Viele Kunststoffrohre erreichen derzeit ihre Mindestlebensdauer. Physikalische Einflüsse, Sauerstoff, UV-Strahlung und der Abbau von Stabilisatoren im Kunststoff beeinflussen langfristig die Belastbarkeit von Kunststoffrohren.
Der tatsächliche Zustand vieler Leitungen war bisher unbekannt. Betreiber ersetzten Rohrleitungen deshalb häufig vorsorglich, obwohl ein Weiterbetrieb möglich gewesen wäre. In anderen Fällen erkannten sie notwendige Sanierungen zu spät.
Zustandsbewertung als Basis für nachhaltige Infrastruktur
Das SKZ liefert mit seinem Prüf- und Analyseverfahren Informationen über den tatsächlichen Zustand der Kunststoffrohre und unterstützt Betreiber dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen, bevor Schäden oder Versorgungsausfälle entstehen. Betreiber vermeiden dadurch unnötige Sanierungskosten, priorisieren Investitionen gezielt und reduzieren Ausfall- und Schadensrisiken. Gleichzeitig erhöhen sie die Betriebssicherheit und nutzen die Lebensdauer bestehender Netze aus.
„Unser Ziel ist es, Netzbetreibern eine technisch fundierte und wirtschaftlich sinnvolle Entscheidungsgrundlage zu liefern“, erklärt Ulli Eisenhut, Gruppenleiter Sonderservices und Gutachten am SKZ.
Bei Teilsanierungen verbinden Betreiber bestehende, gealterte Rohrsysteme mit neuen Komponenten. Diese Verbindung stellt eine technische Herausforderung dar. Im Fügetechnikum des SKZ prüfen und bewerten Fachleute verschiedene Schweißverfahren unter realitätsnahen Bedingungen. Betreiber erhalten dadurch zusätzliche Sicherheit hinsichtlich Verbindungsqualität, Langzeitbeständigkeit und Gebrauchstauglichkeit sanierter Rohrabschnitte.






