Ende August haben Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg in Wallerfangen den Spatenstich für die neue Leitung gesetzt. Auf deutscher Seite errichtet Creos den rund 17 Kilometer langen Abschnitt zwischen Leidingen und Dillingen. Die Trasse verbindet künftig die Netze beider Länder.
Bauzeit von eineinhalb Jahren geplant
Der Planfeststellungsbeschluss für den deutschen Abschnitt erging im Juli 2026 und ist bestandskräftig. Mit dem Baustart im August 2026 haben die Rohr- und Tiefbauarbeiten begonnen. Nach aktueller Projektplanung dauert die Bauphase rund eineinhalb Jahre. Der deutsche Projektteil trägt den Status Important Project of Common European Interest (IPCEI) und erhält Fördermittel von Bund und Land.
Für Creos ist es die zweite grundlegende Umstellung des Netzes: Das Unternehmen stellte sein Netz in den siebziger Jahren von Kokereigas auf Erdgas um. Nun beginnt die Umstellung von Erdgas auf Wasserstoff.
Leitung soll europäisches Wasserstoffnetz ergänzen
Auf französischer Seite übernimmt die Arbeiten der Netzbetreiber NaTran France. Für die Leitung rüstet er rund 20 Kilometer bestehende Leitungen auf Wasserstoff um und baut zusätzlich fünf Kilometer neu. Die neue Leitung entsteht dort von Leidingen in Richtung Bouzonville.
Die Leitung schafft die Voraussetzung, Wasserstoff grenzüberschreitend zu transportieren und industriellen Großverbrauchern zur Verfügung zu stellen. MosaHYc ist Teil einer größeren europäischen Wasserstoffinfrastruktur. Im Zusammenspiel mit dem deutschen Wasserstoff-Kernnetz und weiteren europäischen Projekten wie HY4LINK und HYFEN soll die Anbindung perspektivisch auch den Transport von importiertem Wasserstoff aus Norddeutschland sowie über die iberische Halbinsel, Luxemburg und Belgien ermöglichen.






