezielter planen. 

mehr lesen
Gasaufbereitung sichert Wasserstoffqualität für den Leitungstransport
Gasaufbereitung sichert Wasserstoffqualität für den Leitungstransport

Die Gasaufbereitungsanlage im Energiepark Bad Lauchstädt hat die H₂-Dichtheitsprüfung des TÜV Thüringen bestanden und ist damit bereit für den stufenweisen Hochlauf. Die Anlage bringt Wasserstoff aus einem 30-MW-Elektrolyseur auf einen Reinheitsgrad von 99,97 Prozent, bevor das Gas über eine rund 25 Kilometer lange Leitung zur TotalEnergies-Raffinerie in Leuna transportiert wird.

mehr lesen

Publikationen zum Thema